26.02.2021

Swarovski steigt bei N26 ein

Laut einem "Gründerszene"-Bericht holt sich N26 mit Swarovski einen ungewöhnlichen Investor an Bord.
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Tamás Künsztler: Die N26-Gründer Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf - Swarovski steigt ein N26-Rückzug aus den USA
© Tamás Künsztler: Die N26-Gründer Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf

Der Tiroler Konzern Swarovski steigt laut einem Bericht des deutschen Online-Magazins „Gründerszene“ über sein Investment-Vehikel Crystalon Finanz AG bei der Challenger-Bank N26 ein. Das würden geänderte Eigentümerverhältnisse laut Firmenbuch belegen. Konkret erwarb der Corporate VC demnach Ende Jänner 0,05 Prozent des Berliner FinTechs der Wiener Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal.

Swarovski: Vor N26 keine FinTech-Beteiligungen bekannt

Auf Basis der zuletzt kommunizierten Bewertung von 2,9 Milliarden Euro würde das eine Investitionssumme von etwa eineinhalb Millionen Euro bedeuten. Weder N26 noch Swarovski waren jedoch bereit, das Investment zu kommentieren, schreibt die „Gründerszene“. „Aus Unternehmenskreisen“ heiße es, dass es sich um eine strategische Beteiligung handle. Bislang sind keine FinTech-Beteiligungen der Crystalon Finanz AG bekannt. Der Swarovski-Konzern ist für seine Schmuck-Produktion bekannt, ist aber unter anderem auch einer der größten Premium-Fernglas-Produzenten und stellt auch Optik-Produkte für die Industrie her.

N26 hatte sich vergangenes Jahr in seiner Serie D-Finanzierungsrunde in zwei Tranchen insgesamt mehr als eine halbe Milliarde Euro Kapital geholt. Entsprechend befindet sich das FinTech weiterhin auf einem massivem Wachstumskurs. Dabei ist etwa die Expansion in die USA dem Vernehmen nach weniger erfolgreich verlaufen, als erhofft. Aus dem Vereinigten Königreich zog sich die Neo-Bank überhaupt wieder zurück. Laut eigenen Angaben hat N26 derzeit rund sieben Millionen Kunden. Bereits dieses Jahr will das Scaleup schwarze Zahlen erreichen.

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fonio
© fonio/canva - Alexander Brix.

Das Scaleup fonio.ai von Daniel Keinrath und Matthias Gruber ist eines der aufstrebendsten Startups Österreichs. Im Juni sicherte man sich ein 14,6 Millionen Euro Seed-Investment und knackte rund zwei Monate später die 10-Mio.-ARR-Marke. Am AustrianStartups Summit verkündete CCO Alexander Brix gegenüber brutkasten die nächsten Ziele. Und die sind ambitioniert.

fonio: Globaler Rollout

Fonio.ai möchte im kommenden Jahr seine Präsenz global ausbauen. „Wir wollen 20 neue Märkte in Nord Amerika und Europa aufgreifen“, sagt Brix. „Wir streben aber auch Asien an, um auf der globalen Landkarte präsent zu bleiben und eine global führende Marke aus Wien heraus aufzubauen. Auch ein Büro in New York ist geplant. Das größte Risiko für uns ist momentan, langsamer zu werden und unsere schnelle Arbeitskultur zu verlieren.“

Mehr Arbeitskraft geplant

In diesem Sinne möchte das Wiener KI-Startup 2027 auch 300 neue Mitarbeiter:innen einstellen und schielt schon, zumindest peripher, auf einen Decacorn-Status hin. Eine genaue Timeline dafür hat das Team nicht, aber das Mindset dafür wohl bereits inhaliert, wenn Brix sagt: „Es ist kein Status, auf den man hinarbeitet, sondern man möchte einen guten Job machen und das Produkt in möglichst viele Unternehmen bringen. Dass man dann vielleicht Decacorn wird, ist ein Nebeneffekt. Einen Zeitrahmen, bis wir das schaffen, haben wir uns nicht gesetzt, aber es ist unsere Ambition einen Global Player zu bauen und sicherzustellen, dass der ‚AI Communication Layer‘ aus Europa kommt und nicht von amerikanischen oder vielleicht chinesischen Unternehmen besetzt wird. Wer die Kommunikation beherrscht, der hat sehr viel Macht. Und wir wollen diese Macht auf jeden Fall in Europa halten. Das heißt, um das zu schaffen, ist es der natürliche Weg, dass wir ein Decacorn werden.“

Series-A steht an

Auf diesem Weg habe man aktuell ein Angebot entwickelt, das mittlerweile sämtliche textbasierten Kommunikationskanäle sowie Telefonsysteme in Form von PBX umfasse. Damit könne man die gesamte „Communication Suite“ mittelständischer Unternehmen bereits vollständig abdecken, erzählt Brix von einer weiteren Neuerung. Eine andere Neuigkeit betrifft die Finanzierung. Zwar gibt sich Brix dazu etwas bedeckt, lässt aber fallen, dass man kurz vor einer Series-A-Finanzierung stehe. Details sollen im kommenden Jahr folgen.

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