12.10.2020

SOROSE: Japanische Kosmetik aus München mit Alpen-Edelweiß

Mit Shishi Chérie baute Lucy Leiter einen erfolgreichen Online-Shop für Asia-Kosmetik auf. Nun startete sie mit SOROSE ihr eigenes Label.
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The SO Company: Der SOROSE-Gesichtstoner auf Rosenwasser-Basis soll praktisch alles können
(c) The SO Company: Der SOROSE-Gesichtstoner auf Rosenwasser-Basis soll praktisch alles können

Vor zehn Jahren reiste die Deutsche Lucy Leiter nach Hong Kong und kam mit einer neuen Leidenschaft zurück: asiatische Kosmetik. „Sie ist extrem innovativ und extrem wirksam. Ich war mir sehr schnell sicher, dass diese Vorteile auch andere Frauen in Europa schätzen und lieben werden“, erzählt Leiter. Mit ihrem Mann startete sie vor einigen Jahren daher den Online-Shop Shishi Chérie für japanische und koreanische Naturkosmetik. Und der Erfolg lässt sich sehen: Die Jahresumsätze liegen bereits im Millionen-Euro-Bereich. Nun starteten die beiden mit SOROSE eine eigene Naturkosmetik-Marke.

Alpen-Edelweiß im japanischen Rosenwasser

Den Start machen dabei Gesichtstoner auf Basis von Damascena-Rosenwasser in verschiedenen Ausführungen. Damit greife man eine 500 Jahre alte Tradition auf, heißt es vom Kosmetik-Startup. Die Inhaltsstoffe seien zu 100 Prozent natürlich. Neben genuin asiatischen Inhaltsstoffen, wie japanischer Reiswein Ferment und grüner Tee, setzt das Münchner Unternehmen etwa auch auf das unseren Breiten zuzurechnende Alpen-Edelweiß.

SOROSE-Gesichtstoner als Alleskönner? Keine Tests, die das belegen

Die SOROSE-Gesichtstoner sollen nach eigenen Angaben richtige Alleskönner sein und so ziemlich jede Wirkung aufweisen, die pflegender Kosmetik üblicherweise zugeschrieben wird. So sollen sie unter anderem den PH-Wert der Haut erhalten, Akne mindern, Feuchtigkeit spenden, Schwellungen reduzieren, bei Hautkrankheiten, Hautproblemen und Sonnenbrand helfen und eine Anti-Aging-Wirkung haben. Wissenschaftliche Untersuchungen oder entsprechende Tests, die diese umfassende positive Wirkung belegen, legt das Unternehmen aber zumindest auf seiner Homepage nicht vor. Auch liegen bislang noch keine Tests in einschlägigen Vergleichsportalen vor.

Lucy und Peter Leiter treten mit Shishi Chéri und SOROSE diese Woche bei Die Höhle der Löwen an. Außerdem in dieser Folge: Presize, LOOMAID, STRAFFR und Knödelkult.

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V.l.n.r.: Peter Llewellyn-Davies (Präsident BIOTECH AUSTRIA), Lejla Pock (CEO Human.technology Styria), Marcus Hofer (CEO Standortagentur Tirol) © BIOTECH AUSTRIA

Rund 250 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern, zwei Tage in Innsbruck, ein Motto: „Start up, Scale up, Step up!“ Mit vielen neuen Kontakten und einem guten Gefühl bin ich nach Hause gefahren und mit einer offenen Frage: Die österreichische Biotech-Branche ist so gut vernetzt wie nie, aber woher kommt  künftig das Geld, damit aus exzellenter Forschung Unternehmen werden, die in Europa groß werden?

Am Wissen fehlt es nicht. Ob Europa in der Biotechnologie mitspielt, entscheidet sich an der Finanzierung der Wachstumsphase.

Europa zwischen den USA, Golfstaaten und China

Der Schwerpunkt des Summits lag auf dem Scaleup, also auf dem Schritt vom Startup zum international wachsenden Unternehmen.

