10.12.2020

Super Nintendo World: Eröffnung des Freizeitparks im Februar

Es war das Jahr 2019, als Nintendo-Fans zum ersten Mal die Luft anhielten. Die Universal Studios in Japan gaben bekannt, den ersten Nintendo Freizeitpark zu eröffnen. Mehr Infos gab es nicht. Jetzt steht das offizielle Eröffnungsdatum fest.
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(c) USJ - Fans des italienischen Klempners mit dem Pilz-Fetisch können sich auf "real-life"-Action in Japan freuen.

Die Universal Studios in Japan planen am 4. Februar 2021 die Super Nintendo World, einen riesigen Freizeitpark, zu eröffnen. Die Kosten für das Projekt betrugen 580 Millionen US-Dollar.

Mario-Kart in Real Life

Der Freizeitpark ist eine lebensgroße Nachbildung der beliebtesten Spiele von Nintendo mit Achterbahnen und anderen Amusement-Park-Highlights: Eine der ersten Attraktionen wird eine Mario Kart-Bahn sein, die direkt zum großen Feind und Prinzessinnen-Entführer, in Bowsers Schloss, einfahren wird.

Gästen wird es auch möglich sein virtuelle Münzen, wie im Spiel, zu sammeln, indem sie ein spezielles Armband tragen, während sie die Gegend erkunden und über eine Switch-Konsole mit Park-Funktionen interagieren.

Erste Einblicke in die Super Nintendo World

Ursprünglich war eine Sommereröffnung der Super Nintendo World vorgesehen, diese wurde aber während der Pandemie verschoben. Der neue Termin steht zwar, kann aber auch noch wackeln, da Japan mit einem erneuten Corona-Ausbruch zu kämpfen hat und Osaka, wo sich der Park befindet, zu einer der am stärksten betroffenen Städte des Landes zählt.

Mehr Inlandstourismus bei sinkenden Einnahmen

Am Rande: Der Entertainment-Park ist nicht nur ein wahr gewordener Traum der Mario-Fans, sondern auch ein Fingerzeig für die ganze Branche in Japan. Jene hat mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen, was eine Debatte im Inselstaat ausgelöst hat, ob der Inlandstourismus gefördert werden soll. Ob mit dem Mario-Park die richtige Antwort gegeben wurde, wird sich weisen.

Super Nintendo World: Europa geht leer aus

Wie auch immer dieser Diskurs ausgeht: Fest steht, dass es auch außerhalb Japans solche Freizeitparks geben wird. Bestätigt sind bislang die Standorte Hollywood, Orlando (beide USA) und Singapur. In Europa ist leider nichts geplant.

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Foto: OTS Amt der Oö. Landesregierung

Das Land Oberösterreich holt einen prominenten Player aus dem Silicon Valley dauerhaft nach Linz: Am Campus der Johannes Kepler Universität (JKU) entsteht das erste „Center of Excellence for Physical and Industrial AI“ von Plug and Play innerhalb der Europäischen Union. Das gaben Landeshauptmann Thomas Stelzer und Vertreter der beteiligten Unternehmen am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Landhaus Linz bekannt.

Plug and Play wurde 2006 im Silicon Valley gegründet und betreibt ein internationales Netzwerk für Innovation und Startup-Kooperationen. Nach eigenen Angaben zählt das Unternehmen zu den aktivsten Early-Stage-Venture-Capital-Investoren der Welt, mit mehr als 65 Standorten auf fünf Kontinenten, über 550 Unternehmenspartnern, rund 250 Startup-Investments pro Jahr und mehr als 2.500 Unternehmen im Portfolio, darunter über 35 Unicorns.

Neu ist Plug and Play in Österreich dabei nicht: Seit 2019 kooperiert das Netzwerk mit dem Flughafen Wien, 2021 eröffnete es dort sein österreichisches Headquarter (brutkasten berichtete). In den ersten fünf Jahren dieser Partnerschaft wurden mehr als 700 Startups gemeinsam gescreent, rund zwei Dutzend Projekte in Bereichen wie Robotics, Predictive Maintenance und KI entstanden daraus. Geleitet wird Plug and Play Austria von Managing Director Nik Munaretto. Mit dem Exzellenzzentrum in Linz kommt nun ein dauerhafter Standort mit industriellem Fokus hinzu.

Fünf Industrie-Schwergewichte als Anchor-Partner

Mit Keba, Primetals Technologies, Swietelsky, TGW Logistics und voestalpine beteiligen sich fünf oberösterreichische Industrieunternehmen als künftige Anchor-Partner an der Gründungsrunde. Als Gründungspartner erhalten sie besondere Mitgestaltungsmöglichkeiten und können industrielle Aufgabenstellungen und technologische Schwerpunkte in das Programm einbringen. Im Mittelpunkt stehen konkrete KI-Anwendungen in Produktion, Anlagenbau, Logistik, Engineering und Bauwirtschaft.

Das Prinzip dahinter ist der Open-Innovation-Ansatz von Plug and Play: Etablierte Unternehmen bringen konkrete technologische Herausforderungen ein, Plug and Play identifiziert über sein internationales Netzwerk passende Startups und Technologien und bringt beide Seiten für Pilotprojekte und Kooperationen zusammen.

„Oberösterreich wartet nicht darauf, was die Zukunft bringt: Wir gestalten sie. Mit Plug and Play holen wir eines der weltweit führenden Innovationsnetzwerke nach Linz und machen Oberösterreich zum europäischen Pionier bei ‚Physical and Industrial AI‘“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer. Neue Technologien sollten „nicht irgendwo Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen, sondern bei uns in Oberösterreich“.

