15.05.2026
INTERVIEW

Bluechip-CEO Benjamin Levit „Stablecoins haben jetzt gewonnen“

Benjamin Levit, Co-Founder und CEO der Ratingagentur Bluechip, schildert im Interview mit brutkasten die Entwicklung von Stablecoins. Er analysiert den Krypto-Standort Wien und warum Stablecoins Visa und Mastercard herausfordern.
/artikel/stablecoins-haben-jetzt-gewonnen
Bluechip-CEO Benjamin Levit
Bluechip-CEO Benjamin Levit | Foto: brutkasten

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von März 2026 „Kraftakt” erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Kryptowährungen und die etablierte Finanzwelt stehen seit Jahren in einer wechselhaften Beziehung. In ihren Ursprüngen waren viele in der Krypto-Szene mit einer Anti-Establishment-Haltung angetreten, die sich auch gegen die Bankenlandschaft richtete. Doch spätestens im Bullenmarkt 2017 war die Hoffnung auf „institutional adoption“, also den Einstieg traditioneller Finanzakteure in den Kryptobereich, ein großer Kurstreiber. Mit der Zulassung von Bitcoin-ETFs in den USA Anfang 2024 kam der nächste Meilenstein.

Zuletzt ist allerdings wieder ein anderes Krypto-Thema in der etablierten Finanzwelt in den Mittelpunkt gerückt: Stablecoins – also Kryptowährungen, deren Kurs 1:1 an im Regelfall klassische Währungen wie den US-Dollar oder andere Referenzwerte gekoppelt ist. Der Wiener Benjamin Levit gehörte bereits 2023 zu den Gründern der ersten Ratingagentur für Stablecoins und führt sie als CEO. Mittlerweile hat Bluechip seinen Sitz nach Wien verlegt und im vergangenen Herbst hier gemeinsam mit der Raiffeisen Bank International (RBI) eine große Konferenz zum Thema veranstaltet. Im brutkasten Interview spricht Levit über die Entwicklungen in der Stablecoin Landschaft, das zunehmende Interesse von Banken wie Politik und erklärt, warum Österreich als Krypto Standort derzeit so gefragt ist.


brutkasten: Du beobachtest die Stablecoin-Landschaft schon länger. Wo stehen wir 2026?

Benjamin Levit: Ich würde es so beschreiben: Stablecoins haben gewonnen. Sie haben das erreicht, was sie eigentlich schon immer wollten, nämlich dass die Transfer- und Handelsvolumina auf einem Level sind, das man mit Visa und Mastercard vergleichen kann. In den letzten zwölf Monaten im Jahr 2025 haben Stablecoins sogar mehr Handelsvolumen erzeugt als Visa oder Mastercard jeweils für sich.

Man muss dazu natürlich sagen, dass Stablecoins zu einem großen Teil für das Krypto-Trading genutzt werden, was man nicht eins zu eins mit dem klassischen Händler-Käufer-Handel bei Kreditkarten vergleichen kann. Aber es geht ganz stark in die Richtung, dass sie immer mehr für normale Zahlungen verwendet werden.

Jetzt, wo Stablecoins wirklich in der traditionellen Finanzwelt angekommen sind und Banken eigene Stablecoins herausbringen, integrieren und ihren Nutzern anbieten, sehen wir gerade den Beginn einer neuen Ära.

Wenn man vom Use Case Krypto-Trading absieht: Welche Anwendungsmöglichkeiten siehst du aktuell in der realen Welt und wie entwickelt sich das?

Eine große Anwendung ist schlicht das Thema Inflation. In den letzten fünf Jahren ist vielen Menschen viel bewusster geworden, was Inflation bedeutet. Mehr Menschen befassen sich damit, dass es nicht immer die beste Wahl ist, in der staatlichen Währung zu bleiben, und suchen nach Wegen, ihr Geld anders anzulegen.

Hier bieten Stablecoins eine riesige Möglichkeit – vor allem, wenn sie nicht nur durch staatliche Währungen gedeckt sind, sondern vielleicht auch durch tokenisierte Aktien, Immobilien oder Gold. Für Menschen in Ländern mit hoher Inflation, aber auch in der EU, ist das ein extrem spannendes Thema: ein Zahlungsmittel zu haben, in dem man auch sparen kann.

