27.01.2020

START:IP: Diese 17 Hightech-Patente suchen nach Gründern

START:IP, der Marktplatz für patentierte Hightech-Innovationen des universitären Gründerservice INiTS geht in die vierte Runde. 17 Erfindungen aus fünf Ländern werden diesmal gründungsinteressierten Entrepreneuren und innovationsfreudigen Unternehmen angeboten.
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START:IP - 17 Hightech-Patente suchen nach Gründern
(c) Adobe Stock: Tiko

Nicht alle Forscher können bzw. wollen ein Unternehmen gründen. Und umgekehrt verfügen nicht alle, die ein Unternehmen gründen wollen, über Hightech-Expertise oder gar eine Erfindung, auf die man aufbauen könnte. Die zwei hier umrissenen Gruppen soll das Programm START:IP des universitären Gründersevice INiTS von TU Wien, Universität Wien und Wirtschaftsagentur Wien zusammenbringen. Und mehr als das: Auch etablierte Unternehmen können sich am Marktplatz patentierter Hightech-Innovationen nach neuen Technologien umsehen.

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START:IP – Online-Registrierung für detaillierte Informationen

Derzeit ist das zum vierten Mal möglich. 17 Erfindungen aus fünf Ländern im CEE-Raum werden diesmal angeboten. Nur noch bis 29. Jänner kann man sich online registrieren, um detaillierte Informationen, Patentschriften, wissenschaftliche Hintergründe, Videos und noch einiges mehr zu den Projekten einzusehen. Am 30. Jänner findet dann der START:IP Matching Day im TUtheSky statt, bei dem interessierte Entrepreneure bzw. Vertreter etablierter Unternehmen vor Ort gemeinsam mit den Forschern Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ausloten können.

Große Namen unter den Interessenten

Seitens der Industrie bestehe bei der laufenden Runde bereits großes Interesse, sagt Markus Pietzka, Programm Manager von START:IP: „Die Teilnahme zugesagt haben bereits unter anderem folgende Unternehmen: Infineon, Hirtenberger, Greiner, Buhler und Palfinger. Primäres Ziel ist es Technologien zu identifizieren, die komplementär zum eigenen Technologieangebot sind, und dafür passende Kooperationsmöglichkeiten zwischen Industrie und Universität zu prüfen“, sagt er.


Diese 17 patentierten Entwicklungen stehen bei START:IP zur Auswahl

Hier Kurzbeschreibungen zu den 17 zur Auswahl stehenden patentierten Entwicklungen:

Heat Pump & Cogeneration

Kraft-Wärme-Kopplung, mit der der Wirkungsgrad von Wärmekraftwerken deutlich gesteigert werden kann, was neben einer Kostenersparnis auch eine Senkung von CO2-Emissionen zur Folge hat.

PoroSolv

Prozesstechnologie für die Pharmaindustrie, mit deren Hilfe die Wasserlöslichkeit von Wirkstoffen erhöht und gleichzeitig umweltfreundlicher hergestellt werden kann.

FideliCell

Verfahren zur Vereinheitlichung von Zellproduktion im großen Maßstab, d.h. Verhinderung von Mutationen. Dies ist insbesondere bei der Stammzellentherapie von Bedeutung.

BrailleRing

Innovatives Gerät zum Auslesen von Blindenschrift auf Displays und Monitoren, das in der Bedienung und in der Wartung einfacher und deutlich komfortabler ist als herkömmliche Lösungen.

Plasma Swing

Mechanische Apparatur, mit der nunmehr die Vorteile der Plasmatechnologie für die Oberflächenbehandlung von in Form und Material unterschiedlichsten Werkstücken genutzt werden können.

Chilly Plating

Ein Verfahren, das die Beschichtung von Kunststoff mit Platin oder Paladium bei niedrigen Temperaturen ermöglicht, wie dies in der Fotovoltaik oder bei Brennstoffzellen zur Anwendung kommt.

Green Machining

Methode, bei der Kühl- und Schmiermittel vorabgemischt und automatisch dosiert in den Fräsvorgang integriert werden. Damit gelingt eine maschinenschonendere, energie- und CO2-sparende Bearbeitung von sehr harten Materialien.

LiverBIS

Nicht-invasive, zuverlässige und kostengünstiges Messgerät zur Diagnose von nicht alkoholischer Fettlebererkrankung als Alternative zu herkömmlicher Biopsie.

Peridocure

Neuartige Doppelmembran zur effektiven Behandlung von Paradontose.

