08.02.2017

Startup Guide Vienna: Vorverkauf gestartet – Release Anfang März

Inzwischen wurden erste Inhalte des Startup-Reiseführers bekannt. Nach dem Launch am 2. März wird er über die Partnerorganisationen erhältlich sein. Bereits jetzt kann er online vorbestellt werden.
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(c) Strategieforum Wien: Julia Matzinger (project manager), Thomas Maidorfer (Startegieforum), Rudolf Dömötör (WU Gründungszentrum)
kooperation

Dass ein Startup-Ecosystem ganz schön unübersichtlich sein kann, ist wohl eine Erfahrung, die nicht nur Gründer machen. Relevante Institutionen und Einrichtungen im Auge zu behalten, ist die eine Herausforderung. Die andere ist, einen Überblick über die Startups selbst zu bekommen. Beide Probleme will das dänische Founder-Duo Sissel Hansen und Thomas Nymark Horsted mit dem Startup Guide lösen. Für Städte wie Berlin, Kopenhagen und Lissabon haben sie bereits erfolgreich so einen „Reiseführer“ in Buchform herausgebracht. Am 2. März erscheint die Wien-Ausgabe.

Redaktionstipps

Experten-Auswahl aus über 400 Nominierungen

Was den Inhalt des Guides angeht, verlassen sich die dänischen Gründer ganz auf ihre Wiener Partner. Das WU Gründungszentrum und das ebenfalls an der WU ansässige Wiener Strategieforum arbeiteten in den vergangenen Monaten am Startup Guide. Davor lag ein zweistufiger Auswahlprozess. Zunächst konnte die Community Institutionen, Einrichtungen und Startups nominieren – diese Möglichkeit wurde über 400 Mal wahrgenommen. Dann beriet ein Advisory Board mit Experten aus der lokalen Startup-Branche über die finale Auswahl.

+++ Startup-Statistik: Österreichs Founder sind männlich und sehr optimistisch +++

Erste vertretene Startups bereits bekannt

Schon jetzt hat der Brutkasten einen ersten Einblick erhalten, welche Startups es in den Guide geschafft haben. So sind etwa finderly, whatchado, Robo Wunderkind, Waytation und mySugr vertreten. Die Abschnitte über sie sollen als Case Studies anderen Startups helfen. Tipps für Startups kommen auch von den Partnerinstitutionen Wiener Wirtschaftsagentur und Wiener Wirtschaftskammer, die das Projekt nicht nur finanziell unterstützen. Allen voran bringen natürlich WU Gründungszentrum und Strategieforum Know-How ein.

„Das Projekt trägt dazu dabei, die Dynamik und Diversität der Startup-Community nicht nur lokal, sondern vor allem auch international sichtbar zu machen“

Mehr internationale Sichtbarkeit

„Das Projekt trägt dazu dabei, die Dynamik und Diversität der Startup-Community nicht nur lokal, sondern vor allem auch international sichtbar zu machen“, sagt Rudolf Dömötör, Leiter des WU Gründungszentrums. „Der Startup Guide als Buch ist eine ideale Möglichkeit sich einen Eindruck der Wiener Startup-Landschaft zu verschaffen, wenn man sich nicht durch die Flut an Informationen im Internet kämpfen will. Es stecken Monate an Recherche und journalistischer Aufbereitung im Buch. Das macht Lust auf mehr.”, ergänzt Strategieforum-Geschäftsführer Thomas Maidorfer.

+++ Hub Wien: Ein bisschen Euphorie ist angebracht – und dann wieder zurück zur Arbeit! +++


Bereits jetzt ist der Startup Guide Vienna für 16 Euro im Online-Vorverkauf erhältlich: ⇒ Hier geht’s zu Vorverkauf

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Wolfgang Reisinger und Michael Hurnaus bildeten die Führungsspitze von Tractive und sind nun auch bei Traxit an Bord | (c) Tractive
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Schon davor, aber spätestens im März dieses Jahres wurde Tractive zu einer der ganz großen Startup-Geschichten des Landes. Mit 900 Millionen US-Dollar (rund 770 Millionen Euro) erzielte das oberösterreichische PetTech diesen Frühling bekanntlich den vermutlich größten Startup-Exit in der heimischen Geschichte. Käufer war das durchaus umstrittene italienische Unternehmen Bending Spoons, das wenige Monate nach der Übernahme, seinem üblichen Vorgehen entsprechend, einen Stellenabbau umsetzte (brutkasten berichtete).

Schon zuvor war – ebenfalls dem Playbook des Mailänder Konzerns folgend – der überwiegende Großteil des Führungsteams ausgetauscht worden. Dieses arbeitet nun aber in einem durchaus außergewöhnlichen Schritt geschlossen an einem neuen Projekt, das heute offiziell launcht: Traxit.