Knogler: „Bei KI entscheidet nicht allein, wer die besten Ideen hat“

Keba-CEO Christoph Knogler, zugleich Vorsitzender der KI-Taskforce der Industriellenvereinigung, sieht in dem Zentrum einen Hebel für die Umsetzungsgeschwindigkeit: „Bei Künstlicher Intelligenz entscheidet nicht allein, wer die besten Ideen hat, sondern wer sie rasch in die industrielle Anwendung bringt.“ Das Exzellenzzentrum schaffe einen direkten Zugang zu internationalen Startups und Technologien. „Damit haben wir die Chance, die weltbesten und innovativsten KI-Lösungen nach Oberösterreich zu holen und gemeinsam mit unseren Unternehmen in konkrete Wertschöpfung zu übersetzen.“

Im großen Cover-Interview der aktuellen brutkasten-Printausgabe hatte Knogler zuletzt dargelegt, warum er die Chance Europas nicht im LLM-Rennen sieht, sondern in industrieller KI: Produktionswissen und Maschinendaten als europäische Souveränitätschance.

Auch die übrigen Partner ordnen die Initiative in ihre Strategien ein: Primetals-CFO Michael Kienberger will „modernste KI-Ansätze noch schneller in unsere Systeme“ integrieren, Swietelsky-CFO Harald Gindl kündigt an, „Physical AI und Robotik im Baubetrieb in Oberösterreich gezielt erproben“ zu wollen. TGW-CTO Christoph Wolkerstorfer spricht mit Blick auf autonom agierende Systeme von einem „echten Game Changer“ für die Intralogistik. voestalpine-CFO Gerald Mayer verweist darauf, dass sich der Konzern über die Partnerschaft „den Austausch mit führenden Forschungseinrichtungen und den Zugang zu globalen Startups“ sichere.

tech2b als Schnittstelle, keine Parallelstruktur

Die Abwicklung für das Land Oberösterreich übernimmt der Inkubator tech2b. Damit soll keine neue Parallelstruktur entstehen, sondern das internationale Netzwerk von Plug and Play mit dem bestehenden oberösterreichischen Innovationsökosystem verbunden werden. Über die fünf Anchor-Partner hinaus sollen auch weitere tech2b-Mitgliedsunternehmen Zugang zum Netzwerk erhalten.

„Oberösterreich vereint genau das, wonach wir als globales Innovationsnetzwerk und Venture Capital Investor aus dem Silicon Valley suchen: eine unglaublich starke industrielle Basis, exzellente Forschung, ambitionierte Startup-Gründer und Unternehmen, die neue Technologien in die Anwendung bringen wollen“, sagt Nik Munaretto, Managing Director von Plug and Play Austria.

Umsetzungsschritt der KI-Exzellenzstrategie

Das Zentrum ist ein konkreter Umsetzungsschritt der von Landeshauptmann Stelzer initiierten KI-Exzellenzstrategie für den Industriestandort Oberösterreich. Deren Mitautor Teodoro Cocca sieht die „eigentliche Pionierleistung“ darin, „dass das Land nicht bei Strategiepapieren stehen bleibt, sondern eine Struktur schafft, die weltweit nach den besten Lösungen sucht und sie systematisch in die oberösterreichische Industrie bringt“. Mitautor Meinhard Lukas ergänzt: „Aus Wissen werden Anwendungen, aus Kontakten konkrete Kooperationen und aus technologischen Chancen neue Wertschöpfung.“

Dass der Standort Substanz mitbringt, untermauert die Aussendung mit Beispielen: Die JKU bietet ein englischsprachiges Bachelor- und Masterstudium Artificial Intelligence. Das 2024 gegründete JKU-Spin-off Emmi AI holte sich 2025 eine Seed-Finanzierung über 15 Millionen Euro und wurde im Mai 2026 vom französischen KI-Unternehmen Mistral AI übernommen (brutkasten berichtete). Und das oberösterreichische Technologieunternehmen Tractive hat sich mit GPS- und Gesundheitstrackern für Haustiere zu einem international tätigen Anbieter entwickelt, dessen Produkte laut Aussendung in mehr als 175 Ländern funktionieren.

Wie Oberösterreich als Industrie- und Innovationsstandort insgesamt aufgestellt ist, beleuchtet brutkasten im großen Standort-Check der aktuellen Printausgabe: von der Tabakfabrik über die JKU bis zu den Exits von Emmi AI und Tractive.

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AI Summaries

Super Nintendo World: Eröffnung des Freizeitparks im Februar

  • Die Universal Studios in Japan planen am 4. Februar 2021 die Super Nintendo World, ein Freizeitpark, zu eröffnen.
  • Die Kosten für den Traum jedes „Super Mario“-Spielers betragen 580 Millionen US-Dollar.
  • Super Nintendo World ist eine lebensgroße Nachbildung der beliebtesten Spiele von Nintendo mit Achterbahnen und anderen Amüsement-Park-Highlights: Eine der ersten Attraktionen wird eine Mario Kart-Bahn sein, die direkt zum großen Feind und Prinzessinnen-Entführer, in Bowsers Schloss, einfahren wird.
  • Ursprünglich war eine Sommereröffnung der Super Nintendo World vorgesehen, wurde aber während der Pandemie verschoben.

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