08.05.2025
PV

Stromtastic: Leondinger Energy-Startup mit 6 Millionen Euro Umsatz 2 Jahre nach Gründung

Stromtastic unter Marco Steindl möchte die Energiebranche mit smarter Steuerungssoftware und einem großen Netzwerk an Elektrikern und Installateuren mitgestalten. Und ist in der kurzen Zeit seines Bestehens sehr erfolgreich.
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Stromtastic
© Stromtastic - Marco Steindl von Stromtastic.

„Wir sind relativ spontan gestartet“, sagt Stromtastic-Founder Marco Steindl zu seinen Anfängen, „mit dem Ziel, die Energiewende mitzugestalten. Und haben uns entschieden über Partner zu gehen. Mit regionalen Elektrikern und Installateuren.“ Mit dieser Vision im Kopf entwickeln er und sein Team seit 2022 eine herstellerunabhängige Softwarelösung für Lastmanagement und dynamische Strompreise, die eine intelligente Steuerung von Photovoltaikanlagen, Speichern und Ladeinfrastruktur per App ermöglicht.

Stromtastic: Expansion nach Deutschland

Denn die Elektrifizierung des Fuhrparks ist in vielen Unternehmen längst kein Zukunftsthema mehr: „Besonders in der E-Mobilität tut sich einiges“, sagt Steindl. „Fuhrparks werden umgestellt, doch häufig gibt es Probleme mit zu hohen Anlaufströmen und unterdimensionierten Zuleitungen.
Wir analysieren solche Herausforderungen projektspezifisch und entwickeln passende Alternativen – etwa durch den Einsatz von PV-Anlagen oder intelligenten Zwischenspeichern. Mit namhaften Kunden und aktuell über 80 Partnern sind wir bereits stark vernetzt. Derzeit bauen wir unsere Aktivitäten verstärkt in Richtung Deutschland aus, mit dem Ziel, unser Netzwerk auf 150 Partner zu erweitern.“

Zehn Millionen Euro Umsatz

Die Planung, Montage und Installation von PV-Anlagen, Gewerbespeichern und Superchargern erfolgt dabei durch das hauseigene Technik-Team. Ein besonderer Vorteil sei zudem, dass Stromtastic Dachdecker- und Elektriker-Kompetenz in einem Unternehmen vereine.

Zu den konkreten Anwendungsbereichen bei Stromspeichern gehören die Integration in Solaranlagen und Windparks, Stromversorgung für Industriebetriebe, Notstromlösungen für kritische Infrastrukturen sowie Peak Shaving und Netzstabilisierung. Beim Energie-Management-System (EMS) wird durch das Unternehmen eine Verbindung von Ladestationen für Elektroautos, Wärmepumpen, Stromspeichern und Intelligenten Haushaltsgeräten ermöglicht. Die Ladestationen indes bieten Ladeleistungen von 40 kW und 80 kW; mit der Stromtastic-Software ist es zudem möglich, den Strom öffentlich zu verkaufen und die Nutzung flexibel zu steuern.

Im ersten Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von 2,7 Millionen Euro erzielt, im zweiten Jahr sechs Millionen Euro. Für 2025 sind zehn Millionen Euro geplant – mit einer aktuellen Zielerreichung von 105 Prozent liege das Unternehmen bereits über Plan.

Stromtastic vor nächstem Schritt

„Unsere Softwarelösung hebt Energiemanagement auf das nächste Level: Sie ist offen für alle Hersteller und ermöglicht eine automatisierte, kosteneffiziente Steuerung – das ist einzigartig in der Branche“, so Steindl weiter. Bisher habe man alles ohne Fremdkapital geschafft, aber um den nächsten großen Schritt zu gehen, suche man gezielt nach Investoren.

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© Microsoft - Joachim Franz.

Microsoft gab heute bekannt, dass Joachim Franz mit 1. Oktober 2026 die Position des Country Manager Österreich übernehmen wird. Er folgt auf Hermann Erlach, der sich entschieden hat, eine Rolle außerhalb des Unternehmens anzunehmen.

Microsoft: Nutzung von KI vorantreiben

„Österreich ist für Microsoft ein strategisch bedeutender Markt. Joachim verbindet tiefgehende Branchenerfahrung mit einem klaren Kundenfokus und einem starken Verständnis dafür, wie sich Innovation in nachhaltigen Geschäftserfolg übersetzen lässt. Ich freue mich sehr, ihn in dieser Rolle willkommen zu heißen, und darauf, gemeinsam mit ihm und seinem Team die digitale Transformation und die Nutzung von KI in Österreich weiter voranzutreiben. Gleichzeitig möchte ich Hermann für seinen langjährigen Beitrag zu Microsoft danken. In den vergangenen fünf Jahren hat er maßgeblich dazu beigetragen, Digitalisierung und Innovation in Österreich voranzubringen. Er hat eine Organisation aufgebaut, die das Vertrauen von Kundinnen und Kunden sowie Partnern genießt und hervorragend für die Zukunft aufgestellt ist“, sagt Agnes Heftberger, Corporate Vice President & CEO, Microsoft Deutschland & Österreich.

Joachim Franz verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Managementberatung, digitale Transformation und Mobilität. Seit 2022 verantwortete er das Automotive-&-Mobility-Geschäft von Microsoft in Deutschland. Vor seinem Wechsel zu Microsoft hatte er verschiedene Führungspositionen im Volkswagen-Konzern inne und begann seine berufliche Laufbahn als Managementberater bei Accenture.

„Ich freue mich auf die neue Rolle und darauf, Teil des österreichischen Teams zu werden. Österreich bietet hervorragende Voraussetzungen, die Chancen der Künstlichen Intelligenz für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Wachstum zu nutzen. Ich möchte dazu beitragen, dieses Potenzial gemeinsam mit dem Team und unseren Kunden und Partnern in konkrete Ergebnisse für den Standort Österreich zu verwandeln“, kommentiert Franz seine neue Rolle.

„Manche Kapitel schwerer zu schließen“

Erlach selbst nahm per LinkedIn-Post Abschied: „Manche Kapitel sind schwerer zu schließen, weil sie prägen, wer wir sind. Wenn ich zurückblicke, sehe ich prägende Momente aus den vergangenen zehn Jahren und trage sie mit tiefer Dankbarkeit in mir. Doch erst Veränderung öffnet die Tür zu dem, was als Nächstes kommt. Nach vielen anspruchsvollen und wunderbaren Jahren bei Microsoft habe ich mich entschieden, eine neue, internationale Rolle außerhalb des Unternehmens zu übernehmen. Diese Worte zu schreiben, fühlt sich aufregend und schwierig zugleich an. Vor allem bin ich dankbar für das Vertrauen unserer Kunden, Partner und öffentlichen Institutionen – und für die Kolleginnen und Kollegen, die diesen Weg mit mir gegangen sind.“

Und weiter: „Ich freue mich, dass Joachim Franz die Rolle als Country Manager für Microsoft Österreich übernehmen wird. Er bringt umfangreiche Branchenerfahrung, Kundenorientierung und eine Leidenschaft dafür mit, Innovation in Wirkung zu verwandeln. Ich weiß, dass er seine eigene Energie und seine eigene Handschrift in das nächste Kapitel einbringen wird.“

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