Ein weiterer riesiger Anwendungsfall ist der grenzenlose Transfer von Werten rund um die Uhr, nur mit einem Internetzugang. Während wir innerhalb der EU SEPA-Echtzeitüberweisungen haben, sind weltweite Zahlungen oft noch mit großen Hürden und Kosten verbunden. Hier sind Stablecoins eine Revolution. Zudem wächst die Möglichkeit, Krypto-Assets direkt bei Banken zu halten, was vor einigen Jahren noch undenkbar war.

Zum Thema Inflation könnte man aber argumentieren, dass die allermeisten Stablecoins an Fiat-Währungen gekoppelt sind und im Krypto-Bereich eine Investition z. B. direkt in Bitcoin geeigneter wäre, um der Inflation zu entkommen. Wie beurteilst du dieses Argument?

Beim Vergleich von Bitcoin mit Stablecoins ist das Thema natürlich die Volatilität. Bitcoin ist ein limitiertes Asset und an nichts gebunden, was es kurzfristig volatil macht – es eignet sich eher als langfristiger Wertspeicher, wie digitales Gold. Wenn man jedoch seinen Alltag und seine Ausgaben planen muss, benötigt man etwas weniger Volatiles, und da kommen Stablecoins ins Spiel. Es stimmt, dass man die Inflation „importiert“, wenn ein Stablecoin zu 100 Prozent an den Dollar oder Euro gebunden ist.

Ich sehe aber eine riesige Welle kommen, in der Stablecoins nicht mehr nur an Fiat-Währungen gekoppelt sind, sondern einen Korb an Assets abbilden – ähnlich einem Warenkorb zur Inflationsmessung. Dieser Korb könnte aus tokenisierten Real-World-Assets wie Gold, Immobilien, Bitcoin, aber auch Teilen von Euro oder Dollar bestehen.

So entstehen Assets, die nicht mehr nur von Fiat-Währungen abhängen, sondern von einem wachsenden Markt limitierter Güter profitieren, sofern die Stabilitätsmechanismen über Smart Contracts richtig aufgesetzt sind.

Wenn man sich den Stablecoin-Markt aktuell anschaut, gibt es eine enorme Dominanz von Dollargekoppelten Stablecoins, fast eine Monopolstellung. Euro-Stablecoins spielen eine untergeordnete Rolle. Was sind die Gründe dafür – und wird sich das diversifizieren?

Ein wesentlicher Grund für diese Diskrepanz liegt darin, dass die USA vor etwa fünf Jahren einfach offener gegenüber Krypto waren und sich viele Firmen dort niedergelassen haben. Zudem werden Bitcoin und Ethereum international meist gegen den Dollar gehandelt. Ich würde aber sagen, dass sich das Blatt wendet und die EU stark aufholen kann. Seit die MiCAR-Regulierung live ist, können Stablecoins auch in der EU reguliert an den Markt gebracht werden. Wir sehen, dass Firmen beginnen, hier zu bauen.

Auch der Euro-Coin von Circle hat bereits ein Market Cap von über 300 Millionen Euro erreicht und wächst in einem gesunden Maß. Ich sehe eine sehr positive Zukunft für Stablecoins in der EU, auch wenn der Dollar aufgrund der historischen Entwicklung des Krypto Handels noch dominiert.

Das heißt, du beurteilst die MiCAR- Regulierung durchaus als innovationsfördernd?

Ja, definitiv. Sie war der Grundstein für Firmen, die Entwicklung sicher zu starten. Bevor so eine Regulierung eintritt, ist der Start eines solchen Projekts ein großes Risiko. Das erste Jahr von „MiCAR in Action“ war sehr erfolgreich; viele Unternehmen sind in die EU und auch nach Österreich gekommen, um sich regulieren zu lassen. Ich bin für die nächsten Jahre hier sehr positiv gestimmt.

Im Stablecoin-Bereich sehen wir, dass das Thema für Banken immer interessanter wird. Ein Beispiel ist das Projekt Qivalis, an dem mehrere europäische Großbanken beteiligt sind – neben der ING und der UniCredit etwa auch die Raiffeisen Bank International (RBI), die auch ein Partner von Bluechip ist. Wie nimmst du den Blick der Banken auf das Thema wahr – und wie verändert er sich?

