30.09.2025
HEALTH

Sola Diagnostics: Tiroler MedTech entwickelt neuartigen Krebstest und expandiert nach UK

Sola Diagnostics ist ein Tiroler MedTech-Startup, spezialisiert auf die Früherkennung gynäkologischer Krebserkrankungen. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2020 von Martin Widschwendter. Es hat - mit sparsamer Kapitalpolitik - einen besonderen USP entwickelt und ist damit nach England expandiert.
/artikel/sola-diagnostics-tiroler-medtech-entwickelt-neuartigen-krebstest-und-expandiert-nach-uk
Sola Diagnsotics
© Universität Innsbruck - Das Sola Diagnostics-Team rund um Gründer Martin Widschwendter.

Sola Diagnostics-Gründer Martin Widschwendter war fast zehn Jahre lang Leiter des Departments für Women’s Cancer am University College London, bevor er 2020 an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck wechselte, wo er heute das European Translational Oncology Prevention and Screening Institute (EUTOPS) leitet.

Neben seiner Professur in Innsbruck ist er auch als Gynäkologischer Onkologe am Landeskrankenhaus Hall tätig sowie Gastprofessor am Karolinska Institutet in Stockholm. Widschwendter gilt als Pionier in der Früherkennung, Risikovorhersage und Prävention von Brust- und gynäkologischen Krebserkrankungen. Außerdem verantwortete er große EU-Forschungsprojekte wie EpiFemCare, FORECEE oder BRAC Prevent.

Mit über 215 Publikationen, einem „ERC Advanced Grant“ und internationalen Lehraufträgen prägt er die Krebsforschung maßgeblich – sowohl wissenschaftlich als auch klinisch.

Sola Diagnostics mit „WID-easy Test“

Seit 1997widment sich der Gründer epigenetischen Konzepten im Bereich der Prävention. Dabei unterscheidet man zwischen primärer (Verhindern von Erkrankungen) und sekundärer Prävention (Früherkennung). Sein Startup Sola Diagnostics fokussiert sich auf frauenspezifische Tumorerkrankungen, wie Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkörperkrebs und Eierstockkrebs.

Die 2020 gegründete Sola Diagnostics entwickelt und vermarktet epigenetische Tests zur Erkennung und Prädiktion von frauenspezifischen Krebserkrankungen. Mit dem „WID-easy Test“ bringt das Unternehmen sein erstes Produkt auf den Markt: einen molekularen PCR-Test, der Gebärmutterkörperkrebs auf Basis epigenetischer Marker aus einem einfachen Vaginalabstrich nachweisen kann.

„Grundlage dafür waren Vorarbeiten am University College London, wo wir seit über 20 Jahren tätig sind, finnaziert u.a. über EU-Förderungen wie den ‚ERC Advantage Grant‘ oder Horizon und durch eine Charity für frauenspezifische Tumorforschung“, sagt Widschwendter.

Unnötige Eingriffe ersparen

Der Unterschied zu bisherigen Früherkennungsmethoden und dem Produkt von Sola Diagnostics liegt darin, dass der Test des MedTechs im Gegensatz zu Ultraschall oder invasiven Methoden (OPs) Veränderungen auf molekularer Ebene erkennt. Patientinnen mit einem negativen Ergebnis sollen sich so unnötige Eingriffe wie Ausschabungen ersparen. Der Test wurde extra auch für den Heimgebrauch konzipiert, was für Frauen mit eingeschränktem Zugang zur Gynäkologie oder kulturellen Hemmnissen, wie Widschwendter erklärt, in Zukunft in manchen Teilen der Welt essentiell sein wird.

Um zu verstehen, warum dieser Zugang des Tiroler MedTechs erfolgreich ist und unter anderem eine Expansion nach UK ermöglichte, muss man den Begriff DNA-Methylierung kennen und folgendes wissen:

Die DNA ist in jeder Zelle identisch und trägt die gleiche genetische Information. Diese Information ist per se wertlos, wenn sie nicht gesteuert wird. Und wenn Erbinformation in jeder Zelle vorhanden ist, braucht es die Möglichkeit, spezielle Gene an- oder abzuschalten. Das Epigenom kann man sich somit als die Software der Zelle vorstellen, quasi ein Zellprogramm, während, um bei diesem Bild zu bleiben, die DNA als Hardware dient,

„Für uns ist das Epigenom interessant, weil es von vielen Faktoren beeinflusst wird – etwa durch Umweltbedingungen, Alterungsprozesse, Rauchen oder Ernährung. Damit bildet das Epigenom die Schnittstelle zwischen Genen und Umwelt“, präzisiert Widschwendter.

Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen vorhersagen

Dadurch eröffnet es die Möglichkeit, sowohl die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen vorherzusagen als auch Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Eine der einfachsten und zugleich wichtigsten epigenetischen Veränderungen ist die sogenannte DNA-Methylierung.

Die DNA besteht aus vier Basen – A, G, C und T. Entscheidend ist dabei die Abfolge: Steht ein Cytosin (C) direkt vor einem Guanin (G), kann dieses C durch eine chemische Modifikation methyliert werden. Dabei wird eine Methylgruppe angehängt und es entsteht 5-Methylcytosin. Solche Veränderungen finden sich häufig in sogenannten CpG-Inseln, besonders konzentrierten DNA-Bereichen.

Abseits des Fachjargons ist dieser Vorgang in der Krebsforschung hochrelevant: Sind diese CpG-Inseln stark methyliert, verändert sich die Genregulation – ein typisches Muster in Tumorzellen. Durch PCR kann man feststellen, wie viele DNA-Moleküle in einer Probe methyliert sind. Das ermögliche schnelle Hochdurchsatzanalysen mit objektiven Ergebnissen.

Sola Diagnostics mit PCR-Reaktion

Der „WID-easy Test“ wurde daher entwickelt, um Frauen mit ungewöhnlichen vaginalen Blutungen auf Gebärmutterkörperkrebs zu untersuchen. Bisher läuft die Abklärung meist über Ultraschall und, falls Auffälligkeiten bestehen, über eine Operation in Narkose, bei der nach Aufdehnung des Gebärmutterhals-Kanals mit einer Kamera in die Gebärmutterhöhle eingegangen und im Anschluss Gewebe aus der Gebärmutter ausgeschabt wird. Dieses Vorgehen ist belastend, invasiv und hat Schwächen:

  • Viele Frauen müssen operiert werden, um wenige Karzinome zu entdecken.
  • Ein relevanter Anteil von Krebsfällen bleibt trotz Standardverfahren unentdeckt.
  • Ultraschall ist subjektiv – das Ergebnis hängt zum Teil von der untersuchenden Person ab.

Blutungen nach der Menopause gelten als Warnsignal für Gebärmutterkrebs. In Europa folgt auf einen auffälligen Ultraschall meist automatisch ein invasiv diagnostischer Eingriff, wie Widschwendter erklärt. Jedoch haben bloß rund drei Prozent der betroffenen Frauen tatsächlich ein Karzinom.

„Das ist unnötig und wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen“, erklärt Widschwendter. „Zudem übersieht die aktuelle ultraschall-basierte Methode etwa 26 Prozent der Tumore. Das war für uns äußerst unbefriedigend. Deshalb haben wir einen Test entwickelt, der hochsensitiv ist und dennoch nur bei Frauen positiv wird, die tatsächlich ein Karzinom haben. Dafür greifen wir auf die Epigenetik zurück: Wir analysieren die DNA-Methylierung aus einem einfachen Abstrich aus der Scheide – mit einer PCR-Reaktion.“

Im Ultraschall ist dem Gründer nach vieles subjektiv: Die gemessene Dicke der Schleimhaut hängt davon ab, wo der Gynäkologe den Cursor setzt – ein Operator-abhängiges Verfahren. „Unser Labortest dagegen ist komplett objektiv: Am Ende steht eine klare Zahl, positiv oder negativ“, sagt er.

Das Test-Kit von Sola Diagnostics wird von einem deutschen Hersteller produziert und ist im DACH-Raum im Einsatz und zudem in UK verfügbar.

Keine Konkurrenz zu Ultraschall

„Viele haben Angst, dass Ultraschall wegrationalisiert wird, aber wir nehmen niemandem etwas weg, sondern geben ein objektives Tool in die Hand. Damit können Frauen monatelanges Warten auf invasive Eingriffe vermeiden, die heute bei den häufigsten gynäkologischen Symptomen noch Standard sind“, so Widschwendter weiter.

