Auch wenn die Kältewellen der letzten Wochen es nicht vermuten lassen: der Sommer kommt schneller als man denkt. Wenn die Tage länger und die Temperaturen höher werden, steigt auch die Lust auf Grillabende. Mit einem neuen Produkt am Markt, möchte dabei das Regensburger Startup Stack///grill bei Grill-Fans punkten.
Grillerlebnis binnen zehn Minuten
Für den 28-jährigen Gründer Raphael Seiler geht es beim Grillen um „das entspannte Beisammensein“. Weil er nach einer Alternative zu sperrigen Grillern, die nur schwer transportable sind, suchte, entwickelte er Stack///grill.
Stack///grill ist ein Kompaktgrill für drei bis fünf Personen und eine Feuerstelle in einem. Bereits zu Hause kann der Grill mit Kohle und Briketts befüllt werden. Vor Ort ist der Grill durch das Stecksystem mit wenigen Handgriffen aufgebaut und innerhalb von zehn Minuten einsatzbereit.
Zusätzliches Pusten oder Wedeln braucht es beim Anzünden nicht. Das Unternehmen verspricht , dass die spezielle Bauweise garantiert, dass die Glut schnell entfacht ist. Nach dem Grillen lässt sich das Produkt von Stack///grill mit wenigen Handgriffen in eine Feuerstelle umbauen.
Stack///grill ist auch eine Feuerstelle
Dabei wird der Grill um 90 Grad auf eine vertikale Position gedreht, dann fügt man in die obere Öffnung ein wenig Feuerholz hinzu. Die einzelnen Teile des portablen Grillers sind dabei gänzlich aus Edelstahl. Das Unternehmen verspricht, dass es von A wie Anzünden bis Z wie Zusammenpacken einen gelungenen Grillabend gewährleistet.
Neben dem Kompaktgrill vertreibt Seiler auch eine Grillsauce. Dem Nachrichtenportal „Mittelbayrische“ erzählte der Gründer im Jahr 2021, dass es sich dabei um ein Familienrezept handelt, dass auch Veganer:innen und Vegetarier:innen bedenkenlos genießen können. Seiler versucht mit seinem Unternehmen an alles zu denken, was einen guten Grillabend ausmacht.
Stack///grill wird am 17. April bei „Die Höhle der Löwen” um 20:15 Uhr auf VOX um die Gunst der Löwen pitchen. Mit am Start sind in dieser Folge auch noch die Startups tinus aus München, Viva Maia aus Berlin, Kylies Cuppa aus Bochum sowie das Linzer Startup My Esel.
Biotech Summit Austria: Der Wille zum Champion ist da – das Kapital noch nicht
Kommentar: Karin Hofelich war beim Biotech Summit Austria in Innsbruck und fragt: Kommt das Geld aus dem neuen Dachfonds auch bei Biotech-Unternehmen an?
Biotech Summit Austria: Der Wille zum Champion ist da – das Kapital noch nicht
Kommentar: Karin Hofelich war beim Biotech Summit Austria in Innsbruck und fragt: Kommt das Geld aus dem neuen Dachfonds auch bei Biotech-Unternehmen an?
Rund 250 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern, zwei Tage in Innsbruck, ein Motto: „Start up, Scale up, Step up!“ Mit vielen neuen Kontakten und einem guten Gefühl bin ich nach Hause gefahren und mit einer offenen Frage: Die österreichische Biotech-Branche ist so gut vernetzt wie nie, aber woher kommt künftig das Geld, damit aus exzellenter Forschung Unternehmen werden, die in Europa groß werden?
Am Wissen fehlt es nicht. Ob Europa in der Biotechnologie mitspielt, entscheidet sich an der Finanzierung der Wachstumsphase.
Europa zwischen den USA, Golfstaaten und China
Der Schwerpunkt des Summits lag auf dem Scaleup, also auf dem Schritt vom Startup zum international wachsenden Unternehmen.