Hurnaus und 18 Leadership-Mitglieder melden sich mit neuem Projekt zurück

Alle 18 Mitglieder des Leadership-Teams zum Zeitpunkt des Exits sowie ein weiteres ehemaliges Leadership-Mitglied sind im neuen Unternehmen an Bord. Tractive-Gründer und Ex-CEO Michael Hurnaus wird damit seiner Aussage gegenüber brutkasten aus dem Mai, er werde sich sechs Monate lang nur Familie und Freizeit widmen, nicht ganz gerecht.

Mit Traxit startet nun ein Early-Stage-Investmentvehikel – zunächst mit einem niedrigen siebenstelligen Kapitalbetrag. „Wir haben alle Kapital eingebracht“, sagt Maria Rupprechter im Gespräch mit brutkasten. Die ehemalige Chief of Staff von Tractive übernahm gemeinsam mit Bernhard Trauner, ehemaligem VP Finance, die Geschäftsführung von Traxit.

„Können wirklich alle Aspekte abdecken“

Vergeben werden sollen von Traxit Tickets zwischen 50.000 und 150.000 Euro pro Unternehmen. Im Fokus stehen dabei Early-Stage-Unternehmen, die bereits erste Umsätze erzielen. Doch natürlich geht es nicht nur um Kapital, sondern auch und vor allem um Expertise für die Startups. „Durch die Breite unseres Teams mit der Erfahrung aus einem sehr erfolgreichen Scaleup können wir wirklich alle Aspekte abdecken“, sagt Rupprechter. Zu den Erfahrungen aus allen Führungsbereichen von Tractive kommen dabei auch Berufserfahrungen aus ehemaligen Jobs, etwa bei anderen Startups und Scaleups oder Unternehmen wie Microsoft, Amazon, Trivago, Zalando und KPMG hinzu.

Maria Rupprechter übernahm gemeinsam mit Bernhard Trauner die Geschäftsführung von Traxit | Foto bereitgestellt

Diese Expertise einzubringen, wolle man sich „nicht nur auf die Fahnen schreiben, sondern den Startups dann auch wirklich zur Verfügung stehen“, so die Co-Geschäftsführerin. Entsprechend gebe es auch von allen 19 Traxit-Gründer:innen das Commitment, Zeit für die Portfolio-Startups aufzuwenden – nicht nur in Sparring-Calls und Workshops, sondern auch bei konkreten strategischen Fragen und operativen Herausforderungen.

Pay-it-forward-Philosophie

„Wir wollen für Gründerinnen und Gründer der Angel Investor sein, den wir uns selbst am Anfang gewünscht hätten“, kommentiert Michael Hurnaus in einer Aussendung zum Launch. „Gleichzeitig hatten wir bei Tractive das große Privileg, gerade in unseren frühen Jahren außergewöhnlich viel Unterstützung aus dem österreichischen Startup-Ökosystem zu bekommen. Die Runtastic-Gründer und Hansi Hansmann haben uns nicht nur Kapital gegeben, sondern waren für uns mit Erfahrung, Kontakten und konkretem Rat da. Auch später waren Gespräche mit anderen Gründerinnen, Gründern und Scaleup-Führungskräften oft unglaublich wertvoll. Mit Traxit möchten wir genau diese Form der Unterstützung weitergeben.“

Vier Investments bereits in Signing-Phase

Die ersten vier Investments von Traxit sind bereits unter Dach und Fach – eines in Oberösterreich, eines in Wien, eines in Deutschland und eines im Vereinigten Königreich. Weitere Details könne man aktuell noch nicht verraten, weil man sich jeweils in der Signing-Phase befinde, sagt Rupprechter. Alle aktuellen Deals kommen dabei aus dem Netzwerk – konkret über Michael Hurnaus. „Unser Dealflow wird generell aus dem Netzwerk kommen. Jedes Mitglied kann Vorschläge einbringen“, erklärt die Co-Geschäftsführerin. Entschieden werde darüber dann „pragmatisch, schnell und auf kurzem Wege“ im internen Investment-Komitee.

Im Fokus stehen werden dabei „Geschäftsmodelle mit Consumer-Fokus, wiederkehrenden Umsätzen, Hardware-plus-Subscription-Modellen sowie Unternehmen aus dem PetTech- und Haustierbereich“. Gleichzeitig will Traxit aber auch „bewusst einen relevanten Teil der Investments“ in Österreich tätigen. „Entscheidend ist dabei natürlich, ob wir eine Opportunity sehen und auch, ob wir glauben, dass wir einen Beitrag über Geld hinaus leisten können“, sagt Rupprechter.

Denn, wie Hurnaus sagt: „Wir haben über viele Jahre gemeinsam Tractive aufgebaut, Probleme gelöst, Fehler gemacht, Chancen genutzt und sehr viel gelernt. Jetzt gemeinsam in großartige Unternehmerinnen und Unternehmer zu investieren und sie ein Stück ihres Weges zu begleiten, fühlt sich wie eine sehr natürliche Fortsetzung dieser gemeinsamen Reise an.“

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