21.08.2020

So gelingt die Liquiditätsbeschaffung abseits staatlicher Hilfspakete

Der Senat der Wirtschaft veranstaltete im Sommer in Kooperation mit dem Brutkasten ein Webinar zum Thema „Liquidität abseits von Förderungen“. Im Rahmen des Webinars gingen Experten aus der Finanzwirtschaft der Frage nach, welche alternativen Finanzierungslösungen für Unternehmen in Zeiten von Corona bestehen, um an privates Eigenkapital zu kommen. Hier könnt ihr das Webinar als Podcast nachhören.
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Liquidität
Werner Edlinger (TAUROS Capital Management GmbH), Andreas Draxler (Executive Board Member A.B.S. Factoring AG) und Günther Lindenlaub (COO Invesdor Group) geben nützliche Experten-Tipps
kooperation

Österreichs Wirtschaft braucht für den Neustart nach Corona und das Wiederankurbeln der Wirtschaft neben den staatlichen Hilfsmaßnahmen, innovative Finanzierungslösungen und vor allem privates Eigenkapital.

Der derzeitige Weg über (gefördertes) Fremdkapital aus den COVID-Hilfspaketen wirkt dagegen wie eine immer schwerere Bürde. Die Rückzahllast der Coronakredite wird auf Jahre hinaus jegliche Möglichkeit auf Rücklagenbildung und somit auf Dynamik hemmen.

Liquidität abseits von Förderungen

Der Senat der Wirtschaft hat dies zum Anlass genommen und veranstaltete in Kooperation mit dem brutkasten im Sommer ein Webinar zum Thema „Liquidität abseits von Förderungen“.

Im Rahmen des Webinars gingen drei Experten aus der Finanzwirtschaft der Frage nach, welche innovativen Finanzierungslösungen für Unternehmen in Zeiten von Corona bestehen, um an privates Eigenkapital zu kommen. Hier könnt ihr das Webinar als Podcast nachhören.

Die drei Experten und Themenbereiche

Die drei Experten kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Finanzwirtschaft und decken thematisch ein breites Themenspektrum ab –  angefangen von Crowd-Funding-Lösungen bis hin zu Factoring.

  • Senator Mag. Günther Lindenlaub (COO Invesdor Group)
    • Themenbereich: Crowd-Funding-Lösungen
  • Senator Mag. Andreas Draxler (Executive Board Member A.B.S. Factoring AG)
    • Themenbereich: Factoring
  • Senator Mag. Werner Edlinger (TAUROS Capital Management GmbH)
    • Themenbereich: Eigenkapitalstärkung und Wachstumsfinanzierung ohne Abgabe von Gesellschaftsanteilen

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© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

Details zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

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