Der Test ist leicht implementierbar und wird unter Lizenz von Partnerlaboren durchgeführt. Im Moment arbeitet Sola Diagnostics mit Laboren Österreich, der Schweiz, Deutschland, Litauen, UK und außerhalb Europas zusammen.

„Als kleines Unternehmen haben wir die Schwierigkeiten unterschätzt, dein akademisches Projekt zu einem marktreifen Produkt zu entwickeln, haben aber gezeigt, dass wir von der Produktentwicklung bis zur Markteinführung den gesamten Weg erfolgreich meistern können. Es ist ein langer Weg, aber wir sind sehr optimistisch“, so der Gründer weiter.

„Möglicherweise Leben gerettet“

Widschwendter merkt, dass immer mehr Gynäkologen den Test einsetzen. Und berichtet von einem großen Erfolgserlebnis: „Eine 45-jährige Frau hatte Blutungen, Ultraschall zeigte nichts Auffälliges, und auch ein Pap-Abstrich ergab keine zellulären Veränderungen. Unser Test hingegen erkannte ein endozervikales Karzinom – einen Tumor, der vom inneren Gebärmutterhals ausgeht und von außen oft nicht sichtbar ist. So konnten wir eine frühere Diagnose stellen, der Frau Leid ersparen und möglicherweise ihr Leben retten.“

Und weiter: „Für uns als Kliniker und Chirurgen ist es besonders erfüllend, den Erfolg unmittelbar zu sehen – das treibt uns an, den Test weiterzuentwickeln. Aktuell konzentrieren wir uns auf Frauen ab 45, wollen aber prüfen, wie zuverlässig der Test auch bei jüngeren Frauen ist, bei denen Ultraschall oft gar nicht greift – ein Bereich, den wir aktiv weiter erforschen.“

Zusätzlich zu den Themen Screening ohne Symptome und Anpassung an Kulturkreise mit eingeschränktem Zugang zur Gynäkologie arbeitet Sola Diagnostics an zwei bis drei weiteren Tests, die auf DNA-Methylierungs­signaturen aus Gebärmutterhalsabstrichen basieren. Diese Technologie ermögliche es, das individuelle Risiko einer Frau auch für andere frauenspezifische Tumore präzise einzuschätzen, so Widschwendter.

„Mit unserem Ansatz lassen sich jene Frauen identifizieren, die tatsächlich ein hohes Risiko haben. Durch die gezielte Fokussierung auf diese Hochrisikogruppe kann die Effektivität präventiver Maßnahmen erheblich gesteigert werden“, erklärt der Gründer. „Man kann es mit Bluthochdruck vergleichen: Dort gibt es etablierte Präventionsstrategien wie Ernährung oder Medikamente, die engmaschig überwacht werden. In der Onkologie gibt es bislang kaum vergleichbare Möglichkeiten. Mit unseren epigenetischen Risikosignaturen wird genau das möglich: Wir können überwachen, ob sich das individuelle Risikoprofil verändert, und damit auch messen, welchen Effekt Präventionsmaßnahmen haben. Dieser Ansatz ermöglicht primäre, personalisierte Präzisionsprävention – etwas, das es bisher nicht gab.“

Investments und Förderungen

Sola hat bisher „lediglich“ 2,4 Millionen Euro an Equity aufgenommen – das letzte im Februar des heurigen Jahres – was im Branchenvergleich als extrem niedriger Betrag gilt. Möglich wurde dies durch ihr schlankes Geschäftsmodell: „Wir betreiben keine eigenen Labore, sondern lizenzieren unsere Technologie aus. Diese Strategie erlaubt uns eine sehr sparsame Kapitalpolitik“, sagt Widschwendter. „Aktuell sind wir dabei, weitere Mittel einzuwerben. Als kleines Unternehmen in Österreich ist das eine besondere Herausforderung, da die Rahmenbedingungen im internationalen Vergleich schwieriger sind. Umso wichtiger war und ist für uns die enge Zusammenarbeit mit der akademischen Forschung sowie die Teilnahme an europäischen Förderprogrammen.“

