17.04.2019

Wiener Startup snorefree möchte mit App gegen Schnarchen ankämpfen

Das Anti-Schnarch-Startup snorefree konnte bei "2 Minuten 2 Millionen" keinen Investor überzeugen. Gegenüber dem brutkasten erläutert der Gründer Sigismund Gänger, warum das für sein Startup keine Tragödie ist und wie der Launch der Anti-Schnarch-App am Tag der Ausstrahlung erfolgte.
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snorefree, 2 minuten 2millionen
(c) Gerry Frank - Sigismund Gänger, Dario Lindes und Florian Schneider möchten wieder Ruhe ins Schlafzimmer bringen.

Für die Founder von snorefree, Sigismund Gänger und den Logopäden Dario Lindes, war zu Beginn die Tech-Szene ziemliches „Neuland“. Sie haben auf ihrem Weg bis zum Launch mehrere Versionen der Health-App entwickeln müssen, zeigen sich jetzt aber bereit den Markt zu erobern.

+++ ausführlicher Nachbericht zur aktuellen „2 Minuten 2 Millionen“ Sendung +++

Die Idee reifte eineinhalb Jahre. Solange hatte Gänger gebraucht das „Anti-Schnarch-Workout“ seinem Co-Founder Lindes in einer digitalen Variante schmackhaft zu machen. Es gelang und das Duo wurde schließlich durch Business Angel und McShark-Gründer Florian Schneider komplettiert. Kurz danach hat sich das Startup – mit den ersten zahlenden Usern im Rücken – auf die Suche nach passenden Investoren begeben.

aws-Garantie für 260.000 Euro-Kredit

Dass sich weder Wunsch-Investor Florian Gschwandtner noch ein anderes Jury-Mitglied bei „2 Minuten 2 Millionen“ bei snorefree beteiligen wollten, traf das Startup weniger hart, als man annehmen möchte. „Da wir in der zweiten Hälfte des letzten Jahres eine aws-Garantie für einen Gründer-Kredit in Höhe von 260.000 Euro bekommen haben, waren wir bei den Aufzeichnungen nicht akut auf Investoren-Suche. Und weil die App zum Zeitpunkt der TV-Aufnahmen auch noch nicht im Store war, sind wir nicht mit der Erwartung auf ein Investment in die Show gegangen. Natürlich hätten wir uns gefreut Florian Gschwandtner mit an Bord zu holen, aber es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Sein Feedback war für uns sehr wertvoll, denn mit diesem haben wir an unserem Business-Plan geschraubt und die App überarbeitet“, sagt Gänger.

snorefree mit Gamification-Elementen

Die App bietet aktuell 32 verschiedene Übungen aus denen durch einen Algorithmus ein dem User individuell angepasstes 10- bis 15-minütiges Workout zusammengestellt wird. Zudem sind neue Features geplant, darunter ein Gamification-Element, eine Snore-Challenge und ein Schlafrecorder,

Zusätzlich sollen Nutzer bald auf Statistiken zurückgreifen und einen Schlafphasen-Wecker nutzen können, der laut Gänger mithilfe eines Beschleunigungssensors im Gerät, die Bewegungen im Schlaf aufzeichnet. Mithilfe dieser Daten soll die App den perfekten Moment zum Wecken finden.

Am Morgen können die Nutzer dann nicht nur die Statistik der vergangenen Nacht analysieren, sondern werden nach Wunsch auch sanft geweckt. Übrigens soll snorefree laut den Gründern in über 25 Sprachen erhältlich sein.

Rollout nach Deutschland, GB und USA

Vorerst wird es snorefree nur in Österreich geben. Gänger erläutert die nächsten Schritte des geplanten Rollouts: „Sobald die Android-App am selben Stand ist wie die iOS App, was wir in den nächsten Wochen erwarten , werden wir in Deutschland, gefolgt von den anglo-amerikanischen Ländern ausrollen. Aber davor werden wir definitiv noch auf die Suche nach Investoren gehen“


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Nathalie Picquot und Marcin Pakulnicki | (c) Twitter / LinkedIn
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Vergangenes Jahr sorgte der laut Medienberichten nicht ganz freiwillige Abgang der beiden Wiener Gründer der Berliner Neobank N26 für Aufsehen. Nach Valentin Stalf im August räumte im Dezember auch Maximilian Tayenthal den CEO-Posten. Seitdem ist Mike Dargan beim FinTech-Scaleup am Ruder.

Zwei neue C-Level-Besetzungen

Nun verkündete N26 einen weiteren Umbau im C-Level – diesmal allerdings mit gewisser Vorlaufzeit. Nathalie Picquot übernimmt mit Oktober die Rolle der Chief Growth and Marketing Officer; Marcin Pakulnicki startet bereits mit September als Chief Technology Officer. Ihre jeweiligen Vorgänger, Timo Meyer und Gino Cordt scheiden laut Unternehmen beide Ende 2026 aus. Beide waren jeweils mehr als zehn Jahre in unterschiedlichen Rollen bei N26 tätig.

Nathalie Picquot mit Stationen bei Google, Twitter und zuletzt Santander

Nathalie Picquot bringt mehr als zwei Jahrzehnte Führungserfahrung mit: Zuletzt leitete sie fünf Jahre lang global die Bereiche Corporate Marketing, Brand Experience und Digital Engagement bei Banco Santander. Zuvor war sie über 15 Jahre in leitenden Positionen bei Google und Twitter tätig. „Ihre nachweislichen Erfolge bei der Beschleunigung der digitalen Transformation an der Schnittstelle von Marketing, Wachstum und Expansion werden entscheidend dazu beitragen, die Präsenz der Marke N26 weiter auszubauen und die Kundenbindung in Europa zu stärken“, kommentiert man bei N26.

Marcin Pakulnicki zuvor bei ING Group

Der neue CTO Marcin Pakulnicki war zuvor bei der ING Group tätig, wo er für den Aufbau und die Skalierung der globalen mobilen und digitalen Technologieplattform der Bank verantwortlich war und zudem die Entwicklung der Conversational Banking- und Agentic AI-Initiativen leitete. Er verfüge über umfassende Erfahrung in der Skalierung mobiler Technologieplattformen und Innovationen im Umfeld stark regulierter, marktübergreifender Finanzdienstleistungen, heißt es von N26.

„Mit ihrer umfassenden Expertise werden sie entscheidend zum nächsten Kapitel operativer Reife und europäischer Skalierung von N26 beitragen. Dieser Meilenstein markiert zugleich einen Moment des Wandels für N26“, kommentiert CEO Mike Dargan die beiden Neubesetzungen. „Mit diesem gestärkten Führungsteam ist N26 ideal aufgestellt, um in all unseren Märkten ein resilientes und vertrauenswürdiges Bankerlebnis als Hauptbank zu bieten.“

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