Trauma-on-a-Chip

Testverfahren zur Simulation von Gewebsverletzungen auf einem Bio-Chip, mit dem die Entwicklung von Medikamenten zur Wundbehandlung verbessert werden kann.

ALDOX

Ein biotechnologisches Verfahren mit dem aus überschüssiger Molke Oxydations- und Pflegemittel gewonnen werden können.

K.U.R.T.

Kurbelbasierter Rollstuhlantrieb mit folgenden Vorteilen gegenüber herkömmlichen Rollstühlen: höherer Wirkungsgrad, gelenksschonend, gesundheitsfördernd.

Smart Orange

Neue Quantenpunkte, die eine bessere Farbkraft und Auflösung von Monitoren und Mikroskopen ermöglichen und dabei ungiftig sowie energieeffizient sind (Solarpanele) und zudem Kostenersparnisse erlauben.

Vaccine Booster from the Sea

Wirkstoffverstärker für Impfstoffe ohne Nebenwirkungen, der zusätzlich Vorteile bei der Kühlkette und in der Lagerung verspricht.

Tomato Savior

Umweltfreundlicher biologischer Wirkstoff zur Behandlung der Fleckenkrankheit von Tomaten. Im Vergleich zur kupferbasierten Methode ist das Verfahren auch günstiger und erfüllt neueste EU-Vorschriften.

Electrical Grids Protection

Einfaches und kostengünstiges Verfahren, das die Frequenzstabilität von Stromnetzwerken deutlich verbessert. Damit können Stromausfälle verhindert werden.

Fluoroscan

Scanner zur Qualitätskontrolle und -sicherung von Bitumen für Ölindustrie-, Straßenbau-, Dach- und Kellerabdichtungen.


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Die Oceanloop-Gründer Fabian Riedel und Bert Wecker | (c) Oceanloop

„Diese Finanzierung markiert den Beginn der industriellen Skalierung von Oceanloop“, erklärt Fabian Riedel, Gründer und CEO des Aquakultur-Scaleups mit Sitz in München. Das 2023 durch eine Fusion entstandene Unternehmen kommunizierte nun eine große Finanzierungsrunde: Das Unternehmen hat sich Zusagen über bis zu 38,5 Millionen Euro gesichert, um die erste kommerzielle Riesenzackenbarsch-Zucht in Europa aufzubauen und seine softwaregesteuerte Kreislauftechnologie (Recirculating Aquaculture Systems, RAS) zu skalieren.

Millioneninvestment und riesiger EIB-Kreditrahmen

Die aktuelle Finanzierung besteht aus einem Investment und einer Kreditzusage. Angeführt wird die Eigenkapitalrunde von der Investmentfirma Hatch Blue und deren „Blue Revolution Fund“. Als strategischer Partner beteiligt sich zudem Stolt Ventures. Deren Muttergesellschaft Stolt-Nielsen bringt über 50 Jahre Erfahrung im Bereich der landgestützten Plattfischzucht in die Partnerschaft ein. Den maßgeblich größeren Anteil der Finanzierung stellt allerdings die Europäische Investitionsbank (EIB) im Rahmen einer Venture-Debt-Fazilität, also eines Kreditrahmens, über 32 Millionen Euro bereit. Dieser bereits 2024 vereinbarte Kredit wurde im Juli 2026 erweitert, um speziell die Zucht von Riesenzackenbarschen abzudecken. Abgesichert wird das Darlehen durch das InvestEU-Programm der Europäischen Union.

Zackenbarsch im Fokus, Garnelen in Planung

Der Fokus des Jungunternehmens liegt auf dem Riesenzackenbarsch, der vor allem in asiatischen Premium-Märkten für sein festes Fleisch und seine kulinarische Vielseitigkeit geschätzt wird. Mit der lokalen Produktion in Europa wolle man eine neue Premium-Kategorie für die Gastronomie etablieren und gleichzeitig eine nachhaltigere Alternative zu weit gereisten Importen bieten, heißt es vonseiten des Unternehmens in einer Aussendung. Da die verwendete Technologie modular aufgebaut und softwaregesteuert ist, bleibt sie hochgradig flexibel. Oceanloop forscht parallel an der landgestützten Garnelenzucht und führt bereits Lizenzgespräche für internationale Partnerschaften.

