09.01.2023

Das sind die Sieger:innen des „Innovator of the Year“ 2022

Mit dem "Innovator of the Year" zeichnen wir jedes Jahr gemeinsam mit unserer Community die innovativsten Köpfe des Landes aus. Für 2022 stehen nun offiziell die Sieger:innen fest.
/artikel/siegerinnen-des-innovator-of-the-year-2022

Das große Voting zum Innovator of the Year 2022 ist geschlagen. Von Anfang Dezember bis 6. Jänner konnte die brutkasten-Community in ingesamt sechs unterschiedlichen Kategorien ihre Favorit:innen wählen. Neben den Kategorien Startups, Corporate Innovation, und Ökosystem-Player gab es 2022 erstmalig auch die Kategorien Scaleups, Hidden Champions und Sustainability. Jede:r User:in hatte eine Stimme und es konnte einmal pro Tag und Kategorie abgestimmt werden. Pro Kategorie gab es bis zu zehn Nominierte, die zuvor von der brutkasten-Redaktion aufgrund ihrer Innovationskraft ausgewählt wurden. Hier ein Überblick über die Sieger:innen der jeweiligen Kategorien:


  • Startups: Tamara Gerbert & Florian Lerchbammer-Kreith | Brightmind.AI
  • Scaleups: Franz Tretter | hello again
  • Corporate Innovation: Franz Josef Zeiler | Donauversicherung
  • Ökosystem-Player: Isabell Claus | thinkers.ai & encourageventures
  • Hidden Champions: Axel Kühner | Greiner AG
  • Sustainability: Michaela Stephen & Verena Judmayer | MATR

Der „Innovator of the Year“ erhält ein brutkasten Medienvolumen in Höhe von 3.000 Euro, das auch an eine gemeinnützige Organisation überreicht werden kann. Nachdem das Voting nun offiziell beendet ist, möchten wir euch hiermit nochmals die einzelnen Sieger:innen vorstellen, die 2022 mit ihrer besonderen Innovationskraft aufgefallen sind.

Kategorie: Startups

Tamara Gerbert & Florian Lerchbammer-Kreith | Brightmind.AI

Co-Founderin & CTO Tamara Gerbert sowie Co-Founder & CEO Florian Lerchbammer-Kreith | (c) Brightmind.AI

Das auf Migräne-Patient:innen fokussierte NeuroTech-Startup Brightmind.AI aus Wien möchte mittels künstlicher Intelligenz verschiedene gesundheitliche Probleme ohne Medikation angehen. Dank der nicht-invasiven Gehirnstimulierung (NIBS) sollen zukünftig neurologische Probleme wie Migräne oder Demenz bekämpft werden. Das Ziel des jungen Gründer-Teams rund um Tamara Gerbert und Florian Lerchbammer-Kreith ist es, Migräneanfälle durch personalisierte NeuroTech-Lösungen um 50 Prozent zu reduzieren. Um ihre Arbeit im Bereich der Neurotechnologie voranzubringen, hat sich das MedTech-Startup im September 2022 sowohl ein Pre-Seed-Investment vom Klosterneuburger Venture Fund IST, als auch ein aws-Investment gesichert.

Kategorie: Scaleups

hello again | Franz Tretter

Franz Tretter hello again
Franz Tretter, CEO und Founder von hello again | © Mario Riener Fotografie

Das Leondinger Kundenbindungs-Scaleup hello again rund um Gründer Franz Tretter feierte 2022 sein fünfjähriges Jubiläum. Trotz des derzeit schwierigen Marktumfelds konnte das Unternehmen im letzten Jahr die Marktposition seiner Loyalty-App-Lösung weiter ausbauen. In Summe nutzen bereits über 600 Unternehmen in 25 Ländern die Lösung von hello again für ihre Kundenkommunikation – ein Bereich der in Zeiten des Kosumrückgangs immer wichtiger wird. Zudem konnte sich das Scaleup 2022 ein Investment im mittleren siebenstelligen Bereich sichern. Als Investoren beteiligten sich unter anderem Adverity Co-Foudner Alexander Igelsböck und PlanRadar Co-Founder Ibrahim Imam am Unternehmen. 

