12.04.2021

Startupland Vorarlberg: Das sind alle Anlaufstellen für Startups 2021

Fast 50 Anlaufstellen verzeichnet die Initative Startupland in Vorarlberg. 2020 wurden im Ländle 1.200 neue Unternehmen gegründet.
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Thomas Gabriel und Julia Grahammer von Startupland Vorarlberg © Eva Sutter
Thomas Gabriel und Julia Grahammer von Startupland Vorarlberg © Eva Sutter

1.200 Unternehmen wurden in Vorarlberg 2020 trotz schwieriger Bedingungen neu gegründet – elf Prozent mehr als im Jahr davor. Startups setzten dabei verstärkt auf digitale Produkte und Services, wie die Initiative Startupland Vorarlberg erhoben hat. „Viele Startups haben die vergangenen Monate genutzt, um ihre digitalen Geschäftsmodelle voranzutreiben. Der große Vorteil von Startups liegt darin, dass sie keine Altlasten mitbringen und sich nicht in starren Strukturen befinden. Damit können sie sich flexibel an aktuelle Gegebenheiten anpassen“, sagt Mitinitiator Thomas Gabriel. 

Jetzt will die Initiative dafür sorgen, dass die florierende und wachsende Startup-Szene sich im Ländle gut zurechtfindet. Dazu wurde eine Karte mit allen Anlaufstellen und Initiativen entworfen, die einen Überblick und eine schnelle Orientierung bietet. „Es geht darum, auf einen Blick zu zeigen, welche Anlaufstellen und Angebote es gibt. Dabei ist es gerade die Vielfalt, die unser Ökosystem ausmacht: Jeder Player hat in diesem System seine eigene und wichtige Rolle“, sagt Julia Grahammer, Leiterin von Startupland Vorarlberg.

Anlaufstellen rund um „Hauptbahnhof“ Postgarage

Das Ergebnis ist eine Übersichtskarte im Stile eines Netzlinienplans. Dieses „fiktive Busnetz“ habe man auch gewählt, weil es in Vorarlberg tatsächlich ein sehr gutes Linienbusnetz gebe, so die Initiatoren. Im Mittelpunkt der Karte steht die Postgarage als Zentrum der Vorarlberger Startup-Szene. Von dort ausgehend entwickeln sich insgesamt fünf Linien, die unterschiedliche Bereiche des Ökosystems abdecken.

Die meisten „Stationen“ hat die gelbe Linie, die wichtige Szene-Events abdeckt – das reicht von Fuckup Nights über das Startupland Frühstück bis hin zur Interactive West. Die rosafarbene Linie deckt Bildunseinrichtungen und Forschung ab. Blau zeigt alle Coworking-Spaces und Inkubatoren auf, grün sind Förderstellen und weiß weitere Anlaufstellen und Netzwerke. Insgesamt hat das Netzwerk des Startuplandes fast 50 „Stationen“.

Das Startup-Ökosystem Vorarlberg mit allen Anlaufstellen 2021 © Startupland Vorarlberg
Das Startup-Ökosystem Vorarlberg mit allen Anlaufstellen 2021 © Startupland Vorarlberg

Founder mit Rahmenbedingungen im Ländle zufrieden

Die Vorarlberger Gründerinnen und Gründer finden die Rahmenbedingungen in dem westlichsten Bundesland sehr gut. Das ergaben zwei Barometer-Umfragen, an denen vergangenes Jahr rund 100 Founder teilnahmen. Als besonders positiv wurden Büro- und Beratungs-Angebote eingestuft. Auch der Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wird geschätzt. „Startupland hat sich seit der Gründung im Jahr 2018 zu einer bedeutenden Anlaufstelle für Startups in Vorarlberg entwickelt. Auch die Politik hat erkannt, wie wichtig es ist, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen. 2021 möchten wir diesen Weg gemeinsam weitergehen und ausbauen, weiterhin für Sichtbarkeit für Startups sorgen und die Plattform Startupland weiter ausbauen“, sagt Grahammer.

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Christina Hirschl, Geschäftsführerin von Silicon Austria Labs | (c) Helge Bauer
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Laut internationaler Energieagentur wird sich der weltweite Stromverbrauch der Rechenzentren bis 2030 auf rund 945 Terawattstunden mehr als verdoppeln. Das entspricht etwas mehr als dem gesamten Stromverbrauch Japans heute. Während die EU ein verpflichtendes Nachhaltigkeits-Label entwirft, um den Energie- und Wasserverbrauch der Branche einheitlich bewerten zu können, arbeitet man in Österreich bei Silicon Austria Labs an energieeffizienter KI und Rechen-Hardware.

Stromsparen mittels Chip-Bausteinen und optimierten KI-Modellen

Bei Silicon Austria Labs arbeitete man schon 2025 an einer effizienteren KI, wie brutkasten berichtete. Nun soll Energie mittels Hardware-Beschleunigern gespart werden, also mit Chip-Bausteinen, die KI-Berechnungen mit wesentlich geringerem Energieaufwand ausführen als herkömmliche Prozessoren. So entwickelt das Silicon Austria Labs für das europäische Projekt ISOLDE im Rahmen des Chips Joint Undertaking energieeffiziente Beschleuniger.

„Unsere Stärke liegt darin, KI dort effizient zu machen, wo sie tatsächlich rechnet, im Chip und im Datacenter“, sagt Christina Hirschl, CEO von Silicon Austria Labs. „Wir entwickeln Hardware und Verfahren, die dieselbe Rechenleistung mit deutlich weniger Energie erbringen. Das ist die Grundlage, damit KI in Europa nachhaltig wachsen kann.“

Zudem optimiert Silicon Austria Labs KI-Modelle so, dass sie Daten nicht in große Rechenzentren senden, sondern direkt auf den jeweiligen Geräten laufen, wie etwa Haushaltsgeräten, Sensoren oder Satelliten. Auch an einem energieeffizienten „föderierten Lernen“ wird bei Silicon Austria Labs geforscht. Bei dem Prozess wird KI trainiert, ohne dabei sensible Daten zusammenzuführen.

Energiesparende Elektronik für ein unabhängiges Europa

Laut Silicon Austria Labs geht es bei der Forschung nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um die technologische Unabhängigkeit Europas. Durch selbst entwickelte energieeffiziente Chips und Verfahren sei man weniger abhängig von außereuropäischen Anbietern. „Energieeffiziente Elektronik ist ein Standortvorteil für Österreich und Europa“, sagt Hirschl. „Wer die sparsamste Technologie beherrscht, macht sich unabhängiger und verbindet Digitalisierung mit Klimazielen.”

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