12.10.2022

Tesla ist das meistverkaufte Auto in Österreich

Zumindest im September.
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Tesla, Tesla Model Y, Musk, was ist das meistverkaufteste Auto in Österreich?,
(c) Tesla

Elon Musk ist mit seiner Firma Tesla in den letzten Wochen eher durch skurrile Meldungen aufgefallen. Autoschlüssel unter die Haut, Kinder absichtlich vor fahrende Autos, Überforderung bei einer Großbestellung, kaltblütige Kündigungen der Angestellten. Der Gründer selbst inszenierte sich neuerdings auch als „Experte für Geopolitik“ und sorgte mit diversen Aussagen zum Krieg in der Ukraine für Strinrunzeln – MSNBC nennt sein Verhalten gar eine Annäherung an die „hardcore authoritorian right“. Von der Twitter-Posse gar nicht zu reden. All dies scheint allerdings, zumindest hierzulande, der Beliebtheit seines E-Autos keinen Abbruch zu tun.

Tesla vor Skoda und VW

Laut Statistik Austria wurden im September 1.421 Stück des Tesla Model Y verkauft. Dies entspricht einem Anteil von 6,9 Prozent bei Neuzulassungen – im Vorjahr lag im selben Zeitraum der prozentuelle Anteil bei 2,1, mit 372 verkauften Stück.

(c) Statistik Austria – Tesla Y klar an der Spitze im September.

Zum Vergleich: An zweiter Stelle des September-Rankings 2022 liegt der Skoda Octavia mit 4,5 Prozent Anteil (943 Stück), gefolgt vom VW Polo (drei Prozent bei 629 verkauften Modellen). Den größten Rückgang mit einem Minus von 46,2 Prozent hat Fiat aufzuweisen. Insgesamt wurden in Österreich im Vormonat über 20.000 PKW-Neuzulasssungen registriert, was einem Plus von 16,1 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht.

Elon Musk mit SXY und Cybertruck

Insgesamt gibt es von Tesla bisher das Model 3, Model S, Model X und das Model Y. Zudem noch einen Cybertruck und einen Roadster.

Tesla auch in Deutschland an der Spitze

Der Monat September war für Tesla nicht nur in Österreich ein Erfolg. Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) stand in Deutschland zum ersten Mal überhaupt ein Elektroauto ganz an der Spitze der deutschen Statistik. Insgesamt gab es bei unseren Nachbarn 9.846 Neuzulassungen des Model Y im September, gefolgt vom VW Golf.

Elon Musk rechnete bereits im Sommer mit derartigen Entwicklungen. Er erklärte damals auf der Hauptversammlung, dass heuer das Jahr sein könnte, in dem das Model Y den weltweit höchsten Umsatz schaffe. Für 2023 plant der Tesla-Founder sein Gefährt auch nach der reinen Stückzahl zum meistverkauften Auto überhaupt zu machen.

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© Wiener Börse/Nik Pichler

Österreichische Unternehmen setzten im bisherigen Jahresverlauf 2026 positive Impulse am Kapitalmarkt, auch wenn die Belebung noch nicht alle Marktsegmente erfasste. Wie das aktuelle IPO Barometer der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY zeigt, stehen vier Neuzugänge an der Wiener Börse, ein neuer ATX-Rekord sowie zwei Börsengänge österreichischer Unternehmen im Ausland zu Buche.

Die zwei Auslands-Listings waren das Unternehmen Asta Energy, das im Jänner in Frankfurt an die Börse ging, sowie Innio Jenbacher mit dem Börsengang im Juni an der Nasdaq. Parallel dazu entwickelte sich der heimische Aktienmarkt stark: Der ATX inklusive Dividenden erreichte am 28. September mit 17.618,00 Punkten ein neues Allzeithoch und liegt seit Jahresbeginn mehr als 30 Prozent im Plus.

