16.09.2019

In vino veritas: space.wine bringt die Startup-Community in die Weingärten

Kommenden Donnerstag trifft sich die Wiener Startup-Community im Rahmen des "space.wine" im Heurigen Wieninger am Nussberg, um dort bei Wein und Heurigenjause über den Status des Ökosystems zu diskutieren.
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Wieninger am Nussberg
(c) Wieninger am Nussberg
kooperation

Was macht Wien zu einer der lebenswertesten Städte der Welt? Für manche Menschen ist es das wunderschöne Stadtbild mit den feudalen Gebäuden, für die anderen sind es Aspekte wie Sicherheit und Sauberkeit – und wiederum für andere ist es die Gastronomie, darunter unter anderem die Weinkultur.

+++Wien auf Platz 1 in internationalem Startup-Städte-Ranking+++

Während also andere Veranstalter ihre Events in den Palais der Wiener Innenstadt belassen, geht das Unternehmen analog.space gemeinsam mit dem Partner PwC hinaus an die frische Luft: Das „space.wine“ ist eine „Ökosystem Startup Weinverkostung“, die diesen Donnerstag (19.9.) im Buschenschank Wieninger am Nussberg (Eichelhofweg 125, 1190 Vienna) stattfindet.

Im Rahmen der halbtägigen Veranstaltung wird es während der Verköstigung einer traditionellen Heurigen Jause und einer Weinverkostung mit fünf unterschiedlichen Weinen ausreichend Möglichkeit zum Networken mit Teilnehmern des Ökosystems geben.

+++Mehr Events im Eventkalender des brutkasten+++

Und damit dabei die Inhalte nicht zu kurz kommen, werden Expertinnen und Experten auf einer Paneldiskussion auch über den Status-quo des hiesigen Ökosystems sprechen – als ein Impuls für Diskussionen wird von den Veranstaltern dabei das Aus des Pioneers Festivals genannt, welches 2019 zum letzten Mal in der Wiener Hofburg stattfand. Auch die bevorstehenden Nationalratswahlen dürften die Community auf dem Event beschäftigen.

Als Panelteilnehmer sind angekündigt:

  • Moderatorin: Maggie Childs, Founder & CEO Metropole, Board Member Austrian Startups
  • Renee Wagner, Geschäftsführerin Plug and Play Vienna
  • Thomas Riegler, Partner PwC
  • Marcel van der Heijden, Lead Partner Deep Tech Team Speedinvest
  • Markus Raunig, Geschäftsführer Austrian Startups & Board Member ESN
  • Dr. Arthur Stadler, Partner Stadler Völkel Rechtsanwälte
  • Christoph Richter, Gründer RichterRichtets & Impact Consultant
  • Craig Matthews, Senior Innovation Consultant Science Park Graz
  • Dejan Stojanovic, Failure Enthusiast & Founder Fuckup Nights Vienna

Die Tickets sind kostenlos unter diesem Link erhältlich. Weitere Informationen zu space.wine gibt es unter diesem Link.

Die Location (Wieninger am Nussberg)

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Strom aus Wind und Sonne braucht Speicher. Für sie entwickelt das Projekt Phoenics neue Batteriezellen. Konzeptbild, mit KI erstellt. | (c) Virtual Vehicle
Strom aus Wind und Sonne braucht Speicher. Für sie entwickelt das Projekt Phoenics neue Batteriezellen. Konzeptbild, mit KI erstellt. | (c) Virtual Vehicle

Wind und Sonne liefern Strom, wann sie wollen, nicht wann ihn jemand braucht. Diese Lücke schließen Batteriespeicher. Sie werden damit zur Schlüsseltechnologie der Energiewende. Genau hier setzt Phoenics an: Ein steirisches Konsortium entwickelt die nächste Generation von Lithium-Ionen-Zellen für stationäre Speicher.

Koordiniert wird das Projekt von der Virtual Vehicle Research GmbH in Graz. Partner sind Varta Innovation, die Materials Center Leoben Forschung GmbH (MCL) und AVL List. Phoenics läuft 36 Monate und kostet 2,9 Millionen Euro. Knapp zwei Millionen davon kommen von der FFG, aus der Ausschreibung „Energieforschung 2024″.

Ein Material, zwei Ziele

Im Zentrum steht ein Kathodenmaterial: Lithium-Mangan-Eisenphosphat, kurz LMFP. Es ist eine Weiterentwicklung des etablierten Lithium-Eisenphosphats (LFP). LFP-Zellen gelten als sicher und robust, und sie kommen ohne kritische Rohstoffe wie Kobalt oder Nickel aus. LMFP soll zusätzlich bis zu 20 Prozent mehr spezifische Energiedichte liefern. Auf gleichem Bauraum ließe sich damit mehr Energie speichern.

Diesen Materialvorteil will das Konsortium in die fertige Zelle bringen. Die Zielmarken: 20 Prozent mehr Energiedichte, 40 Prozent längere Lebensdauer.

Was noch offen ist

Bis dahin bleiben Fragen. Wie verhält sich das Material über die Lebensdauer, wie altert es, und lässt es sich industriell verarbeiten und skalieren?

Das Konsortium kombiniert deshalb Experiment und Simulation. Die Partner untersuchen das Kathodenmaterial über den gesamten Lebenszyklus, mit Materialcharakterisierung, hochauflösender Bildgebung und KI-gestützter Auswertung. Parallel entstehen physikbasierte und datengetriebene Modelle. Sie bilden das Verhalten der Zelle von der Mikrostruktur bis zum kompletten Speichermodul ab und sollen Entwicklungszyklen verkürzen.

„Die Mikrostruktur von Elektrodenmaterialien beeinflusst maßgeblich Leistung, Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Batteriezellen“, sagt Roland Brunner, Gruppenleiter am MCL.

Ein eigener Schwerpunkt gilt der Sicherheit. Spezielle Testverfahren sollen zeigen, ob LMFP-Zellen den Anforderungen an Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit genügen. AVL bringt dafür seine Erfahrung in der elektrochemischen Modellierung ein. Verbinde man physikalische Modelle mit Methoden des maschinellen Lernens, ließen sich kritische Betriebszustände und Sicherheitsaspekte frühzeitig vorhersagen, sagt Roland Wanker, Geschäftsbereichsleiter Advanced Simulation Technologies bei AVL.

Aufbauen statt neu anfangen

Phoenics setzt die Zusammenarbeit aus dem Vorgängerprojekt OpMoSi fort. „Unsere Stärke liegt darin, modernste Simulations- und Analysemethoden mit industrieller Entwicklungskompetenz zu verbinden“, sagt Projektleiter Philip Kargl von Virtual Vehicle.

Varta Innovation steuert die Fertigungsseite bei, von der Materialentwicklung über die Elektrodenfertigung bis zur Zellintegration. Großes Potenzial sehen die Partner vorerst bei stationären Speichern. Langfristig könnten die Ergebnisse auch der Elektromobilität nützen.

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