09.12.2015

Smarte Lampe Fluxo erreicht Kickstarter-Ziel am ersten Tag

Vor knapp 12 Stunden ging die erste Crowdfunding-Kampagne des Wiener Startups LukeRoberts online. Und schon ist das Ziel von 50.000 Euro übertroffen.
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(c) Luke Roberts, Fluxo ist eine smarte Lampe, die teilweise automatisiert funktioniert
(c) Luke Roberts, Fluxo ist eine smarte Lampe, die teilweise automatisiert funktioniert

Das Wiener Startup LukeRoberts hat seine erste Kickstarter-Kampagne gleich am ersten Tag übertroffen. 50.000 Euro wollten die Wiener Lukas Pilat und Robert Kopka für die Produktion ihrer smarten Lampe Fluxo einsammeln. Knapp 12 Stunden nach dem Start war das Ziel bereits erreicht. Dem Brutkasten verriet Kopka, dass sie etwa 60.000 bis 90.000 Euro für die Produktion kalkuliert haben. Um dieses Ziel zu erreichen bleiben nun noch 33 Tage bis Ende Jänner. Mit dem Geld können laut Kopka etwa 200 bis 300 Lampen produziert werden.

Fertigung bis nächsten Sommer in Österreich

Die Lampe Fluxo kann über eine Smartphone-App so gesteuert werden, dass sie in einem Raum jede denkbare Lichtsituation mit nur einer zentralen Beleuchtung schafft. Dazu wird auf dem Display des Smartphones mit einem Finger der Bereich in einem Raum markiert, der beleuchtet werden soll. Die Wiener haben erst heuer einen Prototypen der Lampe gefertigt. Bis nächsten Sommer werden die über Kickstarter bestellten Lampen gefertigt – vornehmlich in Österreich.

Patent eingereicht

Entwickelt wurde die ausgeklügelte Technik weitgehend von Pilat, der Elektrotechnik studiert und am CERN gearbeitet hat, bevor er in die Unternehmensberatung ging. Für die optischen Elemente haben sich die beiden Gründer Hilfe von einer Münchner Firma geholt. Jede der mehr als 200 LEDs in der Lampe hat eine eigene Linse, mit der das Licht gelenkt wird. Dafür haben Kopka und Pilat ein eigenes Patent eingereicht – um sich vor möglichen Patentklagen der Branchenriesen zu schützen, erklärt Kopka. Später soll das Lampen-Portfolio erweitert werden, um eine Beleuchtungs-Serie für die gesamte Wohnung anbieten zu können.

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Bernd Greifeneder vor dem in Bau befindlichen neuen Dynatrace Campus in Linz | © Hermann Wakolbinger
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Seinen Sitz hat der ursprünglich 2005 in Linz gegründete Observability-Spezialist Dynatrace bereits mit dem ersten Exit 2011 in die USA verlegt. 2019 folgte der Börsengang in New York (brutkasten berichtete damals). Österreich blieb dennoch ein zentraler Standort für den nunmehrigen Weltmarktführer im Bereich KI-basierter Observability. Ein neuer Büro-Campus in Linz mit 29.000 Quadratmetern soll demnächst bezogen werden, wie brutkasten berichtete. Von den weltweit aktuell rund 5.600 Mitarbeiter:innen sind etwa 28 Prozent an den sechs österreichischen Standorten in Linz, Wien, Graz, Klagenfurt, Hagenberg und Innsbruck beschäftigt.

Umsatzsprung um weitere 18 Prozent

Im Geschäftsjahr 2024/2025 war die Zahl der Beschäftigten noch bei rund 5.200 gelegen – und der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) bei 1,7 Milliarden US-Dollar. Wie Dynatrace nun bekanntgab, konnte letzterer im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/2026 auf 2,054 Milliarden Dollar erhöht werden – ein Sprung um 18 Prozent (bzw. 16 Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse). Dabei habe man mit 29 Prozent „bereinigter operativer Marge“ eine „starke Profitabilität“ aufweisen können, heißt es vom Unternehmen.

Noch viel Potenzial bei KI-gestützter Observability

Und man sieht in der eigenen Branche noch enormes Potenzial: Der adressierbare Markt für Observability, Application Security und AI/LLM Observability werde auf 92 Milliarden US-Dollar geschätzt. Rund 10 Milliarden US-Dollar würden davon bereits AI Observability zugerechnet. „Wir sind auf dem Weg zu autonomen digitalen Ökosystemen, die sich selbst verwalten, Leistung sowie Kosten optimieren und Probleme beheben, bevor sie sich auf die Nutzer auswirken. Für diese Systeme ist KI-gestützte Observability unerlässlich, weil sie ansonsten blind für die reale Welt wären“, kommentiert Dynatrace-Gründer und CTO Bernd Greifeneder.

Standort Linz mit zentraler Rolle

Beim Abrufen dieses Potenzials spielt laut Gründer auch die oberösterreichische Hauptstadt mit dem Engineering Headquarter eine zentrale Rolle: „In Linz entwickeln wir nicht nur unser Produkt, das KI tief in seiner DNA trägt, sondern betreiben an der Johannes Kepler Universität auch Forschung, um Deep-Tech-Lösungen zu entwickeln, die es auf dem Markt noch nicht gibt.“

Greifeneder: „Zeigen jeden Tag, dass wir an den europäischen Standorten herausragende Engineering-Talente finden“

Greifeneder betont dabei, Europa könne im KI-Wettbewerb mit China und den USA selbstbewusst sein: „Bei Dynatrace zeigen wir jeden Tag, dass wir an den europäischen Standorten herausragende Engineering-Talente finden. Menschen aus der ganzen Welt entscheiden sich bewusst dafür, hier zu arbeiten und zu leben.“ Europa stehe an der Spitze, wenn es darum geht, Compliance-Anforderungen zu verstehen und ihnen gerecht zu werden. „Bereiche, in denen wir uns jedoch noch verbessern können, sind Geschwindigkeit und der Mut zum Risiko“, so der Gründer.

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