06.03.2019

Sprachlern-App des Wiener Startups uugot.it startet in Linz

Mit der App uugot.it lernen die User Sprachen, indem sie fernsehen. Vor zwei Jahren startete ein Feldversuch in Linz, nun beginnt der Livebetrieb.
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uugot.it
(c) Andreas Krenn

Das Lernzentrum LEWIS in der VHS Linz ist ab nun mit dem Sprachlerntool uugot.it ausgestattet, nachdem die App vor zwei Jahren in Linz bei einem ersten Feldversuch getestet und anschließend weiterentwickelt wurde.

Das Prinzip des Tools ist einfach: Menschen lernen Sprachen, während sie fernschauen. Die für Smartphone und Tablet-PC erhältliche App versieht TV-Sendungen dazu mit Untertiteln in der Originalsprache. Versteht der User ein Wort nicht, so kann er darauf tippen und erhält anschließend eine Übersetzung in seiner Muttersprache. Zudem werden interaktive Lernkarten individuell auf das Lernverhalten des Users zugeschnitten.

uugot.it als Hilfsmittel für die Integration

Der Vorteil bei dieser Lösung ist, dass die User nicht nur die Sprache eines Landes, sondern mit Hilfe der ausgestrahlten Inhalte auch etwas über die dortige Kultur lernen. Somit ist die App ein aktives Mittel zur Integration von Migranten.

„Das Ziel bei uugot.it war es, nicht nur eine einfache, sondern auch eine unterhaltsame Methode zu entwickeln, um Sprachen zu lernen. Eine, die gleichermaßen Spaß macht und den Integrationsprozess beschleunigt“, sagt Geschäftsführer Philipp Etzlinger. Das Unternehmen wird aus Mitteln von Wirtschaftsagentur Wien und AWS im Bereich Social Entrepreneurship gefördert. Das Konzept des Startups wurde gemeinsam mit der Universität Wien entwickelt.


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Hansi Hansmann auf der Main Stage des Female Future Festivals 2026. © brutkasten

Unter dem Motto „The Power of Connection“ versammelten sich am 22. Oktober rund 2.000 Teilnehmende in der Wiener Ottakringer Eventlocation. Das von den Schwestern Verena Eugster und Patricia Zupan-Eugster gegründete Female Future Festival widmete sich Themen wie Leadership, künstlicher Intelligenz und Finanzkompetenz. Neben Fachpanels zu Verhandlungsstrategien oder finanzieller Gesundheit war auch Business Angel Hansi Hansmann als Keynotespeaker auf der Bühne zu sehen.

„…, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“

Im Gespräch mit brutkasten nannte Hansmann seine Motivation für den Besuch: „Ich habe zwei kleine Töchter und ich möchte gerne, dass meine Töchter später im Leben irgendwann alles das machen können, was sie machen wollen, ohne dass ihr Geschlecht sie daran hindert.“ „Ich bin ein ganz, ganz großer Fan davon, dass es mehr Unternehmerinnen und mehr Investorinnen gibt. Überhaupt mehr Frauen an der Macht, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“, ergänzt er zu seinen Beweggründen.

Was seine Beteiligungen angeht, sieht der Investor und ehemalige Manager in Sachen Geschlechterverteilung ein klares Muster: „Ich habe in alles investiert: in rein männliche Teams natürlich viel mehr, aber auch rein weibliche und gemischte Teams. Am besten performen gemischte Teams aus meiner Erfahrung.“

Der Hebel gemischter Teams

Den Vorteil gemischter Teams sieht Hansmann im Zusammenspiel unterschiedlicher Stärken: Es gebe „unterschiedliche Eigenschaften und Skills zwischen Frauen und Männern, und die Mischung macht’s aus“.

Als Beispiel nennt er den Markteintritt: „Ein reines Männerteam geht mit dem Produkt raus, wenn es fertig ist. Nach dem Motto ’das können wir mal rausschieben in den Markt, probieren wir mal, schauen wir mal, ob es ankommt.’ Beim reinen Frauenteam, da muss das Produkt perfekt sein. Und das dauert natürlich fünf Monate länger, bis die auf den Markt gehen, und damit vergeht Zeit.“ Für ihn gilt: „Das gemischte Team, wo sozusagen alle Stimmen zu Wort kommen, ist das Ideale.“

Deutlicher Finanzierungs-Gap in H1/2026

Doch obwohl die Teamkonstellation am besten zu performen scheint, bestehen nach wie vor große Ungleichheiten in Sachen Startup-Finanzierung. Erst kürzlich zeigte der Female Start-up Funding Index H1/2026 von EY Österreich, Female Founders und Fund F das Ausmaß. Im ersten Halbjahr flossen 472 Mio. Euro Risikokapital in österreichische Startups, ein Plus von 329 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Rein männliche Teams erhielten davon 94,9 Prozent, gemischte Teams 4,8 Prozent und rein weibliche Teams 0,3 Prozent. Der Frauenanteil unter den analysierten Gründer:innen lag bei rund 13 Prozent. „Frauen dürfen gründen. Finanziert werden Männer“, brachte es Lisa-Marie Fassl, Managing Partner von Fund F, in der damaligen Aussendung auf den Punkt.

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