25.07.2017

startup300 investiert in Medizin-Startup mooci

mooci bekommt eine Finanzspritze vom Business Angel-Netzwerke startup300 sowie dem Business Angel Florian Mainx. Neben dem Investment wird startup300 mooci bei strategischen Entscheidungen unterstützen und bei der weiteren Entwicklung des Startups mit seinem Netzwerk zur Seite stehen.
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Nach Krankheiten, Unfällen oder Operationen steht nicht die Sehnsucht nach „mehr Schönheit“ bei den Patienten im Mittelpunkt, sondern der Wunsch nach rekonstruktiven Eingriffen. „Fast 70 Prozent der Anfragen auf mooci drehen sich um rekonstruktive Chirurgie, also der Wiederherstellung des Aussehens und nicht der „Verschönerung“ des Körpers“, sagt Janis Jung, Co-Founder und CEO von mooci. Der Markt für Ästhetische Chirurgie und Schönheitsmedizin wächst seit Jahren stark. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gab es 2015 rund 700.000 operative Eingriffe.

Redaktionstipps

Geprüfte Ärzte

Mooci ist eine Online-Plattform, die Patienten mit Ärzten der rekonstruktiven und ästhetischen Medizin zusammenbringt und dabei als Expertennetzwerk und Instanz für Qualität fungiert. Die Ärzte werden hinsichtlich Ausbildung, Erfahrung und Reputation durch einen unabhängigen Beirat aus Juristen und Medizinern geprüft. Derzeit sind rund 60 Ärzte aus 39 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Mooci erfasst.

Neu an Bord

Nun sind auch startup300 sowie der Business Angel Florian Mainx bei dem Medizin-Startup eingestiegen. Neben Kapital sollen sie auch strategisches Wissen und Zugang zu ihrem Netzwerk einbringen.

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calliora
© calliora - Frederik Träuble und Jonas Wildberger.

Das Münchner Startup calliora von Frederik Träuble und Jonas Wildberger entwickelt eine KI-Plattform für Krankenhäuser, die den Verwaltungs- und Abrechnungsaufwand reduzieren und Erlöse besser absichern soll. Nach Angaben des Unternehmens begleitet die Software Behandlungsfälle von der Aufnahme bis zur Abrechnung und verknüpft dafür Informationen aus verschiedenen bestehenden Systemen.

calliora: Fokus auf Dokumentation und Abrechnung

Ein Schwerpunkt liegt auf Dokumentation und Abrechnung. Die Plattform unterstützt bei der Kodierung und prüft Fälle auf typische Prüfmuster des Medizinischen Dienstes. Zudem sollen abrechnungsrelevante Informationen frühzeitig erkannt und für die weitere Bearbeitung im Krankenhaus bereitgestellt werden. Für das Controlling bietet calliora eigene Auswertungen und Analysen an.

Hinter dem Produkt steht die Annahme, dass Informationen zu einem Behandlungsfall in Krankenhäusern über zahlreiche unterschiedliche Systeme und Prozesse verteilt sind. Fehlen Angaben oder werden sie nicht an der richtigen Stelle übernommen, kann dies zu zusätzlichem Bearbeitungsaufwand oder zu Problemen bei der Abrechnung führen. Calliora will diese Lücken durch eine zentrale, KI-gestützte Verarbeitung der vorhandenen Informationen verringern.

Bertelsmann und Angel-Investoren dabei

Nun hat das Münchner Startup eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über sechs Millionen US-Dollar abgeschlossen: „Unsere Pre-Seed-Runde wird von BHI – Bertelsmann Healthcare Investments und redalpine angeführt. Mit dabei sind Angel-Investoren aus Krankenhausmanagement und KI, darunter Dr. Ulrich Wandschneider (ehemaliger CEO von Asklepios und Mediclin AG), Sara Siegel (Global Health Sector Leader, Deloitte), Peter Sarlin (Postscriptum, NestAI, QuTwo & Silo AI) und Frank Hutter (Prior Labs)“, schreibt das Startup in einem LinkedIn-Post.

Die Plattform soll bereits bei der Aufnahme eines Falls unterstützen und prüfen können, ob eine Behandlung ambulant, stationär oder als Hybrid-DRG abzurechnen ist. Dabei dokumentiert sie die dafür maßgeblichen Gründe. Im weiteren Verlauf soll die Software fehlende Informationen, Fristen und mögliche nächste Schritte erkennen und das Klinikpersonal dort einbinden, wo eine menschliche Prüfung erforderlich ist.

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