Smartphone-Konto Number26 von Wienern auf Expansionskurs
Das FinTech-Startup mit Sitz in Berlin, wurde 2013 von zwei Wienern gegründet. Das Girokonto kann der der User komplett via Smartphone bedienen. Die Eröffnung eines solchen dauert am Handy nur acht Minuten und der Kunde muss keine Formulare ausfüllen. Seit dem Start ist Number26 rasant gewachsen: 75 Mitarbeiter arbeiten in der Klosterstraße, dem neuen Office in der deutschen Hauptstadt. Heute hat das Startup bekannt gegeben, dass es in sechs weitere Länder in Europa expandiert - in Österreich und Deutschland operiert Number26 bereits.
„Unsere Vision war es immer, ein paneuropäisches Konto aufzubauen,” so der Number26-Gründer Valentin Stalf. Er ist der Überzeugung, dass traditionelle Banken die junge Generation mit ihrem Angebot enttäuscht hätten.
Ab heute gibt es Number26 auch in Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Spanien und der Slowakei. Dies sei nun der erste Schritt grenzüberschreitendes Banking in Europa anzubieten. „Die Länder, in die wir expandieren, sind Paradebeispiele für schlechte Kundenerfahrungen und überteuerte Bankprodukte“, meint auch Co-Gründer Maximilian Tayenthal. „Genau dort beginnen wir mit dem Aufbau der ersten wirklich paneuropäischen Bank.“
Bei Number26 bekommt der User eine Push-Benachrichtigung, wenn sich am Konto etwas tut. Seit der Einführung von Cash26 kann man auch bei rund 5.000 Einzelhandelspartnern Bargeld einzahlen oder „abheben“. Außerdem kann man in nur wenigen Klicks Geld an Freunde via E-Mail oder SMS senden. In Deutschland gibt es außerdem seit kurzem einen Diskorahmen. Damit kann man mehr Geld ausgeben, als am Konto oben ist.
„Der Zeitpunkt für die Einführung eines digitalen Girokontos könnte nicht besser sein“, meint Tayenthal „Die bekannten Probleme europäischer Banken sowie bürokratische Prozesse, lange Wartezeiten und Nutzerunfreundlichkeit sind allgegenwärtig“.
Erst gestern haben auch zwei Ex-Mitarbeiter von Number26 Schlagzeilen geschrieben, die selbst ein FinTech gegründet haben. Der Brutkasten hat berichtet.
Social Cycle: Ein Wiener Startup entwickelt neues System zum Pfandflaschensammeln
Pfandflaschen, die im Mistkübel landen, werden laut den Gründern Rafael Schwarz und Philipp Linsbichler bald der Vergangenheit angehören. Ihr Startup Social Cycle setzt auf ein neues Design, das bisherige Pfandringe in den Schatten stellen soll.
Social Cycle: Ein Wiener Startup entwickelt neues System zum Pfandflaschensammeln
Pfandflaschen, die im Mistkübel landen, werden laut den Gründern Rafael Schwarz und Philipp Linsbichler bald der Vergangenheit angehören. Ihr Startup Social Cycle setzt auf ein neues Design, das bisherige Pfandringe in den Schatten stellen soll.
Jeder kennt es: Der Softdrink ist getrunken und übrig bleibt nur die leere Plastikflasche. Was soll man mit ihr machen? Wegwerfen und so Pfandsammlern die Arbeit erschweren oder doch bis zum nächsten Supermarkt gehen und dort die Flasche ordnungsgemäß retournieren? Genau diesem Problem nehmen sich die beiden Gründer von Social Cycle, Rafael Schwarz und Philipp Linsbichler, an. Sie haben ein System zum Pfandsammeln entwickelt, das herkömmliche Pfandringe ersetzen soll. Laut den Gründern ist es u.a. flexibler einsetzbar, sauberer und billiger.
Sammeln mit einer Röhre
Social Cycle setzt auf eine röhrenartige Konstruktion, in die leere Flaschen und Dosen gesteckt werden können. Ihr Sammelsystem ist wesentlich günstiger als herkömmliche Pfandringe. „Unser System kostet zwischen 79 und 99 Euro. Die Pfandringe kosten alleine in der Produktion schon 300 Euro, mit genau der gleichen Kapazität an Flaschen. Außerdem spart man sich die Montage“, sagt der Unternehmensberater. Die Sammelkonstruktionen von Social Cycle werden nämlich nur mit Schellen fixiert, was für zusätzliche Flexibilität sorge. „Du kannst dann einfach die Module z.B. vom Bahnhof abmontieren und dann bei einem Fest montieren“, erklärt Schwarz.
Zudem sei die Reinigung wesentlich einfacher als bei allen anderen Systemen am Markt. Weiters passen die Module laut dem Co-Founder besser ins Stadtbild als bisherige Sammelsysteme. „Wir haben auch das Feedback bekommen, dass es einfach viel besser im öffentlichen Raum ausschaut, was natürlich eins der größten Probleme bei den Pfandringen ist“, erklärt Schwarz.
Social Cycle ist bereits an über 150 Standorten in Österreich und Deutschland vertreten, unter anderem in Bregenz, Steyr und Kahl am Main. Nur in Wien fehlen noch jegliche Pfandsammelsysteme. Auf brutkasten-Anfrage erklärt das Büro des Wiener Klimastadtrats Jürgen Czernohorszky (SPÖ), dass Pfandsammelsysteme auch zur „Ablagerung sonstiger Abfälle“ verwendet würden, was zu höheren Reinigungskosten führe.
„Dabei haben wir eben unser System genau so entwickelt, dass es dieses Problem nicht gibt“, erklärt Schwarz. Ab September gebe es erneut Gespräche mit der SPÖ, den NEOS und den Grünen. Der 25-Jährige ergänzt: „Wir rechnen zu 100 Prozent mit einem positiven Ausgang. Wir sind wirklich überzeugt, dass es einfach eine perfekte Lösung auch für Wien ist.“
Dem Büro des Klimastadtrats sind Gespräche im Herbst nicht bekannt. Es erklärt, dass das Einwegpfand u. a. das Ziel verfolge, Getränkeverpackungen in den Recyclingkreislauf zurückzuführen. „Die Einführung von Pfandsammelbehältnissen würde diesem Grundgedanken entgegenstehen, da dadurch ein Anreiz entstehen kann, Pfandgebinde bewusst im öffentlichen Raum zurückzulassen und deren Rückführung auf Dritte zu verlagern“, ergänzt das Büro.
Präsenz in ganz Europa
Das im März 2026 gegründete Unternehmen finanziert sich mittels Bootstrapping. Investoren soll es keine geben. Als Kunden kommen für Social Cycle Städte, Gemeinden und Abfallverbände in Frage. Die Gründer wollen ihr Produkt durch konstantes Feedback verbessern und sich so gegenüber ihrer Konkurrenz durchsetzen. Dabei setzen sie auf Mundpropaganda, Medienberichte und die eigene Kommunikation z.B. mittels Mails. Schwarz und Linsbichler denken trotz langsamen Wachstums bereits an die nächsten großen Schritte. Das Startup soll u.a. nach Holland und Irland expandieren und seine Präsenz in Deutschland verstärken. Schwarz möchte mit dem Pfandsammelsystem auch in Hamburg und Berlin vertreten sein. „Unser Ziel ist es wirklich, dass unsere Module in die Infrastruktur eingebunden sind wie Mistkübel, in ganz Europa“, stellt der Co-Founder fest.
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