02.07.2019

Stephanie Cox wird nicht mehr für den Nationalrat kandidieren

Bis September 2019 wird Stephanie Cox noch die Liste Jetzt (vormals Liste Pilz) im Nationalrat vertreten. Danach zieht es sie zu neuen Ufern.
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Stephanie Cox - Startup-Politik
(c) Stephanie Cox

Stephanie Cox (Liste Jetzt) wird bei der kommenden Nationalratswahl nicht mehr für die Partei kandidieren. Bis September wird Cox noch im Parlament sitzen, wie sie gegenüber dem brutkasten sagt. Cox ist seit November 2017 Abgeordnete im Nationalrat, damals noch unter dem Parteinamen Liste Pilz. Sie behandelte dort vor allem die Themen, Digitalisierung, Bildung und Gleichbehandlung.

+++Andreas Tschas verlässt Digitalisierungsagentur+++

Ihre Entscheidung gibt sie in einem Facebookposting bekannt. Sie sei nach zahlreichen Gesprächen mit Freunden und Familie zu der Entscheidung gekommen, dass sie gesellschaftliche Entscheidungen künftig wieder als Unternehmerin anpacken möchte, schreibt sie dort: „Die Zeit für unternehmerische Projekte hat mir abseits des politischen Tagesgeschäfts einfach gefehlt. Bis zum Ende der Legislaturperiode werde ich mich natürlich im Parlament trotzdem noch voll reinhängen.“

Die zukunftsorientierte Herangehensweise werde sich künftig wieder durch Projekte und unternehmerische Tätigkeit äußern, erläutert sie im nachfolgenden Video: „Für mich geht es jetzt auf zu neuen Ufern.“ Nach einer kurzen Verschnaufpause möchte sie 2020 ihre nächsten Schritte bekanntgeben. 

Während ihrer Zeit im Nationalrat hat Cox eine mögliche AI-Strategie für Österreich ausgearbeitet. Im Bereich der Bildung hat sie sich für eine Fortführung der Inklusionsklassen stark gemacht. „Wichtig war mir das lösungsorientiere und das fraktionsübergreifende Arbeiten“, sagt sie im Video: Denn wenn man Lösungen erarbeiten will, dann gibt es keine Grenzen. „Wie ihr euch vorstellen könnt, war das nicht immer easy“, ergänzt sie: Trotzdem sei sie dankbar für die Erfahrungen, die sie dort gemacht hat.

Stephanie Cox: Pionierin bei „Pioneers“

Vor ihrer politischen Laufbahn sorgte Cox vor allem in der Startup-Szene für Aufmerksamkeit. So begann die ihre berufliche Karriere von 2010 bis 2012 als HR- und Projektmanagerin bei STARTeurope, dem Vorläufer von Pioneers. Vor ihrem Einzug ins Parlament organisierte sie gemeinsam mit Leo Widrich die Flüchtlings-Jobmesse „chancen:reich“.

„Danke auch für den Support aus der Community. Ich habe nicht nur super Input und inhaltlichen Support bekommen, sondern sehr oft wurde mir der Rücken gestärkt,“ sagt sie nun gegenüber dem brutkasten: „Ich glaube es ist wichtig, dass wir auf politischer Ebene mitmischen.  Gerade in der Frage des Klimawandels spielen auch technologische Lösungen eine wichtige Rolle. Hier braucht es Innovation und VordenkerInnen. Dasselbe gilt bei der KI. Solche Themen haben mir Spaß gemacht auf den Tisch zu bringen. Letztlich mit meiner eigenen KI- Strategie 2018.“

Auf die Frage, ob sie sich vorstellen kann zur Politik zurückzukehren, antwortet Cox: „Sag niemals nie. Ich habe gerade erst meinen dreißigsten Geburtstag gefeiert und habe noch viel vor. In Zeiten von zunehmender Digitalisierung und immer bedrohlicher werdendem Klimawandel gibt es für meine Generation und mich jede Menge zu tun.“

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vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media
vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder und President) | © DREAM/eclipse media

Etwa eineinhalb Monate nach seiner Series-C-Finanzierungsrunde über 260 Millionen US-Dollar (brutkasten berichtete) verkündete das Cybersecurity-Scaleup Dream nun den Start eines neuen Standorts in Zürich. Das berichtet das Schweizer Magazin Bilanz. Seinen Sitz hat das zuletzt mit drei Milliarden US-Dollar bewertete Unternehmen in Tel Aviv. Bereits vor mehr als einem Jahr kam Wien als erster Europa-Standort hinzu.

100 Mio. US-Dollar Jahresumsatz

Das Unternehmen rund um den österreichischen Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (President) und den als früheren NSO-Chef bekannten israelischen Unternehmer Shalev Hulio (CEO) hat nach eigenen Angaben aktuell rund 450 Mitarbeiter:innen und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 100 Millionen US-Dollar. Kunden sind vor allem Staaten und Betreiber kritischer Infrastruktur.

„Ich bin ein grosser Schweiz-Fan“

„Wir haben begonnen, dort ein Team aufzubauen“, sagt Kurz nun über die Pläne in Zürich. Aktuell ist jedoch noch nicht klar, wie groß der Standort letztlich wird. Allerdings soviel: Die Schweiz sei „ein wichtiger Markt“, so Kurz. „Ich bin ein grosser Schweiz-Fan. Daher ist es natürlich schön, auch in der Schweiz tätig zu sein.“ Im Zuge dessen äußerte sich Kurz auch kurz zur Unternehmensentwicklung. Der Hauptfokus liege aktuell auf weiterem Wachstum, man arbeite aber bereits profitabel. Und: „Ein Börsengang ist absolut ein Thema.“

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