17.12.2021

Stories for Good – Manchmal brauchen gute Dinge eine Geschichte

Der "Creative Incubator" für Impact-Startups startet Bewerbungsphase. Und hat namhafte Persönlichkeiten mit an Board.
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Stories for Good, Inkubator, Klässner, Sonnleitner, Startups,, Startup
(c) SFG - Thomas Niederdorfer, Gründer von Stories for Good.

„Mein Portal bewertet gänzlich oberflächlich und ohne Zustimmung das Aussehen von Studentinnen im Netz. Aber ich denke, es kann zu einem Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen mit über 2,9 Milliarden Usern werden“.

Man stelle sich nur vor, Mark Zuckerberg hätte diese Story erzählt, und nicht davon geredet, Menschen weltweit zu verbinden. Ihnen eine Plattform zu geben, auf der sie sich ausdrücken können und mit ihren liebsten Kontakt pflegen. Facebook wäre dann wohl von jemand anderem erfunden worden.

So wie auch in der Startup-Szene Gründerstories zum Wesen einer Unternehmung gehören, so ist es allgemein das Narrativ, das zählt, wenn man sein Produkt positionieren will oder seine Marke etablieren. Dies weiß Stories for Good-Gründer Thomas Niederdorfer, der mit seinem Startup ökologische und soziale Ideen fördern möchte und Verhaltensänderung von Menschen im Sinn hat. Dafür hat er sich prominente Unterstützung geholt.

Stories for Good-Gründer Niederdorfer: „Um die Welt zu verändern, brauchen wir zwei Dinge“

Der nach Eigenbenennung „Creative Incubator“ (Bewerbungen sind offen) adressiert Impact-Startups, die mit ihrer Business-Idee Gutes tun wollen. Das Inkubator-Programm bietet Teilnehmern Module wie „Brand Strategy“, „Brand Story“, „Branding“, „Mentoring-Workshops“, Rechtsberatung und Netzwerk-Events.

„Wollen wir die Welt langfristig zum Positiven verändern, brauchen wir zwei Dinge. Erstens, Ideen, die ökologisch und sozial sinnvoll und gleichzeitig ökonomisch erfolgreich sind. Und zweitens, Narrative, die die Menschen von diesen Ideen überzeugen und im Idealfall ihr bisheriges Verhalten ändern. Darum haben wir Stories for Good gegründet“, sagt Niederdorfer.

Seiner Ansicht nach brauchen Gründer:innen, die Nachhaltigkeit, Soziales und Wirtschaftlichkeit miteinander in Einklang bringen wollen, eine relevante Geschichte, die sie Investor:innen, Kund:innen, Mitarbeiter:innen, Medien und Partnern erzählen können. Sein Startup verbinde deshalb klassische Inkubator-Angebote (Workshops, Coaching, Networking) mit „kreativer Markenentwicklung“ und der „Kunst des Storytellings“.

Has.to.be, magdas Hotel und Hero Box an Board

Niederdorfer hat es geschafft für sein Vorhaben namhafte Gründer:innen zum Mitmachen zu bewegen. Darunter Board Members, wie Gabriela Sonnleitner von magdas Hotel, Philipp Kinsky Investor und Partner der Herbst Kinsky Rechtsanwälte, Alexandra Brandl, Gründerin von Hero Box, die heuer mit Vytal fusionierten oder etwa Martin Klässner, Gründer von has.to.be, der im Juli einen 250 Millionen-Exit hingelegt hat. Sie und auch andere stehen neben Coachings auch bei Netzwerk-Events mit Vorträgen und Workshops den teilnehmenden Gründerinnen und Startups zur Verfügung.

„Stories for Good behandelt das wichtigste Thema, an dem vor allem gute Startups meistens scheitern. Ich habe vielfach gesehen, dass vor allem die besten Startups meistens diejenigen sind, die ihre Geschichte am schlechtesten erzählen. Dies ist nicht negativ, sondern sie haben sich jeweils lediglich vorrangig darauf konzentriert, ihre Lösungen perfekt zu gestalten“, erzählt Klässner dem brutkasten.