Zwischen Schleswig-Holstein und Gran Canaria

Die Skalierung erfolgt in zwei Schritten: Am bestehenden Entwicklungsstandort im schleswig-holsteinischen Strande bei Kiel läuft der kommerzielle Vertrieb über das Schwesterunternehmen Honest Catch bereits seit April 2026. Für das laufende Jahr wird mit einer Ernte von rund 20 Tonnen gerechnet, die im kommenden Jahr auf 40 Tonnen anwachsen soll. Noch vor Ende 2026 soll am Standort der Bau einer neuen Anlage mit einer Jahreskapazität von 250 Tonnen beginnen, die zugleich als Referenz- und Schulungszentrum dient. Ab 2029 ist schließlich der Bau einer industriellen Großanlage mit einer Kapazität von 2.000 Tonnen auf Gran Canaria geplant, wo eine Tochtergesellschaft das Vorhaben bereits vorbereitet.

„Erhebliches Interesse von Partnern“

„Landgestützte Aquakultur kann zu einer wichtigen zusätzlichen Säule der europäischen Fischversorgung werden“, betont CEO Riedel mit Blick auf die EIB-Finanzierung. Diese erlaube es dem Unternehmen, mit einer langfristigen Perspektive in Technologie und Biokapazitäten zu investieren, was durch rein klassisches Startup-Kapital nur schwer darstellbar sei. Georg Baunach, Gründer und CEO von Hatch Blue, attestiert dem Scaleup eine starke Marktstrategie sowie ein Team, „das technisches Fachwissen, biologisches Verständnis und geschäftliches Geschick vereint“. Auch CTO Bert Wecker sieht den Horizont weit über Europa hinausreichen: Die breitere Plattform sei für eine internationale Replikation konzipiert. „Wir sehen erhebliches Interesse von Partnern, die erstklassige Meeresfrüchte näher am Konsumort produzieren möchten, ohne die erforderliche Biologie, Technik, Software und betriebliche Expertise von Grund auf neu entwickeln zu müssen“, so Wecker.

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START:IP: Diese 17 Hightech-Patente suchen nach Gründern

Nicht alle Forscher können bzw. wollen ein Unternehmen gründen. Und umgekehrt verfügen nicht alle, die ein Unternehmen gründen wollen, über Hightech-Expertise oder gar eine Erfindung, auf die man aufbauen könnte. Die zwei hier umrissenen Gruppen soll das Programm START:IP des universitären Gründersevice INiTS von TU Wien, Universität Wien und Wirtschaftsagentur Wien zusammenbringen. Und mehr als das: Auch etablierte Unternehmen können sich am Marktplatz patentierter Hightech-Innovationen nach neuen Technologien umsehen. 17 Erfindungen aus fünf Ländern im CEE-Raum werden diesmal angeboten. Am 30. Jänner findet dann der START:IP Matching Day im TUtheSky statt, bei dem interessierte Entrepreneure bzw. Vertreter etablierter Unternehmen vor Ort gemeinsam mit den Forschern Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ausloten können.

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Nicht alle Forscher können bzw. wollen ein Unternehmen gründen. Und umgekehrt verfügen nicht alle, die ein Unternehmen gründen wollen, über Hightech-Expertise oder gar eine Erfindung, auf die man aufbauen könnte. Die zwei hier umrissenen Gruppen soll das Programm START:IP des universitären Gründersevice INiTS von TU Wien, Universität Wien und Wirtschaftsagentur Wien zusammenbringen. Und mehr als das: Auch etablierte Unternehmen können sich am Marktplatz patentierter Hightech-Innovationen nach neuen Technologien umsehen. 17 Erfindungen aus fünf Ländern im CEE-Raum werden diesmal angeboten. Am 30. Jänner findet dann der START:IP Matching Day im TUtheSky statt, bei dem interessierte Entrepreneure bzw. Vertreter etablierter Unternehmen vor Ort gemeinsam mit den Forschern Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ausloten können.

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Nicht alle Forscher können bzw. wollen ein Unternehmen gründen. Und umgekehrt verfügen nicht alle, die ein Unternehmen gründen wollen, über Hightech-Expertise oder gar eine Erfindung, auf die man aufbauen könnte. Die zwei hier umrissenen Gruppen soll das Programm START:IP des universitären Gründersevice INiTS von TU Wien, Universität Wien und Wirtschaftsagentur Wien zusammenbringen. Und mehr als das: Auch etablierte Unternehmen können sich am Marktplatz patentierter Hightech-Innovationen nach neuen Technologien umsehen. 17 Erfindungen aus fünf Ländern im CEE-Raum werden diesmal angeboten. Am 30. Jänner findet dann der START:IP Matching Day im TUtheSky statt, bei dem interessierte Entrepreneure bzw. Vertreter etablierter Unternehmen vor Ort gemeinsam mit den Forschern Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ausloten können.

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