09.10.2023

Simbly.ai: Wiener KI-Startup vereinfacht Erstellung von Business-Plänen

Simbly.ai, ein Startup aus Wien, hat eine KI-Software zur Erstellung von Businessplänen entwickelt. Die künstliche Intelligenz (KI) soll dabei eine effiziente Herangehensweise der ersten Planungsschritte bei einer Unternehmensgründung ermöglichen.
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simbly.ai, Business-Plan erstellen
(c) simbly-ai/FB - Das KI-Startup simbly.ai möchte die Erstellung von Business-Plänen vereinfachen.

Viele Unternehmer:innen kämpfen bei der Gründung oder Erweiterung ihres Betriebs mit der Erstellung eines Businessplans, da sich dieser als anspruchsvoll, kostenintensiv und zeitaufwendig erweisen kann. Hier möchte simbly.ai von Dragan Komsic aushelfen.

Simbly.ai: Große Zeitersparnis

Oftmals bleibt abseits der vielen administrativen, kaufmännischen und operativen Aufgaben Gründern und Gründerinnen keine Zeit für den Businessplan. Andererseits mangelt es an manchen Stellen auch an Kreativität oder Expertise in dem ein oder anderen Bereich (z.B. Finanzplanung, Marketing etc.).

Simbly.ai bietet auf Basis der individuellen Eingaben der Nutzer:innen, Marktbeobachtungen und OpenAIs GPT-4 nun die Möglichkeit, einen zugeschnittenen Businessplan – innerhalb von Minuten, wie das Team betont – zu erstellen. Dadurch ermögliche die Software im Durchschnitt eine Zeitersparnis von bis zu 95 Prozent, so der Claim.

Antworten werden in Prompts umgewandelt

Dabei werden Nutzer:innen des Startups durch einen Step-by-Step Guide mittels Fragen durch das Tool geleitet. Die Antworten werden in sogenannte „Prompts“ umgewandelt – Befehle, welche die künstliche Intelligenz ausführen soll. Diese fließen dann mithilfe von OpenAI´s GPT-4 sowohl in eine intelligente „Vektor-Datenbank“, und generieren die Texte bzw. Ergebnisse für den Businessplan.

Die Befüllung dieser „Vektor-Datenbank“ ermöglicht folglich die Datengrundlage für den selbstlernenden Prozess der künstlichen Intelligenz.

Simbly-AI-Gründer: „Geschäftsideen fördern“

Simbly.ai-Founder Komsic dazu: „Das Eröffnen eines Unternehmens für Menschen zu ermöglichen, welche es vorher nicht für möglich hielten, ist einer unserer Antriebe. Dies unterstreicht auch die Unternehmensvision von simbly.ai: ‚Eine Zukunft gestalten, in der jede Geschäftsidee überall und jederzeit gefördert und von einem Traum in die Wirklichkeit verwandelt wird‘.“

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RNAnalytics, tecnet
© equity - (v.l.) Christian Laurer, Adriana González Palomo, Viktoria Enkmann, Hannes Burgstaller und Natalija Rajicic.

Mit einem SAFE (Simple Agreement for Future Equity) beteiligt sich tecnet equity am niederösterreichischen TechBio-Startup RNAnalytics. Das von Viktoria Enkmann und Hannes-Oliver Burgstaller gegründete Unternehmen ist im accent Makerspace in Tulln angesiedelt und entwickelt dort Lösungen für die Analyse von Lipid-Nanopartikeln – winzigen Transporthüllen, die Wirkstoffe wie RNA sicher in menschliche Zellen bringen sollen. Mit dem Investment möchte RNAnalytics die Weiterentwicklung seiner modularen Analyse-Toolkits sowie den Ausbau seiner integrierten Softwareplattform vorantreiben. Über die Höhe der Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart. Doch wie brutkasten erfahren hat, handelt es sich inklusive Förderungen um eine Summe im „höheren sechsstelligen Bereich“.

RNAnalytics: Analysen sehr aufwendig

RNA-basierte Medikamente haben durch neue Impfstoffe und Therapieansätze stark an Bedeutung gewonnen. Damit RNA im Körper überhaupt dort ankommt, wo sie wirken soll, braucht sie eine schützende Transporthülle. Dafür werden häufig sogenannte Lipid-Nanopartikel, kurz LNPs, eingesetzt.

Ob diese winzigen Partikel richtig funktionieren, muss während der Entwicklung eines Medikaments immer wieder überprüft werden. Entscheidend sei dabei, die Eigenschaften der Partikel genau zu verstehen, von ihrer Größe und Stabilität über die tatsächlich eingeschlossene RNA-Menge bis hin zu ihrem Verhalten in unterschiedlichen Zellen.

Diese Analysen seien heute oft aufwendig, erfordern teilweise teure Spezialgeräte und würden mangels einheitlicher Methoden nur eingeschränkt vergleichbare Ergebnisse liefern. „Das kostet Zeit und erschwert insbesondere kleineren BioTech-Unternehmen und Forschungslabors den Zugang zu einer Technologie, die für die Entwicklung neuer RNA-Therapien immer wichtiger wird“, liest man in der Aussendung.

Modulare Toolkits

RNAnalytics hat es sich daher zum Ziel gesetzt, diese Analysen einfacher und standardisierter zu machen. Dafür entwickelt das Unternehmen modulare Toolkits, die auf bereits vorhandener Laborausstattung eingesetzt werden können. Sie kombinieren validierte Messmethoden, Reagenzien und Referenzmaterialien und wollen Laboren damit einen „klar definierten Ablauf für die Untersuchung von Lipid-Nanopartikeln“ ermöglichen.

„Die SAFE-Finanzierung gibt uns in dieser frühen Phase die Möglichkeit, unsere Toolkits konsequent weiterzuentwickeln und parallel den Ausbau unserer Softwareplattform voranzutreiben. Mit tecnet equity haben wir dabei einen Partner an unserer Seite, der die Herausforderungen technologieintensiver Gründungen versteht“, sagt Enkmann, CEO von RNAnalytics.

RNAnalytics: Plattform in Entwicklung

Der Ansatz des Tullner Startups geht jedoch über einzelne Labortests hinaus, wie man mitteilt: Parallel zu den Toolkits entwickelt das Unternehmen eine Softwareplattform, in der die bei den Analysen entstehenden Daten zusammengeführt und automatisch ausgewertet werden können.

So entstehe ein umfassendes Bild der relevanten Qualitätsmerkmale eines RNA-Therapeutikums. Statt Messergebnisse aus unterschiedlichen Geräten und Tests einzeln auszuwerten, könnten Labore ihre Daten zentral verarbeiten, verschiedene Qualitätsparameter miteinander vergleichen und standardisierte Berichte erstellen. Die Kombination aus physischen Toolkits und Software soll damit einen bislang stark fragmentierten Analyseprozess in einen durchgängigen Workflow überführen.

„RNAnalytics setzt an einem sehr konkreten Problem in einem technologisch anspruchsvollen und stark wachsenden Bereich der Biotechnologie an. Besonders überzeugt uns der Ansatz, komplexe Laboranalytik durch standardisierte Toolkits zugänglicher zu machen und diese gleichzeitig in einer skalierbaren Softwareplattform zusammenzuführen“, erklärt Christian Laurer, Senior Investment Manager bei tecnet equity. „Die beiden Gründer:innen verbinden fundiertes wissenschaftliches Know-how mit einem klaren Verständnis für die Herausforderungen in der LNP-Analytik und einer überzeugenden Produktvision. Diese Kombination war für uns eine wesentliche Grundlage für das Investment in dieser frühen Phase.“

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