Speedinvest Heroes: Neue AI stellt fest, wie gut man sich als Founder oder CEO eignet
Im August soll eine neue "Career Prediction & Simulation" AI von Speedinvest Heroes in die Beta-Phase gehen. Co-CEO Lukas Rippitsch verriet bereits jetzt erste Details.
Es ist kein Zufall, dass sowohl die großen Erfolge als auch das Scheitern von Unternehmen meist an Personen festgemacht werden. Eine gute Idee allein garantiert bekanntlich nicht den Erfolg. Gleichzeitig starten häufig auch Unternehmen mit mäßig kreativen Produkten richtig durch, weil sie in der Umsetzung einfach besser sind. Dabei ist zentral, ob Schlüssel-Positionen mit den richtigen Leuten besetzt sind. Doch wie erkennt man, ob sich jemand als Führungskraft oder sogar Gründer:in eignet? Speedinvest Heroes will das bald mit einer eigens entwickelten AI herausfinden können.
Speedinvest Heroes-Algorithmus empfiehlt konkrete Schritte zur Weiterentwicklung
Man beschäftige sich seit zwei Jahren technisch mit dem Thema „Career Prediction & Simulation“, erklärt Speedinvest Heroes Co-CEO Lukas Rippitsch gegenüber dem brutkasten: „Wir haben einen job prediction algorithm gebaut, der Talenten nicht nur Optionen zur Weiterentwicklung aufzeigen soll, sondern auch konkrete Schritte zu einem Karriere-Ziel empfiehlt“. So ein Ziel könne etwa sein, ein „Head of Product“ zu werden.
Hast du die „Founder DNA“ und welche CXO-Rolle passt am besten?
Für Speedinvest Heroes besonders spannende Unterkategorien seien „Founder DNA“ und „C-Level“, erklärt Rippitsch. „Wir sind ja sehr aktiv im Bereich Startup Hiring, Co-Founder Hiring und werden täglich mit Kandidaten konfrontiert, bei denen wir feststellen müssen, ob sie geeignete Founder sind, und wenn ja, welche CXO Rolle tatsächlich für sie passt“.
Zwei Jahre Forschung und ein Tech-Award
Die zugrunde liegende Forschung basiere auf der „Startup Anatomy“-Studie, die 2019 durchgeführt wurde, sowie auf einem Forschungsprojekt der FFG gemeinsam mit dem Forschungszentrum SSCH in Hagenberg. „Und auf drei Jahren hartes Daten von Gründer:innen in Tech-Startups in Mitteleuropa Sammeln“, so der Co-CEO. Die AI nutze historische Daten und beziehe unter anderem Werte zur emotionalen Intelligenz und den „Big 5“-Persönlichkeitsparametern ein. „Hier verwenden wir erstmalig unsere explainable AI-Technologie, für die wir auch einen Tech-Award gewonnen haben“, so Rippitsch.
Speedinvest Heroes plant weitere Tools
Im August will man mit dem Tool in die Beta-Phase starten, Ende des Jahres will man in den Regelbetrieb unter einer neuen Brand übergehen. Und von Speedinvest Heroes soll in nächster Zeit noch einiges mehr kommen: „Wir arbeiten seit letztem September an einer Talent Management Solution, die Talente durch ihre Karrieren führt, Optionen aufzeigt und Stärken beleuchtet und jeden mit seiner Wunsch Community vernetzt“, verrät der Co-CEO.
Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Corporate Innovation
Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Corporate Innovation“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Corporate Innovation
Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Corporate Innovation“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
Die Herausforderung ist bekannt: Corporates müssen KI-Anwendungen operativ ins Unternehmen bringen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben, die Umsetzung ist aber vor allem aufgrund hoher Sicherheitsanforderungen alles andere als trivial. Nicht überall gelang bislang daher der Sprung aus der Pilotphase. Doch einige heimische Corporates stechen mit ihren erfolgreich umgesetzten KI-Projekten hervor.
Ihnen widmen wir heuer die Kategorie „Corporate Innovation“ des brutkasten Innovator of the Year. Wir haben fünf Corporate-Manager:innen nominiert, die dieses Jahr mit besonders erfolgreichen oder ambitionierten KI-Projekten unter ihrer Verantwortung aufgefallen sind.
Der Preis wird heuer zum 6. Mal vergeben. Am 5. November findet die feierliche Award Ceremony im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum im Wiener Palais Berg statt. Neben der Kategorie Corporate Innovation wird der Award dieses Jahr in den Kategorien Startups und Scaleups vergeben. Als Preis in allen drei Kategorien winkt jeweils ein brutkasten-Medienpaket im Wert von 4.100 Euro.
Die „Innovator of the Year“-Kategorie Scaleups wird durch BCG unterstützt.