Banken befinden sich in einer sehr spannenden Situation: Sie haben ein großes Kundennetzwerk, viel Vertrauen und sehr viel Liquidität. Einen Stablecoin auf den Markt zu bringen ist für sie ein attraktiver Business Case, um Gebühren zu generieren und Einfluss zu nehmen. Wenn sie ihren Nutzern die Möglichkeit bieten, Stablecoins jederzeit gegen Euro einzutauschen, ist das ein großer Mehrwert. Es ist daher absolut nachvollziehbar und positiv, dass die traditionelle Finanzwelt hier mitschneiden möchte. Es ist ein Markt, an dem alle teilnehmen wollen, und es wird sich zeigen, welche Stablecoins sich durchsetzen.

Benjamin Levit ist CEO und Co- Founder der Stablecoin- Ratingagentur Bluechip.

Am anderen Ende des Spektrums stehen dezentrale Stablecoins. Nach dem Zusammenbruch von Terra Luna gab es viel Skepsis, aber es starteten auch neue Projekte wie zuletzt etwa auch USPD aus Wien. Wie beurteilst du dezentrale Stablecoins in der jetzigen Situation?

Aus meiner persönlichen Sicht und aus Sicht von Bluechip ist das sehr spannend. Ich glaube, dass ein dezentraler Stablecoin, der vielleicht durch tokenisierte Real-World-Assets gedeckt ist, ein fast unzerstörbares und zensurresistentes Tool sein kann. Wenn es keine zentrale Angriffsstelle gibt und das System sicher aufgesetzt ist, hat das einen enormen Wert.

Durch Smart Contracts lassen sich reale Werte auf der Blockchain abbilden, was einen inflations geschützten Stablecoin ermöglichen kann. Wichtig ist dabei die Governance: Wenn ein Stablecoin komplett dezentral ist und keine menschlichen Fehler mehr passieren können – vorausgesetzt, der Contract ist korrekt –, profitiert niemand ungerechtfertigt.

Letztlich ist es aber auch eine Frage der Umsetzung und in weiterer Folge der Resilienz, wie man bei Terra Luna gesehen hat. Wie prüft Bluechip, ob dezentrale Modelle von Stablecoins in Stresssituationen resilient sind?

Das Terra-Luna-Thema war tatsächlich der Auslöser für die Gründung von Bluechip, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Es gibt zentralisierte Stablecoins, die 1:1 gedeckt und effizient sind, aber eben einen zentralen Angriffspunkt bieten. Dezentrale Stablecoins sind resilienter, müssen aber meist „überbesichert“ sein – wir verlangen bei Bluechip beispielsweise für Ethereum-Backing mindestens 220 Prozent Besicherung (in der Praxis bedeutet das also, dass man Ethereum im Wert von mindestens 220 Dollar als Sicherheit hinterlegen muss, um Stablecoins im Wert von 100 Euro zu generieren, Anm. d. Red.).

Terra Luna wollte beides: Dezentral sein, aber nur 1:1 gedeckt – und hat das über einen hauseigenen Governance-Token gelöst. Das hat noch nie funktioniert. Bei Bluechip gibt es Regeln, die nicht gebrochen werden dürfen und zu einem automatischen „F“-Rating führen. Eine dieser Regeln ist, dass kein hauseigenes Kapital als Backing verwendet werden darf, was bei Terra Luna der Fall war.

Benjamin Levit auf der von Bluechip und Raiffeisen Bank International (RBI) veranstalteten „Crypto Safety Con ference“ in Wien im November 2025. Er steht auf der Bühne und spricht
Benjamin Levit auf der von Bluechip und Raiffeisen Bank International (RBI) veranstalteten „Crypto Safety Conference“ in Wien im November 2025

Was passiert bei Bluechip gerade und was sind eure weiteren Pläne?

Es ist eine sehr spannende Zeit für uns. Da Stablecoins in der traditionellen Finanzwelt angekommen sind, steigt das Interesse an einer spezialisierten Ratingagentur massiv, da Ratings in der Finanzwelt bereits bekannt und geschätzt sind. Wir sehen Interesse von Medienfirmen, Banken und Zahlungsdienstleistern.

Ein weiterer großer Punkt ist unsere Konferenz „Bluechip 26“, die wir in Wien in Partnerschaft mit der RBI veranstalten. Wir wollen die traditionelle und die dezentrale Finanzwelt zusammen bringen, den Standort Österreich stärken und den Austausch fördern. Wir sehen uns als Brücke, die die komplexe Welt der Stablecoins analysiert und verständlich aufbereitet.