Darunter: European Innovation Council (EIC) und Horizon Europe. Zusätzlich wurde die akademische Arbeit, die die Grundlage der Gründung des Startups war, von Stiftungen wie der britischen Eve Appeal Charity mit vier Millionen Pfund unterstützt. Zusätzlich kamen acht Millionen Euro aus EU-Programmen. „Wir haben damit auch in hochriskante Forschungsprojekte investieren können, die ohne diese EU-Unterstützung kaum möglich gewesen wären.“

Seit März 2025 sind die Tests auch in England verfügbar. Der Bedarf sei dort besonders hoch, wie der Gründer sagt: „Es gibt kaum niedergelassene Gynäkolog:innen lange Wartezeiten für Gebärmutterhalsuntersuchungen und ein stark belastetes Gesundheitssystem. Gemeinsam mit unserem Vertriebspartner in England können wir hier einen wichtigen Beitrag leisten.“

In England andere Ausgangssituation

England gilt als innovationsfreundliches Land. Sola Diagnostics UK konnte dort jüngst auch eine Förderung von 2,2 Millionen Pfund einwerben, um eine groß angelegte Studie durchzuführen. Diese sei für die aktuellen Pläne von Sola Diagnostics entscheidend, den „WID-easy Test“ im National Health Service (NHS), dem öffentlich finanzierten staatlichen Gesundheitssystem des Vereinigten Königreichs, einzuführen.

Das Gesundheitssystem auf der Insel unterscheidet sich fundamental von Österreich: In England erfolgt die Versorgung primär über General Practitioners (GPs). Diese Hausärzte überweisen Patientinnen direkt in Krankenhäuser, da es keine niedergelassene gynäkologische Fachversorgung gibt. Damit ist die Ausgangssituation eine andere – oder wie Widschwendter betont: „auch eine Chance, innovative Lösungen schneller einzuführen.“

Deine ungelesenen Artikel:
17.08.2026

Diese heimischen Startups begleiten dich im Sommer 

Egal, ob aktiv oder gemütlich, der Sommer bietet für jeden etwas. Die Produkte einiger österreichischer Startups können dabei in der heißen Jahreszeit besonders nützlich sein. Brutkasten hat sie für euch zusammengefasst.
/artikel/diese-heimischen-startups-begleiten-dich-im-sommer-2
17.08.2026

Diese heimischen Startups begleiten dich im Sommer 

Egal, ob aktiv oder gemütlich, der Sommer bietet für jeden etwas. Die Produkte einiger österreichischer Startups können dabei in der heißen Jahreszeit besonders nützlich sein. Brutkasten hat sie für euch zusammengefasst.
/artikel/diese-heimischen-startups-begleiten-dich-im-sommer-2
In der heißesten Zeit des Jahres können die Produkte und Dienstleistungen von Startups Abhilfe schaffen. | (c) AdobeStock

Von Sonnenbrillen für Kinder über vegane Grillalternativen bis zu effizienteren Klimaanlagen: Österreichische Startups verbessern den Sommer mit ihren innovativen Ideen. Rechtzeitig zur sonnenreichsten Zeit des Jahres stellen wir Produkte und Dienstleistungen vor, die auch für euch hilfreich sein können.  

SooNice

Die beiden Gründerinnen von SooNice Sunnies: Christina Reifeltshammer und Doris Reifeltshammer | (c) verenaschierl photography
Die beiden Gründerinnen von SooNice Sunnies: Christina Reifeltshammer und Doris Reifeltshammer | (c) verenaschierl photography

Im Sommer darf eines nicht fehlen: die passende Sonnenbrille. Das österreichische Startup SooNice produziert sie speziell für Kinder. Kratzfeste Brillengläser und Seitenklappen sollen hochwertigen UV-Schutz bieten. Dabei setzt das Unternehmen mit biobasiertem Kunststoff auf Nachhaltigkeit. Das Konzept scheint zu funktionieren, denn das vergangene Geschäftsjahr war für das Unternehmen das bisher erfolgreichste. 2026 rechnet man mit einer weiteren Gewinnsteigerung. Konkret brachte SooNice zur Saison 2026 zwei neue Modelle und eine neue Farbvariante auf den Markt. Mit den 10- bis 16-Jährigen will das Startup eine neue Zielgruppe erschließen. Zusätzlich kam 2026 eine Sonnenbrille für sportliche Aktivitäten auf den Markt. Geografisch setze die Firma laut Geschäftsführerin Christina Reifeltshammer aktuell einen Fokus auf die BeNeLux-Länder.