Publikumsvoting zum Innovator of the Year | Kategorie „Corporate Innovation“
Nun ist, wie jedes Jahr, deine Stimme gefragt. Bis zum 1. November (23:59 Uhr) kannst du für deine:n Favorit:in abstimmen! Jede:r User:in hat pro Tag und Kategorie genau eine Stimme – es lohnt sich also, die eigene Community zu aktivieren.
(Hinweis: Bei mehrfacher Stimmabgabe pro Tag erfolgt zwar keine gesonderte Fehlermeldung im Voting-Tool, Mehrfachvotes werden vom System jedoch automatisiert erkannt und ausgefiltert).
Michael Waupotitsch, VP Textile Recycling | Andritz
Michael Waupotitsch | (c) Andritz
Angesichts von weltweit 92 Millionen Tonnen Textilmüll jährlich hat der Grazer Technologiekonzern Andritz eine neue KI-Lösung für die Kreislaufwirtschaft präsentiert. Mit dem System „teXscan“ soll die Bewertung von Alttextilien laut Angaben des Unternehmens künftig zerstörungsfrei automatisiert werden. In nur einer Sekunde soll das System die Textilqualität auf Stoff-, Garn- und Faserebene bewerten. Darauf basierend empfiehlt die KI den jeweils optimalen Weiterverarbeitungsweg, vom Ring-Spinnen bis zum chemischen Recycling. Laut Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz, soll diese prädiktive Analyse-Software eine Lücke in der großindustriellen Sortierung schließen und als Hebel für eine wettbewerbsfähige textile Kreislaufwirtschaft dienen.
Gerhard Dimmler, CTO | Engel
Gerhard Dimmler | (c) Engel
Unter dem Projektnamen “Inject AI” bringt der oberösterreichische Spritzgussmaschinen-Weltmarktführer einen KI-Assistenten direkt in die Spritzgießproduktion seiner Kunden. Der Engel Virtual Assistant (EVA) versteht und beantwortet nicht nur Fragen in natürlicher Sprache, sondern führt nach Freigabe auch Änderungen an der Maschinensteuerung kontrolliert selbst aus. Das System ist nicht nur für Neumaschinen verfügbar, sondern kann bei bestimmten Maschinentypen auch nachgerüstet werden. “Unser Ziel ist es, Anwenderinnen und Anwendern ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sie im Produktionsalltag effizienter arbeiten können”, sagt CTO Gerhard Dimmler.
Margit Kendler, CFO Greiner Packaging | Greiner
Margit Kendler | (c) brutkasten/Dervisevic
Greiner Packaging arbeitet mit drei KI-Fokusfeldern: Kundeninteraktion, Produktion und Verwaltung. In der Produktion ist KI am Ende der Linie im Einsatz, im Verpackungsbereich und in Richtung Lager. Intern gibt es wöchentliche Online-Runden für Best-Practice-Sharing, einzelne Kolleg:innen arbeiten bereits viel mit Agenten. Kendler treibt das Thema aus der CFO-Rolle und steht für einen Industriebetrieb mit 902 Millionen Euro Umsatz und fast 4.900 Mitarbeiter:innen.
Sulejman Ganibegović, CEO Keba Digital | Keba
Sulejman Ganibegović | (c) brutkasten/Dervisevic
Das Linzer Technologieunternehmen Keba zählt zu den globalen Spitzenreitern in mehreren Teilbereichen der Automatisierung. Seit diesem Jahr hat die Gruppe mit Keba Digital eine Software-Einheit mit KI-Fokus, die auch auf der Technologie des 2025 nach dessen Insolvenz übernommenen KI-Startups 7LYTIX aufbaut. Ziel von Keba Digital ist die Entwicklung industrietauglicher KI-Lösungen, die auch ohne Kopplung an Keba-Hardware vertrieben werden können. CEO Sulejman Ganibegović bringt Unternehmer- und Exit-Erfahrung mit und war bereits zuvor als Vice President Digital Business der Gruppe tätig.
Andreas Kranabitl, Geschäftsführer Spar ICS | Spar
Andreas Kranabitl | (c) Spar
Spar zeigt, wie KI im Handel konkrete Wirkung entfaltet. Die Absatzprognose der Spar ICS erkennt Muster darin, welche Artikel an welchem Tag in welchem Markt gekauft werden, bezieht das Wetter ein und steuert auf dieser Basis die Bestellmenge pro Filiale. Damit konnte Spar den Verderb von Obst und Gemüse im Jahresvergleich um 20 Prozent reduzieren. Andreas Kranabitl führt die IT-Gesellschaft der Spar Österreich-Gruppe seit 2009 und verantwortet die technologische Basis dieser Lösung. Er macht vor, wie ein Traditionsunternehmen KI im Kerngeschäft skaliert und dabei wirtschaftliche Effizienz mit einem messbaren Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung verbindet.
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