Und fügt an: „Genau hier ist es sinnvoll, dass man nun unterstützt und die besten Lösungen in den richtigen Geschichten erzählt, damit sie zu Erfolgsgeschichten werden. Für mich ist es wichtig, in allen Bereichen der Entwicklung auf eine ehrliche Nachhaltigkeit zu achten. Produkte und Lösungen müssen immer einen guten Zweck verfolgen, damit sie erfolgreich sind und auch bleiben. Die Entwicklungen im Bereich Energie, Mobilität und Medizin werden in den kommenden Jahren noch viele innovative Lösungen liefern. Das treibt mich an, hier aktiv mit zu gestalten.“

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Foto: epilogy.photography

Während der ViennaUP wurde Wien einmal mehr zur internationalen Drehscheibe der Startup-Welt. Inmitten dieser Woche voller Begegnungen, Ideen und Innovationen setzte ein Event einen ganz besonderen Akzent: Im Wien Museum, mit weitem Blick über den Karlsplatz, kamen zahlreiche Founder, Investor:innen, Corporate-Partner und Wegbegleiter:innen zusammen, um ein Jubiläum zu feiern, das sinnbildlich für den internationalen Fokus des österreichischen Innovationsstandorts steht: 10 Jahre Global Incubator Network Austria (GIN).

Schon beim Eintreten wurde spürbar, was GIN über das vergangene Jahrzehnt ausgemacht hat – das Zusammenspiel aus österreichischen Wurzeln und globaler Reichweite. Gründer:innen aus Wien trafen auf asiatische Startups, die diese Woche in der Stadt zu Gast waren, um in Europa Fuß zu fassen.

Foto: epilogy.photography

Eine von ihnen war Nga Chi Lydia Yip, Co-Founderin und CSO von Elleon Biotech aus Hongkong. Ihr Startup hat ein Reagenz entwickelt, mit dem sich markierte Zellen – etwa Krebs- oder virusinfizierte Zellen – mit bloßem Auge oder per Smartphone sichtbar machen lassen, ganz ohne teure Mikroskope oder geschultes Personal. „Ich habe in den letzten Tagen mehr wertvolle Leads getroffen als in zwei Jahren in Hongkong“, erzählte sie. Über das GIN-Programm war sie auf der Suche nach einem strategischen Partner für die Antikörper-Produktion – und wurde bei einem der Networking-Momente tatsächlich fündig. „Ich liebe den Vibe hier. Die Leute sind wirklich da, um einander zu helfen.“

Genau diese Atmosphäre baut GIN seit 2016 systematisch auf: Verbindungen, die weit über ein einzelnes Programm oder eine Delegationsreise hinausreichen.

Ein Jahrzehnt Brückenbauen zwischen Österreich und Asien

Seit seiner Gründung 2016 verfolgt GIN ein klares Ziel: innovative Startups beim internationalen Wachstum zu unterstützen und gleichzeitig Österreich als zentralen Innovationsstandort zu stärken. Unter dem Leitgedanken „Connecting the Circles of Growth“ hat sich daraus ein Netzwerk entwickelt, das weit über klassische Förderprogramme hinausgeht.

Die Bilanz nach zehn Jahren spricht für sich: 756 unterstützte Startups, 71 internationale Programm-Batches, 7 zentrale Partnerregionen und über 30 internationale Innovationspartner. Im Zentrum stehen die beiden Programme GO ASIA und GO AUSTRIA, die den Austausch in beide Richtungen ermöglichen – ein zweiseitiger Ansatz, der GIN zu einer einzigartigen Brückenbauerin macht. Geschichten wie jene von Elleon Biotech zeigen, was das konkret bedeutet.