Kategorie: Corporate Innovation

Franz Josef Zeiler | Donauversicherung

Donau: Franz Josef Zeiler ist als Leiter des Innovationsteams für WohnenNext verantwortlich
Franz Josef Zeiler ist als Leiter des Innovationsteams für WohnenNext verantwortlich | (c) Donau

Versicherungen haben bei vielen Menschen noch immer das Image, ein bisschen kompliziert zu sein. Franz Josef Zeiler ist  Leiter des Generalsekretariats bei der Donauversicherung und hat es sich zum Ziel gesetzt, genau dies zu ändern. “In den letzten zwei Jahren haben eine Philosophie entwickelt, die einerseits sehr kundenorientiert ist und zum anderen auch einfach und transparent ist”, erläuterte Zeiler in einem brutkasten-Studiotalk. Umgesetzt wurde dies etwa beim Produkt WohnenNext – eine digitale Haushaltsversicherung, bei der die Antragstellung drei Minuten dauert – und die fertige Polizze 30 Sekunden später per Mail kommt. Abschließen kann man die Versicherung rund um die Uhr. Zeiler ist seit 2019 bei der Donauversicherung, nachdem er zuvor bei Wirtschaftskanzleien und im Beteiligungsmanagement der  Vienna Insurance Group gearbeitet hatte. Auch sein Team in der Donauversicherung kommt nicht ausschließlich aus der Versicherungsbranche – was ein Vorteil sein kann: “Wir haben uns die Frage gestellt: Wie muss eine Versicherung im Jahr 2022 aussehen? Und im Endeffekt sind Dinge herausgekommen, die abseits des normalen Versicherungsbereichs Innovationscharakter hatten”, sagt Zeiler.

Kategorie: Ökosystem-Player

Isabell Claus | thinkers.ai & encourageventures

Isabell Claus entwickelte zusammen mit Wolfgang Ecker-Lala die erste technologisch unabhängige Suchmaschine Europas – thinkers.ai. Die im Jahr 2019 gegründete Plattform gewann im Juni 2022 den Europa-Staatspreis in der Kategorie “Innovation und Digitalisierung” und schloss zudem eine Finanzierungsrunde in unbekannter Höhe ab. Als Female Founder setzt sich Claus aktiv dafür ein, mehr Frauen für die österreichische Business-Angel-Szene zu begeistern. Hierfür unterstützte die Gründerin den deutschen Verein „encourageventures“ für Female Entrepreneurship dabei, einen neuen Regionalhub in Wien zu eröffnen. Ziel der encouragefemaleventures-Initiative ist es, weibliche Unternehmerinnen untereinander zu vernetzen. Unterstützt wird der Verein in Österreich von der aws (Austria Wirtschaftsservice) und der Industriellenvereinigung (IV).

Kategorie: Hidden Champions

Axel Kühner | Greiner AG

Vorstandsvorsitzender Axel Kühner | (c) Greiner AG

Axel Kühner ist CEO des Familienunternehmens Greiner, das zu einem weltweit führenden Anbieter von Kunststoff- und Schaumstoff-Lösungen zählt. Als CEO verantwortet Kühner nicht nur die wirtschaftlichen Geschicke des Unternehmens, das jährlich einen Umsatz von über zwei Milliarden Euro erwirtschaftet und 11.000 Mitarbeiter:innen an 129 Standorten in 33 Ländern zählt, sondern auch die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens. Bis 2030 möchte Greiner klimaneutral werden und hat sich 2022 dafür der Science Based Target-Initiative angeschlossen. Damit verpflichtet sich Greiner zu wissenschaftlich definierten Zielen, die es braucht, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Um das Ziel zu erreichen, investierte Greiner unter anderem 2022 in Startups, die sich mit ihren Technologien und Geschäftsmodellen der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Dazu zählt unter anderem das Startup MATR, das eine umweltfreundliche Matratzen-Management-Lösung für Hotels entwickelt hat, und das Startup Hempstatic, das biobasierte Schallschutzpaneele produziert.

Kategorie: Sustainability

Michaela Stephen & Verena Judmayer | MATR

Das Gründerinnen-Duo von MATR | (c) MATR

Dass jedes Jahr 30 Millionen Matratzen in Europa im Müll landen, wollten Verena Judmayer und Michaela Stephen nicht einfach so hinnehmen. Und so gründeten sie ein Startup namens Sleepify, das mittlerweile unter dem Namen MATR auftritt. Das Team vermietet recycelbare Matratzen gegen eine monatliche Gebühr an Hotels und übernimmt die Lieferung sowie die regelmäßige Reinigung der Produkte. Matratzen von MATR bestehen aus zwei Materialien, Stahl und Polyester, die mit einer speziellen patentierten Klebstofftechnik verbunden werden. Dank ihres kreislaufwirtschaftlichen Designs haben die Matratzen von MATR laut den Gründerinnen einen um 50 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck als herkömmliche Matratzen. Die Idee wurde im November 2020 beim Circle 17 Impacthon geboren. Anfang 2022 wurde das Unternehmen gegründet. Mit dem oberösterreichischen Kunststoffkonzern Greiner ist mittlerweile auch ein prominenter Investor an Bord.


