03.05.2021

So kannst du dein Unternehmen in Wien zur Covid-19-Impfung anmelden

In Wien werden zuerst Mitarbeiterinnen im medizinischen Bereich oder mit Dienstreisen ins Ausland geimpft.
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Der Covid-19-Impfstoff-Kandidat von BioNTech und Pfizer - auch Polymun aud Klosterneuburg ist beteiligt
(c) BioNTech: Der Covid-19-Impfstoff-Kandidat von BioNTech und Pfizer

Wien startet am 3. Mai mit der Impfung von Mitarbeitern in Unternehmen. 10.000 Betriebe haben sich dafür bereits im Februar vorgemerkt. Eine Registrierung ist aber nach wie vor möglich. Über ein eigenes Portal des Impfservices der Stadt, können Unternehmen Mitarbeiter in insgesamt fünf Risikogruppen einteilen. Diese Gruppen bestimmen die Reihenfolge in der Impfaktion.

40.000 Impfdosen zum Start

Für die erste Risikogruppe, die direkten Kontakt mit infektiösem Material hat – etwa im Gesundheitsbereich – stehen 40.000 Impfdosen bereit. Ebenfalls zu den ersten, die eine Impfung erhalten sollen, zählen Menschen, die unaufschiebbare Dienstreisen ins Ausland machen müssen und damit in die Kategorie 4 fallen. Frühestens ab Ende Mai sollen dann alle anderen Kategorien zur Impfung eingeladen werden.

Termin für ganzes Team buchen

Betriebe müssen sich dazu nicht nur über das Portal vormerken, sondern auch eine Impfkoordinatorin oder einen -Koordinator bestimmen. Dieser bekommt einen Link, mit dem die Vormerkung abgeschlossen werden kann. Gibt es Mitarbeiter in den Kategorien 1 oder 4, kann sofort ein Termin über das Portal gebucht werden. Termine können auch für Gruppen mehrerer Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen gebucht werden. Die Unternehmensgröße ist für diese Impfaktion unerheblich – auch Ein-Personen-Unternehmen sind laut Stadt Wien eingeladen, mitzumachen. Ab 300 impfbereiten Mitarbeitern können Unternehmen aber unter bestimmten Voraussetzungen sogar eigene Impfstraßen in ihren Betrieben einrichten

– Kategorie 1: Erhöhtes Infektionsrisiko bzw. Kontakt mit infektiösem Material
– (zB Wartung von medizinischen Geräten in Gesundheitseinrichtungen)
– Kategorie 2: Direkter persönlicher KundInnenkontakt ohne baulichen Schutz
– Kategorie 3: Direkter persönlicher KundInnenkontakt mit baulichem Schutz
– Kategorie 4: Unaufschiebbare/zwingende Reisen ins Ausland
– Kategorie 5: Kein erhöhtes Risiko durch die Tätigkeit

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Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger
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In einigen US-amerikanischen und chinesischen Städten gehören Robotaxis bekanntlich längst zum Stadtbild. In Österreich verläuft die Verbreitung des autonomen Fahrens, wie so viele andere Dinge, langsamer. Bereits seit 2017 etwa arbeitet die Initiative SURAAA im Kärntner Pörtschach mit autonomen Kleinbussen (brutkasten berichtete). 2019 starteten die Wiener Linien einen mehrjährigen Testbetrieb autonomer Kleinbusse in der Seestadt Aspern (brutkasten berichtete), beendeten das Projekt aber nach der Testphase. Zu einem größeren Rollout kam es bislang nicht.

100 autonome Busse in zwei Jahren

Doch das soll sich jetzt ändern. Bei einem Termin am Westbahnhof, über den mehrere Medien berichteten, legten unter anderem Infrastrukturminister Peter Hanke, ÖBB-Chef Andreas Matthä und Kerem Erman vom türkischen Mobilitäts-Unternehmen Otokar einen Rollout-Plan dar, der erstmals über Testphasen bzw. stark eingegrenzte Projekte hinausgeht.

Demnach sollen bereits in zwei Jahren bis zu 100 autonom fahrende Busse von Otokar für ÖBB Postbus etwa im Vorarlberger Rheintal oder im oberösterreichischen Zentralraum unterwegs sein. In der spanischen Hauptstadt Madrid befinden sich die „e-Centro“-Busse des türkischen Anbieters, die Platz für bis zu 32 Fahrgäste bieten, bereits im regulären Einsatz.

Gesetze müssen erst angepasst werden

Begleitend soll die heimische Gesetzeslage ab September schrittweise angepasst werden, damit in zwei Jahren dann auch Fahrten ohne die aktuell noch obligatorischen Sicherheitsfahrer:innen (Anm. d. Red.: die das Konzept ad absurdum führen) rechtlich möglich sind. Dabei räumt Minister Hanke, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ein: „Es wird dauern, bis die Bevölkerung diesen Fahrzeugen vertraut. Aber wir wollen zum Regelbetrieb, und nicht nur mit einem Bus, sondern mit einer Flotte.“

Vom ersten Test in Alpbach in den Rollout

Doch nun wird – wie sollte es anders sein – zuerst einmal getestet. Und der erste Test erfolgt in ländlicher, aber durchaus prominenter Umgebung: beim Europäischen Forum Alpbach. Dort wird der Testbetrieb in kleinem Ausmaß auf einer definierten Strecke stattfinden. Unter Bedingungen, die den später geplanten Einsatzbedingungen deutlich näher kommen, findet dann der nächste Testlauf statt. Nach dem Forum Alpbach zieht der Bus weiter in den Industriepark „Campus Wolfurt“ im Bezirk Bregenz in Vorarlberg. Dort wird er dann Campus und S-Bahn verbinden.

Die langfristige Vision ist auch bereits skizziert. Verläuft der oben beschriebene Rollout in den kommenden zwei Jahren nach Plan, soll eine flächendeckende Ausbreitung folgen. Letztlich will man Öffi-unterversorgte ländliche Regionen, wo, wie Hanke es ausdrückt, „keine U-Bahn mehr hinkommt, wo der Bus nicht mehr so groß sein muss“ in ganz Österreich abdecken.

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