Apropos Standort Österreich: Viele internationale Krypto-Börsen kommen derzeit nach Wien. Zu welchem Anteil würdest du das der Arbeit der Finanzmarktaufsicht (FMA) zuschreiben?

Wahrscheinlich zum größten Anteil. Das ist wirklich der Grund, warum Wien gewählt wird. Es liegt an der Verlässlichkeit der FMA: Unternehmen können sich auf deren Aussagen verlassen. Zudem begleitet die FMA die Prozesse sehr unterstützend, wie ich oft gehört habe. Andere Aufsichtsbehörden in der EU sind entweder zu lax oder zu blockierend. Die FMA scheint hier genau die richtige Balance zu finden, weshalb Wien als Standort so attraktiv ist.

Ihr wollt mit eurer Konferenz auch die politische Ebene erreichen. Gibt es dort mittlerweile ein Bewusstsein für Stablecoins und Krypto?

Das ist gerade jetzt die spannendste Phase. Ich bin seit neun Jahren im Krypto-Bereich und jetzt kommt erstmals echtes politisches Interesse auf. Das liegt daran, dass viele Börsen nach Österreich kommen und es ein großer Markt wird. Durch ernsthafte Projekte wird der Bereich nicht mehr nur belächelt. Faktisch und fundamental geht so viel voran, dass es auch in der Politik zwangsläufig ein wichtiges Thema wird.

Wenn du fünf Jahre in die Zukunft schaust: Wo werden wir bei Stablecoins stehen?

Ich denke, dass sich die gesamte Marktkapitalisierung von Stablecoins in den nächsten fünf Jahren verzehnfachen kann – wir könnten in Richtung drei bis vier Billionen Dollar gehen. Es wird viele koexistierende Stablecoins geben, wobei Interoperabilität und geringe Tauschgebühren entscheidend sein werden.

Es wird verschiedene Use Cases für verschiedene Bereiche geben, etwa mit integrierten Rewards. Gleichzeitig werden nicht alle überleben; es ist ein harter Wettbewerb. Ich erwarte auch, dass Euro-Stablecoins signifikant Marktanteile gewinnen und Stablecoins viel stärker in unseren normalen Zahlungsalltag integriert werden.

Deine ungelesenen Artikel:
11.06.2026

Gegen Ineffizienz im Glasfaserausbau: Die „Zero-Touch“-Lösung des OÖ-Startups fluctus

Der weltweite Glasfaserausbau floriert – doch auf lokaler Ebene bleiben oft Lücken und ineffiziente Systeme bestehen. Das österreichische Startup fluctus von Anna Kurpierz und Christian Sattlecker hat eine „Zero-Touch"-Lösung entwickelt, die offene Netze zentralisiert managen und den Markt für neue Anbieter öffnen soll.
/artikel/gegen-ineffizienz-im-glasfaserausbau-die-zero-touch-loesung-des-ooe-startups-fluctus
11.06.2026

Gegen Ineffizienz im Glasfaserausbau: Die „Zero-Touch“-Lösung des OÖ-Startups fluctus

Der weltweite Glasfaserausbau floriert – doch auf lokaler Ebene bleiben oft Lücken und ineffiziente Systeme bestehen. Das österreichische Startup fluctus von Anna Kurpierz und Christian Sattlecker hat eine „Zero-Touch"-Lösung entwickelt, die offene Netze zentralisiert managen und den Markt für neue Anbieter öffnen soll.
/artikel/gegen-ineffizienz-im-glasfaserausbau-die-zero-touch-loesung-des-ooe-startups-fluctus
fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Bluechip-CEO Benjamin Levit „Stablecoins haben jetzt gewonnen“

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bluechip-CEO Benjamin Levit „Stablecoins haben jetzt gewonnen“

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bluechip-CEO Benjamin Levit „Stablecoins haben jetzt gewonnen“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bluechip-CEO Benjamin Levit „Stablecoins haben jetzt gewonnen“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bluechip-CEO Benjamin Levit „Stablecoins haben jetzt gewonnen“

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bluechip-CEO Benjamin Levit „Stablecoins haben jetzt gewonnen“

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bluechip-CEO Benjamin Levit „Stablecoins haben jetzt gewonnen“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bluechip-CEO Benjamin Levit „Stablecoins haben jetzt gewonnen“

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bluechip-CEO Benjamin Levit „Stablecoins haben jetzt gewonnen“