Like2camp

Legales, naturnahes Campen: like2camp macht es möglich. | (c) like2camp

Für viele ist es der Urlaub schlechthin: Campen in der Wildnis. Dabei ist es oft gar nicht so einfach, einen naturnahen Stellplatz zu finden, der auch noch legal ist. Das Salzburger Startup like2camp hat sich genau dieses Problems angenommen. Sie wollen Camper:innen eine Alternative zum Wildcampen bieten, indem sie auf ihrer Plattform naturnahe Stellplätze vermitteln. Im vergangenen Dezember wurde bekannt, dass die Schweizer Buchungsplattform Nomady das Salzburger Startup im Rahmen eines Asset-Deals übernimmt. Like2camp wurde dabei vollständig in nomady.camp integriert, blieb aber als Produkt und Marke innerhalb von Nomady bestehen. Die Schweizer Buchungsplattform hatte bereits davor eine Plattform für naturnahes Campen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien betrieben. Durch den Zusammenschluss soll die Reichweite erhöht und die Community erweitert werden.

Die Pflanzerei

Gründerin Nadina Ruedl vertreibt vegane Hausmannskost in Wien. | (c) Die Pflanzerei

Für viele Österreicher:innen gehört Grillen einfach zum Sommer. Für all jene, die auf Fleisch verzichten, bietet das Startup “Die Pflanzerei” rund um Gründerin Nadina Ruedl eine geeignete Alternative. In ihrem Shop im siebten Wiener Gemeindebezirk bekommt man österreichische vegane Hausmannskost. Sie verkauft neben veganen Würsteln unter anderem auch pflanzlichen Leberkäse, Fleischknödel oder Schnitzel. Beim Wirtschaftspreis Trigos wurde die Pflanzerei 2025 in der Kategorie “regionale Wertschaffung” ausgezeichnet. Das Projekt „Regionale Wertschöpfung bei pflanzenbasierten Fleischalternativen“ wurde dabei hervorgehoben. Damit unterstützt die Pflanzerei regionale Traditionsbetriebe beim Einstieg in pflanzliche Alternativen. 

so.cool

(l.n.r.) Ben Assa, Philippe Schmit (CEO) und Alireza Eslamian (CTO) setzen auf innovative Lösungen. | © Alex Wieselthaler

Diesen Sommer hatte Österreich mit einer Hitzewelle nach der anderen zu kämpfen. Die Temperaturen in Wiens Wohnungen stiegen teilweise jenseits der 35 Grad, in den Nächten kühlte es nicht ab. Die Klimaanlagen des Startups so.cool (vormals Social Cooling) können Abhilfe schaffen. Das Besondere: Das patentierte thermische Energiespeichersystem Terra Breeze funktioniert ohne den klassischen Abluftaustausch und muss nicht installiert werden. Die Wärme wird nicht nach außen geleitet, sondern im Gerät gespeichert und wieder abgegeben, wenn niemand im Raum ist. Das System soll laut so.cool rund 40 Prozent weniger Energie verbrauchen als herkömmliche Klimaanlagen. Das Konzept scheint zu überzeugen, vergangenes Jahr holte das Startup ein Pre-Seed-Investment von 400.000 Euro. Lead-Investoren waren der Schweizer Krypto-Unternehmer Robert Lauko sowie das Wiener Family Office c.e.l.l. Investment, das vor allem im Nachhaltigkeitsbereich aktiv ist. Im März eröffnete so.cool einen neuen Standort im Wiener Technologiezentrum Seestadt. 