Ein Bild für die Zukunft der Pharmatrends zeichnete Claudio Albrecht, ehemaliger CEO der Stada AG. Er sprach darüber, wie Geopolitik, neue Technologien und sich wandelnde Gesundheitssysteme die Pharmaindustrie bis 2035 prägen könnten. Besonders hervorgehoben hat er dabei die Transformation Chinas von einer Service-Industrie zu einem Innovationsmotor sowie die Dynamik in den Golfstaaten. Europa widmete er keine eigene Folie in seiner Präsentation, was vom Publikum hinterfragt wurde. Es wirft die Frage auf, welchen Stellenwert Europa künftig im globalen Wettbewerb überhaupt noch spielen wird.
(c) Hofelich – Claudio Albrecht gab einen Ausblick in die Zukunft.
Ein Champion, der nicht auswandern muss
Den Gegenentwurf lieferte Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und ehemaliger Bundeskanzler. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein Satz: „The next champion should not need to leave Europe in order to become a global champion.“
(c) Hofelich – Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB).
Das Ziel ist ambitioniert und gerade in der Biotechnologie bislang schwer erreichbar. Entwicklungszyklen dauern hier i. d. R. mehr als ein Jahrzehnt.
Der Startup- & Scaleup-Dachfonds: eine gute Nachricht mit Fragezeichen
Für die Branche besonders interessant war die Diskussion über den geplanten österreichischen Dachfonds. Stefan Haubner, Founding Partner bei APEX Ventures, widmete sich der Frage, ob Europa ein eigenes Modell für Venture Capital braucht. Dabei ging es auch um den österreichischen Fund-of-Funds.
Der Dachfonds soll Anfang 2027 starten. Der Staat steuert 100 Mio. Euro bei, institutionelle Investoren sollen weitere 400 Mio. Euro bringen. Das ist ein wichtiges Signal. Weil es ein Dachfonds ist, investiert er aber nicht direkt in Unternehmen, sondern in andere Fonds.
Wie viel von diesem Geld tatsächlich bei Biotech-Unternehmen ankommt, ist derzeit offen.
Life Sciences brauchen Investoren mit Fachwissen und langem Atem. Davon gibt es in Österreich nur wenige. Wenn der Dachfonds vor allem in Generalisten-Fonds fließt, könnte die Biotechnologie leer ausgehen.
Tirol zeigt, wie Standortarbeit aussieht
Auch organisatorisch war der Summit ein Vorzeigeprojekt. Veranstaltet wurde der Summit von BIOTECH AUSTRIA, Human.technology Styria und der Standortagentur Tirol. Vor Ort vertreten waren Peter Llewellyn-Davies, Präsident von BIOTECH AUSTRIA, Marcus Hofer, CEO der Standortagentur Tirol, und Lejla Pock, CEO von Human.technology Styria. Äußerst charmant moderiert hat Damita Pressl.
Die Villa Blanka hoch über Innsbruck bot eine außergewöhnliche Kulisse; ebenso das Gala-Dinner am Abend in der Rooftop-Bar des Hotels aDLERs. Begeistert zeigten sich auch die Teilnehmer:innen, die am Vortag im Rahmenprogramm die Skisprungschanze Bergisel besichtigt hatten. Ich selbst habe mir am Dienstagmorgen den Health Hub Tirol angesehen. Das Technologiezentrum ist seit knapp einem Jahr in Betrieb und bietet noch freie Flächen. Das ist die Art Standortpolitik, die wirkt: Infrastruktur, Netzwerk und ein Treffpunkt, an dem Forschung, Investor:innen und Politik tatsächlich ins Gespräch kommen.
Was es jetzt braucht
Der Summit hat gezeigt, dass die Branche sich der Herausforderungen bewusst ist und weiß, was zu tun ist.
Der nächste Champion muss nicht auswandern. Aber dafür muss das Kapital vor Ort stärker mobilisiert werden.
Der fünfte Biotech Summit Austria findet am 21. und 22. Oktober 2027 in Graz statt. Bis dahin wissen wir mehr darüber, ob der Dachfonds auch der Biotechnologie hilft.
Disclaimer: Karin Hofelich ist Life Science Lead beim brutkasten-Schwestermagazin VentureCapital. Das VC Magazin war Medienpartner des Summits.
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