23.09.2021

1,9 Mio. Euro: techbold schließt Aktien-Emission vorzeitig ab

Nach etwa drei Wochen waren die 190.000 jungen Aktien vergeben. techbold will mit dem Kapital weitere Akquisitionen finanzieren.
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Das techbold-Team rund um Damian Izdebski (rechts vorne) feiert die erfolgreiche Aktien-Emission
Das techbold-Team rund um Damian Izdebski (rechts vorne) feiert die erfolgreiche Aktien-Emission | (c) Daniel Mikkelsen

Nur 1000 Euro musste man zuletzt in die Hand nehmen, um Teilhaber des Wiener IT-Unternehmens techbold zu werden – dafür bekam man 100 Aktien zu je einem Euro. Nun vermeldet das Unternehmen den vorzeitigen Abschluss der Aktien-Eigenemission, über die der brutkasten bereits vor einiger Zeit berichtete. Innerhalb von etwa drei Wochen sind alle 190.000 ausgegebenen jungen Aktien verkauft worden und somit die geplanten 1,9 Millionen Euro Kapital hereingekommen.

Mitarbeiter:innen und Kund:innen kauften Aktienpakete

„Wir konnten rund 150 neue Aktionäre gewinnen, das Durchschnittsalter unserer Investoren beträgt 43 Jahre und die Investitionen wurden zu 90 Prozent von Privatpersonen getätigt, der Rest von Unternehmen. Damit haben wir in unserer Aktionärsstruktur knapp elf Prozent Streubesitz“, erläutert techbold-COO Gerald Reitmayr. Es freue ihn besonders, dass nicht nur bestehende Investor:innen sondern auch viele Mitarbeiter:innen und Kund:innen Aktien gekauft hätten.

Gründer und CEO Damian Izdebski kommentiert in einer Aussendung: „Die große Nachfrage nach unseren Aktien zeigt uns, dass wir mit unserer stabilen, profitablen und zukunftsorientierten Unternehmensentwicklung auf dem richtigen Weg sind. Eine Eigenkapitalquote von über 80 Prozent und der Rückhalt der Aktionäre schaffen die Voraussetzungen für diesen erfolgreichen Kurs“.

techbold arbeitet an weiteren Akquisitionen

Man werde die Strategie des anorganischen Wachstums fortsetzen und weitere Unternehmen im IT-Bereich übernehmen, so Izdebski. Bereits im Vorfeld hatte er von vier Übernahmen gesprochen, die momentan finalisiert werden. In den vergangenen Jahren hat techbold bereits mehrere heimische IT-Dienstleiter übernommen. Momentan betreue man die IT-Infrastrukturen von mehr als 350 Unternehmen aus 23 Branchen in vier europäischen Ländern, heißt es von techbold. Unter den Kunden seien etwa großen Schulen, die Wiener Rechtsanwaltskammer, die Amerikanische Handelskammer, Tiernahrungsproduzenten, renommierte Finanzunternehmen sowie Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzleien.

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© Wiener Börse/Nik Pichler

Der direct market plus der Wiener Börse ist nach Genehmigung durch die Finanzmarktaufsicht FMA seit 1. Juli 2026 offiziell als EU-KMU-Wachstumsmarkt registriert. Rechtliche Grundlage ist die nationale Umsetzung des EU Listing Act.

Für Unternehmen bedeutet das laut Wiener Börse konkret: Ausnahmen von der Prospekterstellung bei Kapitalerhöhungen sowie ein reduzierter Prospektumfang, wenn später ein Aufstieg in den prime market oder standard market (amtlicher Handel) erfolgt. In der Praxis dürfte das vor allem eines bedeuten: weniger bürokratischer Aufwand und geringere Rechtskosten beim Kapitalmarktzugang.

Zielgruppe: Klein- und Mittelbetriebe

Der direct market plus richtet sich an Klein- und Mittelbetriebe sowie Wachstumsunternehmen, die einen kosteneffizienten Einstieg in den Kapitalmarkt suchen. Als Segment des börsenregulierten Vienna MTF soll er Unternehmen ermöglichen, ihre Aktien handelbar zu machen, Kapitalmarkterfahrung aufzubauen und die Basis für weitere Finanzierungsschritte zu legen. Aktuell sind elf Unternehmen im direct market plus gelistet, darunter etwa das Welser Scaleup Reploid (brutkasten berichtete).

Schon vor der EU-Registrierung gefragt

Nicht nur in diesem Segment gab es schon vor der heutigen Registrierung Zulauf, wie das aktuelle IPO-Barometer von EY zeigt: Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete die Wiener Börse mit Emerald Horizon AG, FIT GROUP AG und K2G Holding AG drei Neuzugänge, noch vor Inkrafttreten der neuen EU-Erleichterungen.

Emerald Horizon AG wurde in den Amtlichen Handel einbezogen, FIT GROUP AG nutzte den direct market plus, K2G Holding AG das Segment direct market. Größere internationale Sichtbarkeit erreichte im Juni zudem der in Tirol gegründete Gasmotorenhersteller Innio mit seinem Börsendebüt an der US-Technologiebörse Nasdaq.

Weltweit weniger, aber deutlich größere Börsengänge

Erfreuliche Entwicklungen verzeichnete zuletzt auch der ATX und überschritt im zweiten Quartal inklusive Dividenden erstmals die Marke von 16.000 Punkten. International ging die Zahl der Börsengänge im ersten Halbjahr laut EY allerdings um zwölf Prozent auf 483 zurück. Das Emissionsvolumen stieg dagegen massiv um 201 Prozent auf 186,8 Milliarden US-Dollar.

Haupttreiber war der Börsengang von SpaceX, der mit 86,2 Milliarden US-Dollar laut EY als größter IPO aller Zeiten gilt. „Die geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten des ersten Halbjahres haben viele Börsenkandidaten zur Zurückhaltung veranlasst. Umso bemerkenswerter ist, wie widerstandsfähig sich die Kapitalmärkte gezeigt haben“, kommentiert Martina Geisler, Leiterin IPO und Partnerin bei EY Österreich.

Für den weiteren Jahresverlauf rechnet Geisler mit kurzen, selektiven IPO-Fenstern: Im Fokus der Investor:innen stünden laut Geisler Unternehmen, die Nachfrage nach KI-Anwendungen, Dateninfrastruktur, Energieversorgung, Halbleitern, Verteidigung oder kritischer Infrastruktur bereits in belastbare Umsätze und Margen übersetzen können. Für heimische Unternehmen mit Börsenambitionen dürfte der direct market plus ab heute ein administrativ leichterer erster Schritt in Richtung Kapitalmarkt sein.

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