Foto: epilogy.photography

Zur Beginn reflektierten Henrietta Egerth (Geschäftsführerin FFG) und Bernhard Sagmeister (Geschäftsführer aws) über die Vision hinter GIN, die gemeinsame Steuerung der beiden Programme und den Blick nach vorne. „Zehn Jahre Global Incubator Network Austria bedeuten zehn Jahre messbaren Impact für das österreichische Startup-Ökosystem und weit darüber hinaus“, betont Henrietta Egerth. „Allein am aktuellen GIN-Programm nehmen 56 Startups aus sieben asiatischen Zielregionen teil – mehr als jemals zuvor.“

Panel: Local Roots, Global Reach

Unter dem Titel „Local Roots, Global Reach: The New Rules of Internationalization“ diskutierte ein hochkarätig besetztes Panel die veränderten Spielregeln internationaler Expansion. Marcus Berger (CEO, Aviloo), Ayashi Das Majumder (Co-Founderin & COO, Sensegrass), Markus Lang (General Partner, Speedinvest) und Andreas Mühlberger (Infineon Technologies Austria) brachten vier sehr unterschiedliche Perspektiven zusammen. Die zentrale Botschaft: Für einen kleinen Exportmarkt wie Österreich ist Internationalisierung essenziell – gleichzeitig aber komplexer geworden, und sie gelingt nur durch starke Partnerschaften und langfristige Begleitung.

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Workshop: Impulse für die nächsten zehn Jahre

Im interaktiven Workshop-Teil, moderiert von Viktoria Ilger (Venture Clienting Austria), wurden die Gäste selbst zu Mitgestaltenden. An mehreren Tischen diskutierten sie in kleinen Runden über die zentralen Fragen rund um Internationalisierung. Begleitet wurde der Nachmittag von einem Live-Graphic-Recording-Team, das die wichtigsten Gedanken und Erkenntnisse in Echtzeit visuell festhielt – ein wachsendes Bild, das ebenso entstand wie die Insights selbst und am Ende eindrucksvoll präsentiert wurde.

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Blick nach vorne: Indien als nächster Meilenstein

Mit der geplanten Erweiterung von GIN GO ASIA nach Indien ab 2027 wurde ein klares Signal für die nächste Phase gesetzt. Bereits heute holt das aktuelle GO AUSTRIA Programm sieben indische Deep-Tech-Startups nach Österreich. Indien zählt mittlerweile über 130 Startup-Unicorns und entwickelt sich mit enormer Dynamik zu einem der wichtigsten Technologie- und Wachstumsmärkte der Welt. Mit der India-Austria Startup Bridge wurde bereits vor zwei Jahren ein erstes Instrument geschaffen, um indische Startups nach Österreich zu holen – ab 2027 öffnen sich die Türen gezielt auch für österreichische Startups in diesen Zukunftsmarkt. So festigt GIN Österreichs Rolle als europäisches Gateway für Innovation, Technologie und internationale Zusammenarbeit.

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Eine Community feiert

Zum Abschluss wurde sichtbar, was GIN über die Zahlen hinaus ausmacht: eine globale Community aus Foundern, Partner:innen, Mentor:innen und Freund:innen. In einem Happy-Birthday-Video schickten Wegbegleiter*innen aus aller Welt ihre Glückwünsche. Das GIN-Team kam auf die Bühne, die Gläser wurden erhoben – und der Nachmittag mündete in eine Feier, die anschließend bei GIN & Friends am Karlsplatz ihre Fortsetzung fand. Für Lydia Yip stand da nur noch ein letztes Meeting an, bevor auch sie dazustieß: „Ich hätte nie erwartet, dass eine Geschäftsreise so viel Freude macht.“


Das Global Incubator Network Austria (GIN) ist eine Initiative der österreichischen Bundesregierung und wird von der Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) umgesetzt. Ziel ist es, Start-ups, Investor:innen und Innovationspartner:innen international zu vernetzen und den Innovationsstandort Österreich nachhaltig zu stärken. Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt.

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