Ein Bild für die Zukunft der Pharmatrends zeichnete Claudio Albrecht, ehemaliger CEO der Stada AG. Er sprach darüber, wie Geopolitik, neue Technologien und sich wandelnde Gesundheitssysteme die Pharmaindustrie bis 2035 prägen könnten. Besonders hervorgehoben hat er dabei die Transformation Chinas von einer Service-Industrie zu einem Innovationsmotor sowie die Dynamik in den Golfstaaten. Europa widmete er keine eigene Folie in seiner Präsentation, was vom Publikum hinterfragt wurde. Es wirft die Frage auf, welchen Stellenwert Europa künftig im globalen Wettbewerb überhaupt noch spielen wird.

(c) Hofelich – Claudio Albrecht gab einen Ausblick in die Zukunft.

 Ein Champion, der nicht auswandern muss

Den Gegenentwurf lieferte Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und ehemaliger Bundeskanzler. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein Satz: „The next champion should not need to leave Europe in order to become a global champion.“ 

(c) Hofelich – Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB).

Das Ziel ist ambitioniert und gerade in der Biotechnologie bislang schwer erreichbar. Entwicklungszyklen dauern hier i. d. R. mehr als ein Jahrzehnt. 

Der Startup- & Scaleup-Dachfonds: eine gute Nachricht mit Fragezeichen

Für die Branche besonders interessant war die Diskussion über den geplanten österreichischen Dachfonds. Stefan Haubner, Founding Partner bei APEX Ventures, widmete sich der Frage, ob Europa ein eigenes Modell für Venture Capital braucht. Dabei ging es auch um den österreichischen Fund-of-Funds. 

Der Dachfonds soll Anfang 2027 starten. Der Staat steuert 100 Mio. Euro bei, institutionelle Investoren sollen weitere 400 Mio. Euro bringen. Das ist ein wichtiges Signal. Weil es ein Dachfonds ist, investiert er aber nicht direkt in Unternehmen, sondern in andere Fonds.

Wie viel von diesem Geld tatsächlich bei Biotech-Unternehmen ankommt, ist derzeit offen.

Life Sciences brauchen Investoren mit Fachwissen und langem Atem. Davon gibt es in Österreich nur wenige. Wenn der Dachfonds vor allem in Generalisten-Fonds fließt, könnte die Biotechnologie leer ausgehen.

Tirol zeigt, wie Standortarbeit aussieht

Auch organisatorisch war der Summit ein Vorzeigeprojekt. Veranstaltet wurde der Summit von BIOTECH AUSTRIA, Human.technology Styria und der Standortagentur Tirol. Vor Ort vertreten waren Peter Llewellyn-Davies, Präsident von BIOTECH AUSTRIA, Marcus Hofer, CEO der Standortagentur Tirol, und Lejla Pock, CEO von Human.technology Styria. Äußerst charmant moderiert hat Damita Pressl.

Die Villa Blanka hoch über Innsbruck bot eine außergewöhnliche Kulisse; ebenso das Gala-Dinner am Abend in der Rooftop-Bar des Hotels aDLERs. Begeistert zeigten sich auch die Teilnehmer:innen, die am Vortag im Rahmenprogramm die Skisprungschanze Bergisel besichtigt hatten. Ich selbst habe mir am Dienstagmorgen den Health Hub Tirol angesehen. Das Technologiezentrum ist seit knapp einem Jahr in Betrieb und bietet noch freie Flächen. Das ist die Art Standortpolitik, die wirkt: Infrastruktur, Netzwerk und ein Treffpunkt, an dem Forschung, Investor:innen und Politik tatsächlich ins Gespräch kommen.

Was es jetzt braucht

Der Summit hat gezeigt, dass die Branche sich der Herausforderungen bewusst ist und weiß, was zu tun ist.

Der nächste Champion muss nicht auswandern. Aber dafür muss das Kapital vor Ort stärker mobilisiert werden. 

Der fünfte Biotech Summit Austria findet am 21. und 22. Oktober 2027 in Graz statt. Bis dahin wissen wir mehr darüber, ob der Dachfonds auch der Biotechnologie hilft.


Disclaimer: Karin Hofelich ist Life Science Lead beim brutkasten-Schwestermagazin VentureCapital. Das VC Magazin war Medienpartner des Summits.

