22.01.2021

4 Tech Trends für 2021

Die Coronakrise hinterlässt auch in den Tech Trends 2021 von Deloitte deutliche Spuren. Große Überraschungen bleiben aber aus.
/artikel/tech-trends-2021-deloitte
Tech Trends 2021
(c) Adobe Stock - H_Ko

In den von den Beratungsunternehmen ausgegebenen Trends für 2020 war die Coronakrise noch nicht absehbar. Dass dadurch letztlich andere Themen, als ursprünglich prognostiziert worden waren, bestimmend wurden, liegt auf der Hand. Dieses Jahr könnte wieder mehr Berechenbarkeit gegeben sein. Ob Deloitte mit seinen Tech Trends 2021 richtig liegt, bleibt freilich dennoch abzuwarten. Die Chancen stehen jedoch gut. Denn wie schon in den Vorjahren sind die Prognosen nicht gerade waghalsig und bergen für Beobachter der technologischen Entwicklung des Planeten wenig Überraschungen.

Das Beratungsunternehmen identifizierte für dieses Jahr neun große Entwicklungen. Deloitte Österreich griff vier Tech Trends 2021 heraus, auf die hierzulande ein besonderes Augenmerk zu legen ist. Bernhard Göbl, Director bei Deloitte Österreich, kommentiert: „Durch digitale Transformation können Unternehmen ihre Prozesse effizienter gestalten und besser auf die dramatischen Schwankungen von Nachfrage und Kundenerwartungen reagieren. Viele haben dieses Potenzial in den letzten Monaten bereits genutzt und dabei Anpassungsfähigkeit sowie Reaktionsschnelligkeit bewiesen. Nun gilt es, den Fokus auf die richtigen Themen zu legen“.

Tech Trends 2021: Daten als dominantes Thema

Und das sind die vier Deloitte Tech Trends 2021, auf die Göbl seinen Fokus legt:

1. „Gezielte Datennutzung“

Laut Deloitte Tech Trends 2021 sollte die verstärkte und zielgerichtete Datennutzung mittels Big Data und Data Analytics in den nächsten Monaten eine zentrale Rolle für die österreichischen Unternehmen spielen. Moderne Methoden der Datenerfassung und -strukturierung sowie die Verbindung großer Datenmengen aus unterschiedlichen Systemen ermöglichen Entscheidungen in Echtzeit für Menschen und Künstliche Intelligenz.

„Die wachsende Bedeutung gezielter Datenanalysen zieht sich heuer durch die gesamte Trendprognose. Unternehmen werden neue Technologien einsetzen müssen, um die wachsenden Datenmengen optimal nutzen zu können. Gerade in Krisenzeiten können sich Unternehmen damit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, so Göbl.

2. „Optimierung der Lieferketten mit neuen Technologien“

Auch bei der Optimierung der Lieferketten spiele die Datenanalyse eine immer wichtigere Rolle, heißt es in den Tech Trends 2021. Denn durch die Corona-Pandemie hätten sich die Lieferketten deutlich verändert – Grenzschließungen und Lockdowns hätten ihre Spuren hinterlassen. Unternehmen sollten die Automatisierung und das Know-how über die Daten nutzen, um die bisherigen, meist rein kostenfokussierten Partnerschaften in der Lieferkette in kundenorientierte, widerstandsfähige Liefernetzwerke umzuwandeln.

Bernhard Göbl kommentiert die Deloitte Tech Trends 2021
(c) Rauchensteiner/Hackl: Bernhard Göbl

„Im Management der Lieferketten können Unternehmen von den Daten profitieren, die sie sammeln, analysieren und über ihre Liefernetzwerke austauschen. Daneben kommen auch Roboter, Drohnen und fortschrittliche Bilderkennung verstärkt zum Einsatz, um die physischen Interaktionen entlang der Lieferkette effizienter und für die Mitarbeiter sicherer zu machen“, so Göbl. „Ein konkretes Anwendungsbeispiel dafür ist die Inspektion und Wartung von Verschleißkomponenten in Produktionsstätten, die schwer zugänglich oder messbar sind: Durch den Einsatz von Drohnen mit Infrarotkameras und Image Recognition kann ein Verschleiß der Materialien frühzeitig erkannt werden“.

