27.02.2015

Skipisten sollen dank spezieller Datenbrillen sicherer werden

/artikel/skipisten-sollen-dank-spezieller-datenbrillen-sicherer-werden
(c) Andreas Wiltschnigg: Andreas und Stefan Wiltschnigg mit den Evolaris-Brillen

Ein Blick soll künftig genügen: Bergretter sollen jederzeit exakt wissen, wo man sich gerade befindet. Heutzutage verwenden die Retter dafür moderne GPS-Geräte – mit einem großen Nachteil: Man muss zumindest eine Hand frei haben, um die wichtigen Infos lesen zu können. An dieser Stelle könnten Datenbrillen ihre Stärke gut ausspielen. Das hat Andreas Wiltschnigg, Einsatzleiter bei Mürzzuschlag, vor etwa einem halben Jahr erkannt. Die Grazer Softwareschmiede Evolaris lieferte die entsprechende Anwendung und kommende Saison wird ein erster Testlauf durchgeführt. Insgesamt fünf Hightech-Skibrillen werden von steirischen Bergrettern getestet. „Gerade in Extremsituationen, in denen die Hände frei bleiben und trotzdem die wichtigsten Daten über die Gesamtsituation im Blickfeld bleiben sollen, könnten Datenbrillen helfen“, meint Gerald Binder von evolaris.

Aufmerksam wurde Wiltschnigg im Frühjahr, als Evolaris Datenbrillen mit Freizeitsportlern in den Skigebieten des Österreichischen Verband ski amadé getestet hat. Der damalige Feldversuch war Ergebnis eines EU-Forschungsprojekts, erklärt Evolaris-Projektleiter Gerald Binder im Gespräch mit DiePresse.com. Zum Einsatz kamen Skibrillen mit einem winzigen Display und einem Mini-Computer im rechten unteren Eck der Brille. Die Hardware stammt von Recon und wird in manchen Skibrillen angeboten oder kann bei einigen Modellen nachgerüstet werden. Evolaris liefert eine App, die über einen PC installiert wird und die Brille mit dem Smartphone verbindet. Direkt im Blickfeld angezeigt werden Infos wie die Wartezeit am nächsten Lift, der schnellste Weg zur nächsten Hütte mit Pfeilnavigation, das aktuelle Wetter und gelegentlich auch Neuigkeiten des Betreibers wie etwa Veranstaltungen. Gesteuert wird die Software über ein Armband mit Steuerkreuz, das sich auch mit Handschuhen gut bedienen lässt.

Etwa 70 Skifahrer haben die Brille ausprobiert und die Reaktionen waren durchwegs positiv, so Binder. Anfängliche Sicherheitsbedenken hätten sich zerstreut. „Man schaut nur sehr kurz auf das Display und während der Fahrt werden lediglich Basisinformationen wie Geschwindigkeit und Uhrzeit eingeblendet“, sagt der Experte. Im Dezember wird die App mit einigen der getesteten Funktionen bereits verfügbar sein. Die Software ist kostenlos – eine entsprechende Brille schlägt allerdings mit rund 650 Euro zu Buche.

Sicherheitsbedenken bei der Nutzung der Datenbrille braucht man keine haben: Der Nutzer schaut nur kurz auf das Display und bekommt während der Fahrt nur Basisinformationen angezeigt.

Für die Bergretter ist zunächst nur eine Funktion interessant und zwar die Angabe der Position. Die aktuellen Positionsdaten werden in verschiedenen Formaten angezeigt, können allerdings (noch) nicht direkt gesendet werden, da keine Verbindung zum Smartphone besteht. Während des Tests werden die Bergretter sicherheitshalber immer ein zusätzliches GPS-Gerät verwenden. Diese Spezialgeräte garantieren exakte GPS-Daten – wie groß der Unterschied zu dem GPS-Modul der Brille sei, müsse eben erst herausgefunden werden, erklärt Binder.

In Zukunft könne er sich vorstellen, dass auch die Anzeige von Luftbildern für die Bergrettung interessant sein könnte. Auch über eine Verbindung mit dem Smartphone für eine schnellere Kommunikation werde nachgedacht. „Die 3G-Verbindung in den Bergen ist sehr unterschiedlich“, sagt Binder. Dessen sind sich auch die Skigebiete bewusst und gerade im Freizeitbereich ist die Nutzung in den vergangenen Saisonen sehr stark angestiegen. Ein starker Treiber sind Kurzvideos, die über das Internet mit Freunden geteilt werden. Einige Skigebiete bieten daher bereits WLAN an. Datenbrillen werden die Netze in naher Zukunft kaum überlasten – laut Recon sind derzeit nach wie vor unter 100.000 Brillen weltweit im Einsatz. Gerald Binder glaubt fest daran, dass sich das in den kommenden Jahren ändern wird.

Deine ungelesenen Artikel:
28.10.2026

invest.austria conference 2026: Wie Europa vom Postkartenmotiv zum Powerhouse werden soll

Am 4. November werden über 500 Gäste aus der Investment-Szene im Schloss Schönbrunn erwartet. Im Fokus: technologische Souveränität, Wachstumskapital und der geplante Dachfonds.
/artikel/invest-austria-conference-2026-wie-europa-vom-postkartenmotiv-zum-powerhouse-werden-soll
28.10.2026

invest.austria conference 2026: Wie Europa vom Postkartenmotiv zum Powerhouse werden soll

Am 4. November werden über 500 Gäste aus der Investment-Szene im Schloss Schönbrunn erwartet. Im Fokus: technologische Souveränität, Wachstumskapital und der geplante Dachfonds.
/artikel/invest-austria-conference-2026-wie-europa-vom-postkartenmotiv-zum-powerhouse-werden-soll
© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

Details zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Skipisten sollen dank spezieller Datenbrillen sicherer werden

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Skipisten sollen dank spezieller Datenbrillen sicherer werden

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Skipisten sollen dank spezieller Datenbrillen sicherer werden

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Skipisten sollen dank spezieller Datenbrillen sicherer werden

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Skipisten sollen dank spezieller Datenbrillen sicherer werden

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Skipisten sollen dank spezieller Datenbrillen sicherer werden

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Skipisten sollen dank spezieller Datenbrillen sicherer werden

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Skipisten sollen dank spezieller Datenbrillen sicherer werden

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Skipisten sollen dank spezieller Datenbrillen sicherer werden