09.12.2025
STEUERBERATUNG

Supercount AI: Linzer Startup startet KI-Plattform für Buchhaltung

Das neue Jungunternehmen der Gründer Markus Waghubinger und Sebastian Kaiser-Mühlecker möchte dem Fachkräftemangel in Kanzleien mit einer KI-nativen Plattform begegnen, die Buchhalter:innen zu Manager:innen ihres eigenen KI-Teams macht.
/artikel/supercount-ai-linzer-startup-startet-ki-plattform-fuer-buchhaltung
Supercount AI, Buchhaltung, Steuerberatung
© Julia Flath - Das Supercount-AI-Gründerduo.

Viele österreichische Steuerberatungskanzleien stehen vor der gleichen Herausforderung: Zu wenig Fachkräfte, zu viele Belege und ständig wachsende Vorschriften. Das Linzer Startup Supercount AI möchte daher moderne KI erstmals so nutzbar gestalten, wie Buchhaltungs-Teams tatsächlich arbeiten: „strukturiert, prüfbar, steuerbar und vollständig in bestehende Kanzleiabläufe integriert – ohne zusätzlichen IT-Aufwand und mit persönlicher Einführung“, so laut Aussendung.

Supercount AI: Hohe Präzision

Die Plattform für Buchhaltung und Bilanzierung von Markus Waghubinger und Sebastian Kaiser-Mühlecker basiert vollständig auf generativer Künstlicher Intelligenz und möchte hiermit „Buchhalter:innen zu Manager:innen“ ihres eigenen KI-Teams machen.

Während marktübliche KI-Systeme für Buchhalter:innen meist nur die Belegkontierung abdecken und selbst dabei häufig inkorrekte Vorschläge liefern, erreiche Supercount AI im Pilotbetrieb des Belegverbuchungsmoduls eine Kontierungsgenauigkeit (Anm.: präzise Zuordnung von Geschäftsvorfällen zu den richtigen Konten) von 93 Prozent – bei wenigen Minuten Setup-Aufwand, wie es heißt.

Diese hohe Präzision werde durch den nativen Einsatz neuester KI-Technologie basierend auf in Europa gehosteten KI-Modellen (LLMs) erreicht. KI-Agenten extrahieren dabei Kanzleistandards aus historischen Buchungsdaten und lernen laufend aus Korrekturen der Fachkräfte. Beim „Anlernen der KI“ findet keinerlei Training von Modellen mit Kanzlei- oder Mandantendaten statt – dies ist vertraglich ausdrücklich ausgeschlossen. Stattdessen kommen moderne Methoden der Datenaugmentierung, sogenannte RAG-Systeme, zum Einsatz, die auf in Europa gehosteten Datenbanken laufen und so einen datenschutzkonformen und zugleich hocheffizienten Arbeitsmodus ermöglichen sollen.

Österreich-Rollout

Nach einem ersten erfolgreichen Pilotbetrieb öffnet man nun die Lösung für den gesamten österreichischen Markt: „Wir haben in Gesprächen mit Steuerberatern immer wieder bemerkt, wie stark die Branche mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen hat“, erklärt Co-Founder Kaiser-Mühlecker. „Als wir uns genauer mit den konkreten Engpässen beschäftigt haben, war klar, dass ein Großteil davon seit kurzer Zeit mittels generativer KI zu lösen ist, die der menschlichen Fachkraft nahtlos zuarbeitet. Von Beginn an stand fest, dass der Mensch der Letztentscheider bleiben muss, durch den massiven Zeitgewinn allerdings wieder mehr Zeit für Kontakte mit Klient:innen verwenden kann.“

Im Gegensatz zu den am Markt verbreiteten isolierten KI-Tools oder klassischen Machine-Learning-Lösungen gehe Supercount AI eigenen Worten nach einen neuen Weg: Statt Parallelsystemen und hohem Trainingsaufwand verbindet die Plattform sämtliche KI-Prozesse in einer gemeinsamen Oberfläche und nutzt dabei die Vorzüge von generativer KI der neuesten Generation. Aktuell sind rund 30 KI-Agenten basierend auf fünf verschiedenen KI-Modellen in die Plattform eingebunden, während es auf Basis weiterer Kundenanforderungen laufend mehr werden. Darüber hinaus können Kanzleien, die bereits eigene KI-Agenten für Aufgaben entwickelt oder zugekauft haben, diese ebenfalls in die Umgebung einbinden.

Supercount AI: Zeitersparnis

Die Plattform übernimmt sowohl bei Input als auch bei Output die Formate und Standards der etablierten Buchhaltungssoftwarelösungen wie BMD und DATEV – im operativen Tun setzt die Plattform vollständig auf das Rollenmodell „KI bereitet vor – der Mensch entscheidet“. Anders gesagt: Die KI liefert Vorschläge, die die Fachkraft prüft, bei Bedarf anpasst und freigibt.

