16.06.2020

Skyrora: Erfolgreicher Startup-Raketentest in Schottland- Treibstoff aus Müll

Das schottische SpaceTech-Startup Skyrora will ab 2022 kommerzielle Transportflüge ins Weltall vom vereinigten Königreich aus anbieten. Ein Raketentest auf der Insel Shetland glückte nun.
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Skyrora: Erfolgreicher Raketenstart auf den Shetlandinseln
(c) Skyrora: Erfolgreicher Raketenstart auf den Shetlandinseln

Es ist ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer für das schottische SpaceTech-Startup Skyrora: Am Samstag führte es einen erfolgreichen Raketentest  auf schottischem Boden durch, genauer auf den Shetlandinseln, von denen somit erstmals eine Rakete abhob. Der Flugkörper mit der Bezeichnung  Skylark Nano flog (geplant) nicht bis ins Weltall, sondern nur sechs Kilometer hoch – es war bereits der dritte derartige Test. Er soll dem Startup neue Erkenntnisse bringen und den Weg für weitere Raketenmodelle ebnen.

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Skyrora: Weltall-Flüge von Schottland aus ab 2022 geplant

Auch der Typ Skylark L wird nicht bis ins Orbit kommen, allerdings kommerziell Forschungseinrichtungen angeboten werden. In Sachen Weltraum-Flug hat das Startup aber ebenfalls ambitionierte Pläne: Bereits 2022 will man vom Vereinigten Königreich aus kommerzielle Transport-Raumflüge anbieten. Das im Zentrum stehende Modell Skyrora XL soll dann vor allem Kleinsatelliten ins All befördern. Bis 2023 will man auf diese Weise auch 170 Arbeitsplätze schaffen. „Head of Launch“ Robin Hague erklärt in einer Aussendung die Wichtigkeit des nun erfolgten Tests: „Der Start von den Shetlandinseln ist für uns sehr wichtig, weil er eine potenzielle Option für unsere kommerzielle Orbital-Trägerrakete Skyrora XL ist. Um die lokalen Startbedingungen zu verstehen, ist es wichtig, mehr über die Windprofile auf den Shetlandinseln zu erfahren“.

Wiederverwendbare Raketen mit Treibstoff aus Plastik-Müll

Die USP, mit der das Startup punkten will, ist Nachhaltigkeit. Die Raketen von Skyora sind wiederverwendbar und werden mit Raketen-Treibstoff betrieben, der aus Plastikmüll erzeugt wird. Eine weitere Besonderheit ist, dass Teile der Fluggeräte mit dem 3D-Drucker hergestellt werden. CEO Volodymyr Levykin meint: „Für Skyrora ging es bei diesem Test um Lernen und Training. Die Innovation bei Skyrora ist enorm. Wir produzieren nicht nur qualitativ hochwertige Ergebnisse, sondern wir tun dies auch mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt, da wir alles daran setzen, bei unseren Launches umweltfreundliche Technologien zu einzusetzen“.

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Christina Hirschl, Geschäftsführerin von Silicon Austria Labs | (c) Helge Bauer
Christina Hirschl, Geschäftsführerin von Silicon Austria Labs | (c) Helge Bauer

Laut internationaler Energieagentur wird sich der weltweite Stromverbrauch der Rechenzentren bis 2030 auf rund 945 Terawattstunden mehr als verdoppeln. Das entspricht etwas mehr als dem gesamten Stromverbrauch Japans heute. Während die EU ein verpflichtendes Nachhaltigkeits-Label entwirft, um den Energie- und Wasserverbrauch der Branche einheitlich bewerten zu können, arbeitet man in Österreich bei Silicon Austria Labs an energieeffizienter KI und Rechen-Hardware.

Stromsparen mittels Chip-Bausteinen und optimierten KI-Modellen

Bei Silicon Austria Labs arbeitete man schon 2025 an einer effizienteren KI, wie brutkasten berichtete. Nun soll Energie mittels Hardware-Beschleunigern gespart werden, also mit Chip-Bausteinen, die KI-Berechnungen mit wesentlich geringerem Energieaufwand ausführen als herkömmliche Prozessoren. So entwickelt das Silicon Austria Labs für das europäische Projekt ISOLDE im Rahmen des Chips Joint Undertaking energieeffiziente Beschleuniger.

„Unsere Stärke liegt darin, KI dort effizient zu machen, wo sie tatsächlich rechnet, im Chip und im Datacenter“, sagt Christina Hirschl, CEO von Silicon Austria Labs. „Wir entwickeln Hardware und Verfahren, die dieselbe Rechenleistung mit deutlich weniger Energie erbringen. Das ist die Grundlage, damit KI in Europa nachhaltig wachsen kann.“

Zudem optimiert Silicon Austria Labs KI-Modelle so, dass sie Daten nicht in große Rechenzentren senden, sondern direkt auf den jeweiligen Geräten laufen, wie etwa Haushaltsgeräten, Sensoren oder Satelliten. Auch an einem energieeffizienten „föderierten Lernen“ wird bei Silicon Austria Labs geforscht. Bei dem Prozess wird KI trainiert, ohne dabei sensible Daten zusammenzuführen.

Energiesparende Elektronik für ein unabhängiges Europa

Laut Silicon Austria Labs geht es bei der Forschung nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um die technologische Unabhängigkeit Europas. Durch selbst entwickelte energieeffiziente Chips und Verfahren sei man weniger abhängig von außereuropäischen Anbietern. „Energieeffiziente Elektronik ist ein Standortvorteil für Österreich und Europa“, sagt Hirschl. „Wer die sparsamste Technologie beherrscht, macht sich unabhängiger und verbindet Digitalisierung mit Klimazielen.”

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Skyrora: Erfolgreicher Startup-Raketentest in Schottland- Treibstoff aus Müll

  • Es ist ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer für das schottische SpaceTech-Startup Skyrora: Am Samstag führte es einen erfolgreichen Raketentest  auf schottischem Boden durch, genauer auf den Shetlandinseln, von denen somit erstmals eine Rakete abhob.
  • Der Flugkörper mit der Bezeichnung  Skylark Nano flog nicht bis ins Weltall, sondern nur sechs Kilometer hoch – es war bereits der dritte derartige Test.
  • Er soll dem Startup neue Erkenntnisse bringen und den Weg für weitere Raketenmodelle ebnen.
  • Das Modell Skyrora XL soll ab 2022 vor allem Kleinsatelliten ins All befördern.
  • USP des Startups ist ein auf Nachhaltigkeit aufbauender Ansatz.

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