3. „Bessere Gestaltung des digitalen Arbeitsalltags“

Natürlich dürfen auch die Corona- bzw. Lockdown-bedingten Digitalisierungsschritte für Remote Working, virtuelle Kundenmeetings oder das Umsatteln auf Online-Services nicht in den Tech Trends 2021 fehlen. Der Umstieg habe bei einigen Unternehmen zu Unsicherheiten geführt – gerade hinsichtlich Produktivität und Zusammenarbeit der Mitarbeiter im Home Office, heißt es von Deloitte. In Zukunft soll daher der Fokus auch in diesem Bereich auf die von Tools und Plattformen generierten Daten gelenkt werden.

„Wenn die vorhandenen Daten rund um Home Office und neue Arbeitsweisen effektiver genutzt werden, können die individuellen Mitarbeitererfahrungen deutlich verbessert werden. Auch auf Kundenseite müssen Unternehmen eine nahtlose Verknüpfung von digitalem und persönlichem Service schaffen. Hier können gut aufbereitete Daten ebenfalls hilfreich sein“, meint Göbl.

4. „Umsetzung von Modernisierungsvorhaben“

Des Weiteren sollten sich die Unternehmen im neuen Jahr auch auf die Modernisierung ihrer technologischen Infrastruktur und Anwendungen fokussieren, meint am bei Deloitte. Wichtig seien hier Enterprise-Ressource-Planning-Upgrades, Cloud-Migrationen sowie die Optimierung der IT-Infrastruktur und Software-Landschaft. Hierzulande sei dieser Trend bereits aufgegriffen worden: Laut Studie liege Österreich bei den geplanten IT-Vorhaben im Bereich ERP-Updates und IT-Modernisierungen mit 53 Prozent sogar etwas über dem west- und mitteleuropäischen Durchschnitt von 50 Prozent.

Die Modernisierung von älteren angewandten Technologien könne zur Freisetzung von großen Potenzialen führen, meint Bernhard Göbl: „Modernste Technologien in der IT-Infrastruktur und Software-Landschaft sind deutlich energie- sowie platzsparender und weisen eine höhere Ressourcenleistung auf. Durch die damit eingesparten Kosten stehen folglich mehr Ressourcen für andere Maßnahmen zur Verfügung. In Zeiten von anhaltender Unsicherheit sollten innovative Ansätze und größtmögliche Flexibilität deshalb bei jedem CIO ganz oben auf der Agenda stehen“.

Deine ungelesenen Artikel:
20.10.2026

Mit Wiener Startup: Stadtwerke Klagenfurt starten Inhouse-GPT-Projekt

Künstliche Intelligenz im Unternehmensalltag nutzen, ohne sensible Daten aus der Hand zu geben: Die Stadtwerke Klagenfurt machen gemeinsam mit dem Wiener Startup BReact vor, wie ein souveräner, DSGVO-konformer KI-Assistent funktionieren kann, unterstützt durch die IÖB-Toolbox-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws).
/artikel/mit-wiener-startup-stadtwerke-klagenfurt-starten-inhouse-gpt-projekt
20.10.2026

Mit Wiener Startup: Stadtwerke Klagenfurt starten Inhouse-GPT-Projekt

Künstliche Intelligenz im Unternehmensalltag nutzen, ohne sensible Daten aus der Hand zu geben: Die Stadtwerke Klagenfurt machen gemeinsam mit dem Wiener Startup BReact vor, wie ein souveräner, DSGVO-konformer KI-Assistent funktionieren kann, unterstützt durch die IÖB-Toolbox-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws).
/artikel/mit-wiener-startup-stadtwerke-klagenfurt-starten-inhouse-gpt-projekt
Die Stadtwerke Klagenfurt versorgen die Region unter anderem mit Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und verantworten den öffentlichen Personennahverkehr. © Stadtwerke Klagenfurt

Ob E-Mails, vertrauliche Kunden-Dokumente oder interne Richtlinien: Viele österreichische Unternehmen haben verstanden, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz unausweichlich wird, stehen allerdings vor der Herausforderung, KI sicher in die eigenen Arbeitsabläufe zu integrieren. Bei den Stadtwerken Klagenfurt entschied man sich bewusst gegen Standard-Lizenzen externer US-Hyperscaler und entwickelte stattdessen eine maßgeschneiderte Inhouse-Lösung: den „Stadtwerke GPT“, auch liebevoll „Susi-Sorglos“ genannt.