Aktuell stehe man bei einer Zeitersparnis von zwei Stunden pro Mitarbeiter und Buchungslauf ab Tag eins; weitere Einsparungen werden durch Optimierungen erwartet.

Deine ungelesenen Artikel:
23.09.2026

Hansi Hansmann steigt als Investor bei 3Folio ein

Das Hansmann Family Office investiert in das Fintech-Startup 3Folio und möchte es auch mit seiner Erfahrung unterstützen. Das Wiener Unternehmen will sich in Zukunft auf weiteres europäisches Wachstum konzentrieren.
/artikel/hansi-hansmann-steigt-als-investor-bei-3folio-ein
23.09.2026

Hansi Hansmann steigt als Investor bei 3Folio ein

Das Hansmann Family Office investiert in das Fintech-Startup 3Folio und möchte es auch mit seiner Erfahrung unterstützen. Das Wiener Unternehmen will sich in Zukunft auf weiteres europäisches Wachstum konzentrieren.
/artikel/hansi-hansmann-steigt-als-investor-bei-3folio-ein
(v.l.) Michael Schöngruber, Hansi Hansmann, Samuel Brandstätter, Lisa Pallweber | © 3Folio

Nach der jüngsten Neustrukturierung im Management rund um CEO Samuel Brandstätter und CPO Michael Schöngruber (brutkasten berichtete) macht 3Folio nun mit einem neuen Investor auf sich aufmerksam: dem Hansmann Family Office. Das Krypto-Startup möchte durch diese Zusammenarbeit seine technologische Basis weiter skalieren und die Position bei professionellen und regulierten Marktteilnehmern ausbauen. Über die Höhe des Investments wurde Stillschweigen vereinbart. Die Zusammenarbeit soll aber über die Bereitstellung von Kapital hinausgehen: Erfahrung im Unternehmensaufbau, strategischer Austausch und Sparring bei der Skalierung sollen die nächste Entwicklungsphase von 3Folio begleiten. Das Unternehmen möchte „entlang konkreter Kundennachfrage nachhaltig und profitabel wachsen“.

„Mit Erfahrung und Netzwerk unterstützen“

„Digitale Assets werden Teil des Finanzsystems – und damit braucht es professionelle Infrastruktur für Accounting, Tax und Compliance. Sam, Michael und das Team haben dafür eine starke Basis geschaffen. Wir wollen sie jetzt mit Kapital, aber vor allem auch mit Erfahrung und Netzwerk dabei unterstützen, daraus einen europäischen Player zu bauen“, sagt Hansi Hansmann zu seinem neuesten Investment.

Brandstätter blickt über die österreichischen Grenzen hinaus: „Jetzt geht es darum, diese in ein international skalierbares Unternehmen zu übersetzen. Mit dem Hansmann Family Office gewinnen wir einen Partner, der Technologieunternehmen langfristig begleitet und mit uns an den entscheidenden Fragen für die nächste Wachstumsphase arbeitet.“

Europäische Ausrichtung

3Folio will sich als europäische Referenzplattform für Finance und Compliance im Digital-Asset-Markt etablieren. Österreich und Deutschland bilden dabei die ersten Schwerpunktmärkte. Das Fintech-Startup konzentriert sich auf Anwendungsbereiche wie Crypto Accounting & Taxation, bei denen Daten für buchhalterische und steuerliche Prozesse aufbereitet werden. Mit dem Investment des Hansmann Family Offices möchte 3Folio diese Bereiche weiterentwickeln und „die Voraussetzungen für weiteres europäisches Wachstum schaffen“.

3Folio richtet sich unter anderem an Crypto-Asset-Service-Provider und strukturiert Transaktionsdaten so, dass sie für Buchhaltung, steuerliche Verarbeitung und regulatorisches Reporting nutzbar werden. Die Plattform bildet die Daten- und Prozessbasis zwischen dem operativen Umgang mit digitalen Assets und den nachgelagerten Finance-, Compliance- und Reporting-Systemen. Im Mittelpunkt von 3Folio stehen nachvollziehbare Datenherkunft, konsistente Verarbeitung und prüfbare Ergebnisse.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Supercount AI: Linzer Startup startet KI-Plattform für Buchhaltung

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Supercount AI: Linzer Startup startet KI-Plattform für Buchhaltung

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Supercount AI: Linzer Startup startet KI-Plattform für Buchhaltung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Supercount AI: Linzer Startup startet KI-Plattform für Buchhaltung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Supercount AI: Linzer Startup startet KI-Plattform für Buchhaltung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Supercount AI: Linzer Startup startet KI-Plattform für Buchhaltung

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Supercount AI: Linzer Startup startet KI-Plattform für Buchhaltung

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Supercount AI: Linzer Startup startet KI-Plattform für Buchhaltung

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Supercount AI: Linzer Startup startet KI-Plattform für Buchhaltung