Vier Neuzugänge an der Wiener Börse

Am österreichischen Kapitalmarkt verzeichnete die Wiener Börse im laufenden Jahr vier Neuzugänge. Mit dem Handelsstart der Biogena Good Vibes AG am 10. September im Segment direct market plus kam der vierte Neuzugang an die Börse – brutkasten berichtete. Dem Listing ging eine außerbörsliche Kapitalerhöhung mit öffentlichem Aktienangebot voraus. Laut Unternehmensangaben zeichneten mehr als 2.300 neue Aktionär:innen Aktien, wobei sich der Mittelzufluss auf fast 18 Mio. Euro belief. Zuvor gingen dieses Jahr die Emerald Horizon AG im standard market (brutkasten berichtete), die FIT Group AG im direct market plus und die K2G Holding AG im direct market an den Wiener Markt.

Ein klassischer IPO eines österreichischen Unternehmens im geregelten Markt wurde im dritten Quartal hingegen nicht verzeichnet. Seit Anfang Juli ist der direct market plus zudem als EU-KMU-Wachstumsmarkt registriert, was insbesondere Wachstumsunternehmen und KMU den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern soll.

„Für nachhaltige Belebung des IPO-Markts braucht es gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen“

„Das dritte Quartal zeigt ein differenziertes Bild: Ein klassischer IPO im geregelten Markt blieb zwar aus, zugleich belegen die Neuzugänge und insbesondere das zusätzliche Listing von Biogena, dass der Kapitalmarkt auch für österreichische Wachstumsunternehmen eine relevante Finanzierungsoption sein kann. Dass mehr als 2.300 neue Aktionärinnen und Aktionäre gewonnen und fast 18 Millionen Euro eingeworben wurden, ist ein positives Signal für die Mobilisierung privaten Kapitals“, analysiert Martina Geisler, Partnerin und Leiterin IPO bei EY Österreich.

„Für eine nachhaltige Belebung des heimischen IPO-Markts braucht es nun eine gut vorbereitete Pipeline börsenreifer Unternehmen. Entscheidend sind eine überzeugende Equity Story, transparente Governance, realistische Bewertungsvorstellungen und die Bereitschaft, den Kapitalmarkt frühzeitig in die Wachstumsstrategie einzubinden. Der EU-KMU-Wachstumsmarkt kann dabei helfen, die Einstiegshürden für kleinere und mittlere Unternehmen zu senken“, so Geisler weiter.

Wer den Kapitalmarkt in Betracht ziehe, müsse daher „frühzeitig Börsenreife herstellen und seine Equity Story klar auf die Bedürfnisse eines internationalen Investorenkreises ausrichten“, heißt es von EY.

Erweiterung im global market

Neben den Neuzugängen erweiterte die Wiener Börse am 9. September den global market – das Handelssegment für bereits an anderen Börsen notierte internationale Aktien – um 45 Titel aus dem Nasdaq 100 und dem S&P 500. Damit sind dort nun erstmals mehr als 1.000 internationale Wertpapiere in Euro, zu Inlandskonditionen und während der Wiener Börsenzeiten handelbar. Bei diesen Einbeziehungen handelt es sich nicht um österreichische IPOs.

Im weltweiten Vergleich blieben die IPO-Märkte im dritten Quartal 2026 mit 367 Börsengängen nahezu stabil (Vorjahresquartal: 374), während das Emissionsvolumen um 79 Prozent auf 93,3 Mrd. US-Dollar stieg. „Die hohen Emissionsvolumina dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erholung des IPO-Markts noch nicht in der Breite angekommen ist. Das dritte Quartal wurde stark von wenigen sehr großen Transaktionen geprägt“, erläutert Geisler.

Weltweit entfielen im dritten Quartal rund 75 Prozent des Platzierungsvolumens auf die Branchen Advanced Manufacturing und Technology. Getragen werde der Markt laut EY von Equity Stories, die auf kritische Infrastruktur und Energie, KI und Robotik sowie Verteidigung einzahlen.

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