Die Vision: Ein DSGVO-konformer „Büro-Buddy“

Das Hauptziel war von Beginn an klar definiert: eine sichere Umgebung zu schaffen, in der Mitarbeiter:innen Bedenken bezüglich des Datenschutzes komplett ausräumen können. „Wir wollten unseren Mitarbeitern einen souveränen, DSGVO-konformen Chatbot anbieten, den sie komplett bedenkenlos nutzen können, wo sie personenbezogene Daten von Kunden reinkopieren und vertrauliche Dokumente hochladen können“, erklärt Peter Weratschnig, IT-Bereichsleiter der Stadtwerke Klagenfurt.

Neben der Chatbot-Funktion dient die KI als intelligenter „Büro-Buddy“. Über ein Retrieval-Augmented-Generation-System (RAG) wurden ca. 2.000 Seiten an internen Dokumenten, von Konzernrichtlinien bis hin zu IT-Anleitungen, eingebunden, um Fragen zu regulatorischen Vorgaben oder Systembedienungen direkt zu beantworten.

Der Gamechanger: Die Austria Wirtschaftsservice (aws)-Förderung

Das Projekt hat man nicht alleine umgesetzt, sondern entstand durch den Kontakt mit dem Wiener KI-Startup BReact, das 2022 von Raphael Fakhir und Nemanja Klincov gegründet wurde. Der entscheidende Impuls für die Realisierung lag in der Förderlandschaft. Denn das finanzielle Gesamtinvestment bewegte sich im fast sechsstelligen Bereich, erklärte Weratschnig im Interview.

Hier kam die IÖB-Toolbox-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) als entscheidender Beschleuniger ins Spiel. „Ohne diese Förderung hätten wir es nicht gemacht“, betont Weratschnig rückblickend. Die Förderung reduzierte das finanzielle Risiko für die Stadtwerke entscheidend und machte den Weg frei für die gemeinsame Entwicklung mit dem Startup.

Das Förderungsprogramm aws IÖB-Toolbox richtet sich an öffentliche Beschaffer und hat den Zweck, die Planung und Umsetzung von IÖB-Challenges als innovativem Instrument der Markterkundung, juristische und/oder technische Expertise für die Erstellung von Unterlagen für eine geplante Ausschreibung (Modul Prepare), sowie die Durchführung von innovativen Beschaffungen (Modul Transfer) zu ermöglichen. Damit sollen Anreize für eine verstärkte Innovationsnachfrage durch den öffentlichen Sektor gesetzt werden, insbesondere für Vorhaben mit positiven Beiträgen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Europäische KI-Architektur On-Premise

Auch technisch setzten die Partner auf digitale Souveränität: Als Sprachmodell dient ein Modell des französischen KI-Unternehmens Mistral, das Mitte des Jahres auch das Linzer Startup EmmiAI kaufte. Die Datenhaltung erfolgt laut Weratschnig ausschließlich On-Premise in eigenen IT-Systemen. Lediglich die reine GPU-Rechenleistung wird bei einem italienischen Anbieter angemietet. „Sobald das Modell nachdenkt, tut es das in dieser Infrastruktur ohne persistente Datenspeicherung. Danach sind keine Datenspuren außerhalb unseres IT-Systems zu finden“, erklärt der IT-Bereichsleiter. Das Resultat ist der angestrebte „Susi Sorglos“-Bot für den internen Arbeitsalltag.

Große Begehrlichkeiten & wertvolle Erkenntnisse

Nach der schrittweisen Bereitstellung als internes Web-Service stieß das Tool auf enormes Interesse in den Fachbereichen. Neben Fachfragen zu Richtlinien entstehen bereits Ideen für eigene Teil-Wissensdatenbanken oder interaktive Schulungsassistenten.

Gleichzeitig liefert das Projekt wertvolle Erkenntnisse für künftige KI-Initiativen. „Der Benefit aus unseren Lessons Learned ist fast ebenso hoch einzustufen wie das Tool an sich“, fasst Weratschnig zusammen. Seine zentralen Ratschläge an andere Unternehmen: Von Beginn an die eigene IT-Architektur und Lieferkette der Dienstleister genau prüfen sowie die Qualität der zugrundeliegenden Analog-Dokumente gründlich analysieren.


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

4 Tech Trends für 2021

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4 Tech Trends für 2021

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4 Tech Trends für 2021

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4 Tech Trends für 2021

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4 Tech Trends für 2021

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4 Tech Trends für 2021

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4 Tech Trends für 2021

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4 Tech Trends für 2021

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

4 Tech Trends für 2021