Dæly

Die Dæly-Gründer v.l.: Paul Truffner, Florian Ritter und Alexander Walliser | (c) Dæly
Die Dæly-Gründer v.l.: Paul Truffner, Florian Ritter und Alexander Walliser | (c) Dæly

Sommerzeit ist Ferienzeit. Viele Familien stellt sie vor organisatorische Herausforderungen. Das Grazer Startup Dæly setzt genau hier an: bei der Planung. Ein 15,6 Zoll großer Touchscreen soll die Zettelwirtschaft von Einkaufslisten, Kalendern, To-Do-Anwendungen etc. beseitigen und so die Organisation erleichtern. Kinder besäßen laut Co-Founder Florian Ritter noch kein Smartphone. Daher müssen Eltern neben digitalen auch analoge Kalender pflegen. Die Organisation werde daher auf bis zu acht verschiedenen Geräten abgewickelt, was zu mangelndem Überblick, ständigen Missverständnissen und Koordinationsstress im Alltag führe.

Vereinsplaner

Vereinsplaner-Gründer (v.l.) Lukas Krainz und Mathias Maier © Vereinsplaner

Egal ob Meisterschaft, Camps oder Trainingslager: Im Sommer blühen Österreichs Vereine auf. Auch bei ihnen ist die Organisation oftmals nicht leicht. Der Vereinsplaner soll Vereinsvorständen die tägliche Arbeit erleichtern. Das Online-Verwaltungstool kann von der Terminplanung über Mitgliedermanagement bis hin zu Dokumentenverwaltung eingesetzt werden. 2022 machte das Startup mit einem Auftritt bei “2 Minuten 2 Millionen” erstmals auf sich aufmerksam. Zuletzt dehnte das Unternehmen seine Aktivitäten nach Deutschland aus. Mit einer Niederlassung in Passau sollen die Betreuung vor Ort sowie lokale Partnerschaften intensiviert werden. 

Sonnnig

Das sonnnig-Gründerteam: Roman Öfferlbauer, Jonathan Buchinger und Lukas Hückel © sonnnig

In keiner Jahreszeit gibt es so viele Sonnenstunden wie im Sommer. Das erhöht auch die Stromproduktion von PV-Anlagen. Das Energy-Sharing-Startup Sonnnig verwaltet Energiegemeinschaften. So können z.B. Familien ihre Wohnsitze verbinden und Strom austauschen oder Einzelpersonen ihr Strom-Guthaben einlösen. Ursprünglich konzentrierte sich das Startup auf Endverbraucher, also Privatpersonen, Unternehmen und Gemeinden. Nun soll Sonnnig aber auch mit Energieversorgern kooperieren, denn Energieversorgungsunternehmen stünden zunehmend vor einem Einkaufs- und Prognoseproblem.     

infrared.city

Der Hitzestress in Wien wird hier visualisiert. (c) Live.infrared.city

Die Sommer werden immer heißer und Großstädte wie Wien stehen zunehmend unter Hitzestress. Die Hitze ist nicht nur unangenehm, sondern unter Umständen auch gefährlich. Das ClimateTech-Startup live.infrared.city möchte dem entgegenwirken. Es liefert eine kostenlos abrufbare Echtzeit-Hitzekarte, die das gesamte Wiener Stadtgebiet abdeckt. Dadurch sollen unkompliziert die kühlste Route, die schattigsten Straßen oder das heißeste Gebiet gefunden werden. Wien war die erste Stadt, die von live.infrared.city abgedeckt wurde. Mittlerweile sind auch London, New York und Stuttgart auf der Webseite zu finden.

Kennt ihr noch Startups, die euch den Sommer erleichtern? Dann schreibt uns unter [email protected].

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Sola Diagnostics: Tiroler MedTech entwickelt neuartigen Krebstest und expandiert nach UK

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sola Diagnostics: Tiroler MedTech entwickelt neuartigen Krebstest und expandiert nach UK

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sola Diagnostics: Tiroler MedTech entwickelt neuartigen Krebstest und expandiert nach UK

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sola Diagnostics: Tiroler MedTech entwickelt neuartigen Krebstest und expandiert nach UK

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sola Diagnostics: Tiroler MedTech entwickelt neuartigen Krebstest und expandiert nach UK

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sola Diagnostics: Tiroler MedTech entwickelt neuartigen Krebstest und expandiert nach UK

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sola Diagnostics: Tiroler MedTech entwickelt neuartigen Krebstest und expandiert nach UK

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sola Diagnostics: Tiroler MedTech entwickelt neuartigen Krebstest und expandiert nach UK

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Sola Diagnostics: Tiroler MedTech entwickelt neuartigen Krebstest und expandiert nach UK