02.09.2025
INVESTMENT

StartMatch: Wiener KI-Startup mit sechsstelliger Seed-Runde

StartMatch hat eine KI-Plattform entwickelt, die Unternehmen helfen soll, passende Förderungen zu finden und komplette Anträge automatisch zu erstellen. Dafür gab es nun frisches Kapital.
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© StartMatch.AI - Oliver Lukesch (l.) und Robert Kopka von StartMatch.

Das Wiener Startup StartMatch möchte die Hürden für Förderungen senken und die Antragserstellung in Stunden statt Wochen ermöglichen – brutkasten berichtete. Im April launchten die beiden Founder Robert Kopka (Gründer von Luke Roberts) und Oliver Lukesch die angekündigte KI-gestützte Fördersuche, die individualisierte Empfehlungen zu konkreten Vorhaben erstellt. Für dieses Konzept gab es nun ein sechsstelliges Investment.

StartMatch: Pokerprofi und Angels

Konkret hat das Wiener KI-Startup eine Seed-Finanzierungsrunde im mittleren sechsstelligen Bereich erfolgreich abgeschlossen. Mit an Bord sind namhafte Angel-Investoren, unter anderem der Pokerspieler und Investor Fedor Holz, Business Angel Christoph Filnkößl sowie Susanne Müller-Taborsky, die jahrelang das Premium Banking der UniCredit geleitet hat.

Die Finanzierung dient dem weiteren Ausbau der KI-gestützten Fördersuche und der automatisierten Erstellung von Förderanträgen. „Wir freuen uns sehr, mit dieser Runde nicht nur Kapital, sondern auch das Vertrauen und Know-how erfahrener Investoren zu gewinnen“, sagt StartMatch-CEO Robert Kopka.

KI-Feature

Die Plattform analysiert mittlerweile hunderte Bundes- und Landesförderungen und gibt individuelle Empfehlungen auf Basis der vom Nutzer oder der Nutzerin eingegebenen Projektbeschreibung. Darüber hinaus erstellt die KI auf Wunsch komplette Förderanträge und soll somit Firmen wertvolle Zeit ersparen.

„Förderungen sind ein zentrales Finanzierungsinstrument für innovative Unternehmen, die Komplexität und schiere Anzahl an Förderprogrammen schreckt aber viele Firmen ab“, so Kopka weiter. „Mit unserer Lösung senken wir die Hürden drastisch und helfen dabei, dass gute Ideen schneller Realität werden.“

StartMatch: Team ausbauen

Dass das Problem real ist, weiß der Co-Founder aus eigener Erfahrung: Bereits in seinem vorherigen Startup Luke Roberts investierte er unzählige Wochen in das Schreiben von Förderanträgen, wie er sagt. Das Investment ermöglicht es nun, das StartMatch-Team auszubauen und die Plattform weiterzuentwickeln. Kopka: „Wir wollen schon bald die Antragserstellung für den Großteil relevanter Förderungen automatisieren.“

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Das C-Level von Minimist: Robert Andrei Damian (CTO), Anna Greil (COO) und Stephan Hofmann (CEO). | © Minimist

Nach der Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro im März treibt das Wiener Kreislaufwirtschafts-Startup Minimist seine internationale Expansion voran. Nach dem Markteintritt in Großbritannien kooperiert das Unternehmen nun mit Salvos Stores, dem Einzelhandelszweig der Heilsarmee in Australien.

Salvos: 400 Filialen in Australien und Teil der Heilsarmee

Salvos Stores betreibt landesweit rund 400 Filialen und verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 50 Millionen Sachspenden. Als Einzelhandelszweig ist Salvos organisatorisch Teil der Heilsarmee, einer international tätigen evangelischen Freikirche mit sozialem Hilfswerk, die weltweit in Territorien und Divisionen gegliedert ist. Die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Ware fließen laut Unternehmen in soziale Projekte der Organisation.

Minimists Software soll die Erfassung, die automatisierte Preisfindung und den Multi-Channel-Verkauf von Sachspenden digitalisieren. Salvos verspricht sich dadurch weniger administrativen Aufwand und kürzere Durchlaufzeiten in den Filialen. Ein Pilotprojekt sei laut Minimist erfolgreich abgeschlossen worden.

Minimist COO Anna Greil (links) vor einem der 400 Salvos Stores in Australien © Minimist

WU Ignite Ventures und Seebacher mit je 50.000 Euro

Laut Pressemitteilung investieren mit WU Ignite Ventures und dem Angel-Investor Johannes Seebacher zwei neue Geldgeber:innen in Minimist. Wie Anna Greil im Gespräch mit brutkasten präzisiert, beteiligen sich beide mit jeweils 50.000 Euro.

Insgesamt seien nach der 1-Million-Runde vom März diesen Jahres im Mai nochmals zwischen 150.000 und 200.000 Euro an zusätzlichem Kapital in das Startup geflossen; die übrigen Investor:innen dieser Nachfinanzierung wollten laut Greil nicht genannt werden.

WU-Ignite-Ventures-Co-Geschäftsführer Rudolf Dömötör begründet sein Investment in Minimist: „Re-Commerce wird oft als Nische betrachtet. Stephan, Anna und Robert beweisen mit Minimist das Gegenteil: Sie bauen die Infrastruktur für einen der wirksamsten Hebel der Kreislaufwirtschaft, und zwar in globalem Maßstab.Dass ein Wiener Team mit Salvos Stores einen der größten Charity-Retailer Australiens gewinnt, zeigt, wie ernst dieser Anspruch gemeint ist.“

Von Wien in die Welt

Minimist wurde von Stephan Hofmann und Robert Andrei Damian gegründet. 2025 stieß Anna Greil als Late-Co-Founder und COO dazu. Das Startup sicherte sich bereits mehrere Finanzierungsrunden, unter anderem von Eversports-Gründer Hanno Lippitsch. Die Produktentwicklung bleibt laut Unternehmen in Wien verankert.

CEO Stephan Hofmann sagt zur Expansion: „Wir sind im Kern ein Software-Startup und ein globales Team. Die Welt ist unser Spielfeld, und der Erfolg in Australien zeigt, dass wir durch diesen internationalen Ansatz massiv an Geschwindigkeit gewinnen. Die Skalierbarkeit unserer Technologie kennt keine Grenzen.“

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