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AI Summaries

SOROSE: Japanische Kosmetik aus München mit Alpen-Edelweiß

  • Vor zehn Jahren reiste die Deutsche Lucy Leiter nach Hong Kong und kam mit einer neuen Leidenschaft zurück: asiatische Kosmetik.
  • Mit ihrem Mann startete sie vor einigen Jahren daher den Online-Shop Shishi Chérie für japanische und koreanische Naturkosmetik.
  • Und der Erfolg lässt sich sehen: Die Jahresumsätze liegen bereits im Millionen-Euro-Bereich.
  • Nun starteten die beiden mit SOROSE ihre eigene Kosmetik-Marke.
  • Die SOROSE-Gesichtstoner sollen nach eigenen Angaben richtige Alleskönner sein und so ziemlich jede Wirkung aufweisen, die pflegender Kosmetik üblicherweise zugeschrieben wird.
  • Wissenschaftliche Untersuchungen oder entsprechende Tests, die diese umfassende positive Wirkung belegen, legt das Unternehmen aber zumindest auf seiner Homepage nicht vor.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

SOROSE: Japanische Kosmetik aus München mit Alpen-Edelweiß

  • Vor zehn Jahren reiste die Deutsche Lucy Leiter nach Hong Kong und kam mit einer neuen Leidenschaft zurück: asiatische Kosmetik.
  • Mit ihrem Mann startete sie vor einigen Jahren daher den Online-Shop Shishi Chérie für japanische und koreanische Naturkosmetik.
  • Und der Erfolg lässt sich sehen: Die Jahresumsätze liegen bereits im Millionen-Euro-Bereich.
  • Nun starteten die beiden mit SOROSE ihre eigene Kosmetik-Marke.
  • Die SOROSE-Gesichtstoner sollen nach eigenen Angaben richtige Alleskönner sein und so ziemlich jede Wirkung aufweisen, die pflegender Kosmetik üblicherweise zugeschrieben wird.
  • Wissenschaftliche Untersuchungen oder entsprechende Tests, die diese umfassende positive Wirkung belegen, legt das Unternehmen aber zumindest auf seiner Homepage nicht vor.

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SOROSE: Japanische Kosmetik aus München mit Alpen-Edelweiß

  • Vor zehn Jahren reiste die Deutsche Lucy Leiter nach Hong Kong und kam mit einer neuen Leidenschaft zurück: asiatische Kosmetik.
  • Mit ihrem Mann startete sie vor einigen Jahren daher den Online-Shop Shishi Chérie für japanische und koreanische Naturkosmetik.
  • Und der Erfolg lässt sich sehen: Die Jahresumsätze liegen bereits im Millionen-Euro-Bereich.
  • Nun starteten die beiden mit SOROSE ihre eigene Kosmetik-Marke.
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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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  • Vor zehn Jahren reiste die Deutsche Lucy Leiter nach Hong Kong und kam mit einer neuen Leidenschaft zurück: asiatische Kosmetik.
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  • Und der Erfolg lässt sich sehen: Die Jahresumsätze liegen bereits im Millionen-Euro-Bereich.
  • Nun starteten die beiden mit SOROSE ihre eigene Kosmetik-Marke.
  • Die SOROSE-Gesichtstoner sollen nach eigenen Angaben richtige Alleskönner sein und so ziemlich jede Wirkung aufweisen, die pflegender Kosmetik üblicherweise zugeschrieben wird.
  • Wissenschaftliche Untersuchungen oder entsprechende Tests, die diese umfassende positive Wirkung belegen, legt das Unternehmen aber zumindest auf seiner Homepage nicht vor.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

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SOROSE: Japanische Kosmetik aus München mit Alpen-Edelweiß

  • Vor zehn Jahren reiste die Deutsche Lucy Leiter nach Hong Kong und kam mit einer neuen Leidenschaft zurück: asiatische Kosmetik.
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  • Vor zehn Jahren reiste die Deutsche Lucy Leiter nach Hong Kong und kam mit einer neuen Leidenschaft zurück: asiatische Kosmetik.
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