09.09.2025
KI

Studyly: Wiener EdTech entwickelt KI-Lerncoach

Die Kooperation von Studyly mit dem Österreichischen Bundesverlag (öbv) wird erweitert. Die Lern-App enthält ab Herbst 2025 einen integrierten KI-basierten Lerncoach, der Schwierigkeiten diagnostizieren und individuelle Hilfestellungen geben soll.
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Die Heterogenität im Mathematikunterricht nimmt stetig zu. Klassen werden größer, Schüler:innen bringen unterschiedliche Vorkenntnisse, Denkweisen und Fehlvorstellungen mit. Durch digitale Lernhilfen ist es möglich, dieser Vielfalt im Klassenzimmer zu begegnen und differenzierter zu unterrichten – so denkt das Studyly-Team und hat jetzt einen neuen KI-Lerncoach entwickelt.

Studyly: KI-Lerncoach direkt in App integriert

In der Kooperation mit dem Bildungsmedienverlag öbv, die seit dem Sommer 2021 besteht, wird seit damals das bewährte Schulbuch durch eine Lern-App ergänzt, in der die Schüler:innen eigenständig üben können. Alle Aufgaben aus „Das ist Mathematik“, „Mathematik verstehen“, „Schritt für Schritt Mathematik“ sowie „Lösungswege“ sind auf Studyly mit Rechenwegen und Hinweisen integriert und können über die Aufgabennummer, Buchseite oder ein Schlagwort gefunden werden.

Nun wird diese Kooperation durch einen KI-Lerncoach ergänzt, der von Studyly entwickelt wurde und direkt in die App integriert ist.

Dabei wird genau analysiert, was Schüler:innen bereits können und diagnostiziert, wo Schwierigkeiten liegen. So sollen Lehrkräfte einen Überblick über die Kompetenzen der Klasse erhalten und wissen, in welchen Bereichen noch Erklärungen nötig sind. Sie können außerdem allen Lernenden automatisch passende Aufgaben zuweisen.

Wenn sich Schüler:innen mit einer Aufgabe schwertun, begleitet das Programm sie schrittweise durch den Rechenweg. Es liefert Hinweise darauf, warum ein Fehler entstanden ist, und gibt individuelle Hilfestellungen. Dies soll das selbstständige Lernen fördern und verhindern, dass sich Fehlvorstellungen festigen.

In Österreich entwickelt

Die dahinterliegende Künstliche Intelligenz wurde von Grund auf in Österreich entwickelt und läuft auf Servern in der EU. Da sie anhand mathematischer Gesetze agiert, bestehe nicht die Gefahr des Halluzinierens wie bei generativer KI, so der Claim.

Darüber hinaus wurde das Erstellen von Aufgabenpaketen neu gestaltet: Aufgaben können nun per Volltextsuche gefunden, mehrere Kapitel gleichzeitig ausgewählt und nach Kriterien wie Schwierigkeitsgrad gefiltert werden. Eine Mini-Preview ermöglicht zudem einen schnellen Überblick über die gewählten Aufgaben.

„Lehrkräfte wissen es sehr zu schätzen, dass sie mehrere tausend Übungsbeispiele aus unseren Mathe-Lehrwerken über Studyly verwenden können. Sie nutzen die Vorteile von Studyly, aber maßgeschneidert auf ihr Schulbuch. So ergänzen sich analoge und digitale Unterrichtsmittel perfekt“, so öbv-Geschäftsführer Philipp Nussböck.

Studyly-Founder möchte Angst vor Mathe nehmen

Studyly-Gründer Leon Frischauf, der bereits mit 14 Jahren parallel zur Schule an der Universität Mathematik studiert hat, will mit seinem Startup Schüler:innen die Angst vor der Rechenkunde nehmen: „Durch unsere Kooperation mit dem öbv können sie – online, aber auf ihr Schulbuch zugeschnitten – in ihrem eigenen Tempo üben und bekommen jetzt eine noch individuellere Hilfestellung. Damit sind wir international führend.“

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Johannes Ferner und David Feichter bilden nun zusammen die fiskaly-Führungsspitze | (c) fiskaly
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Fiskaly aus Wien wurde dieses Jahr von EY zum „Scaleup of the Year“ gekürt, wie brutkasten berichtete. Die Zahlen und Fakten zeigen, warum: Das 2019 gegründete Unternehmen wuchs im vergangenen Geschäftsjahr um 60 Prozent und ist profitabel. Es beschäftigt mehr als 150 Mitarbeitende, ist in acht EU-Ländern aktiv, betreut dort rund 1.900 B2B-Kunden mit mehr als einer Million POS-Systemen (Point of Sale) und ist Marktführer in Deutschland.

Nun verkündete das auf Fiskalisierung spezialisierte Unternehmen, das sich am „Sprung vom Scaleup zum etablierten Infrastrukturanbieter“ sieht, einen bedeutenden Neuzugang: David Feichter wird Co-CEO neben Johannes Ferner, der fiskaly gemeinsam mit Simon Tragatschnig und Patrick Gaubatz gegründet hat.

Vom „allerersten Kunden“ zum Co-CEO

Die Vorgeschichte ist dabei durchaus ungewöhnlich. Feichter war 2019 als CEO des deutschen POS-Anbieters orderbird der „allererste Kunde“ des Wiener Unternehmens. Damals verhandelte er den Deal mit Ferner. Erst in diesem Frühjahr gab Feichter die Führung von orderbird, mittlerweile Teil der Nexi Group, an Dirk Schmidt ab.

Die Doppelspitze soll fiskaly nun als „nächste Stufe der Unternehmensführung“ durch die nächste Wachstumsphase bringen. „Sich die Rolle des CEO zu teilen, ist eine strategische Entscheidung, die es uns ermöglicht, unsere sich ergänzenden Stärken optimal zu nutzen und das Wachstum fokussierter und strukturierter zu beschleunigen“, kommentiert Ferner. Und ergänzt: „Das ist ein Erfolg, auf den ich besonders stolz bin. Es ist ein Beweis dafür, dass in Österreich gemachtes Wachstum nach wie vor möglich ist.“

Weitere Akquisitionen geplant

Konkret soll Feichter den operativen Betrieb und die Skalierung der Organisation verantworten, während sich Ferner auf internationale Partnerschaften, Akquisitionen und die externe Repräsentation konzentriert. „Fiskaly hat sich eine starke Position im Bereich Transaction Compliance erarbeitet und das Ausmaß der Marktchance aufgezeigt. Unser Ziel ist es, diese Führungsposition weiter auszubauen und zu definieren, wohin sich die Kategorie als Nächstes entwickelt“, sagt Feichter.

Fiskaly kündigt zudem an, im Bereich M&A aktiv zu bleiben. Man baue auf der bisherigen Akquisitionsbilanz auf, „um schnell handeln zu können, sobald sich in Europa die richtigen Gelegenheiten bieten“. Bisher übernahm fiskaly die Deutsche Fiskal GmbH und Infrasec Sweden AB. 2024 hatte fiskaly mit Verdane einen großen Private-Equity-Investor an Bord geholt, der auch Kapital für Übernahmen bereitstellt.

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