Deine ungelesenen Artikel:
20.10.2026

Wiener Startup Prewave startet KI-Agenten für die finanzielle Bewertung von Lieferkettenrisiken

Das Wiener Startup Prewave will Unternehmen mit KI-Agenten helfen, Risiken nicht nur früher zu erkennen, sondern auch ihre finanziellen Folgen einzuschätzen und gezielter über Gegenmaßnahmen zu entscheiden.
/artikel/wiener-startup-prewave-startet-ki-agenten-fuer-die-finanzielle-bewertung-von-lieferkettenrisiken
20.10.2026

Wiener Startup Prewave startet KI-Agenten für die finanzielle Bewertung von Lieferkettenrisiken

Das Wiener Startup Prewave will Unternehmen mit KI-Agenten helfen, Risiken nicht nur früher zu erkennen, sondern auch ihre finanziellen Folgen einzuschätzen und gezielter über Gegenmaßnahmen zu entscheiden.
/artikel/wiener-startup-prewave-startet-ki-agenten-fuer-die-finanzielle-bewertung-von-lieferkettenrisiken
Prewave
Harald Nitschinger, Gründer von Prewave | (c) Prewave

Es nennt sich Quantified Resilience und soll zeigen, was Lieferkettenrisiken tatsächlich kosten. Das neue Portfolio des Wiener Startups adressiert die Risikolandschaft für globale Lieferketten, die sich seit Covid, der Chipknappheit sowie dem Krieg im Iran und in Russland verändert hat. Unternehmen haben in den vergangenen Jahren darauf reagiert und auf mehr Transparenz gesetzt, mehr Lieferanten überwacht und mehr Signale und Warnmeldungen verfolgt. Doch Einkaufsteams wollen nicht mehr Informationen, meint Co-Founder und seit Jänner alleiniger CEO Harald Nitschinger. „Sie wollen eine belastbare Entscheidungsgrundlage“, sagt er und bezieht sich auf eine Gartner-Studie aus 2026 mit dem Titel: „Market Overview for Supplier Risk Management Solutions.“ Teams, die ihre Zeit damit verbringen, schwer fassbare Risiken bei Sub-Tier-Lieferanten zu recherchieren und zu bewerten, hätten kaum Kapazitäten, um langfristige Resilienz aufzubauen.

Prewave: KI-Agenten übernehmen Recherche

Hier soll Quantified Resilience helfen, die globalen Risikodaten von Prewave mit den eigenen Daten eines Unternehmens zu verbinden, darunter Stücklisten, Lagerbestände, alternative Bezugsquellen und Umsatzzahlen. Spezialisierte KI-Agenten würden dann die Recherche übernehmen, Risiken priorisieren und deren mögliche finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen bewerten.

Ein Bestandteil des neuen KI-Portfolios heißt Prewave Respond und beinhaltet KI-Agenten, die Signale aus der gesamten Plattform bündeln und Risikosituationen danach ordnen, wie dringend Handlungsbedarf besteht. Risikomanager würden so auf einen Blick sehen, welche Situationen jetzt Aufmerksamkeit erfordern und welche warten können. Die Agenten lassen sich an die eigenen Prozesse und Prioritäten des jeweiligen Unternehmens anpassen.

Plattform zeigt Betroffenheit

„Die Bewertung einer Störung hat unser Risikoteam früher einen halben Tag gekostet, plus Abstimmung mit den Konzerneinkäufern, um die Auswirkungen auf die Lieferanten zu verifizieren“, erklärt Verena Rausch, Group Risk Manager bei der Vaillant Group, wie Prewave den Aufwand bei der Bewertung einzelner Störungen reduziert. „Beim Erdbeben von Kumamoto hat Prewave rund 50 aufgezeigte Lieferanten auf 11 eingegrenzt, die geprüft werden mussten, und einen unmittelbaren Produktionsstopp aufgezeigt. Das verkürzt den Zeitaufwand für jede Bewertung.“

Der Schlüssel zu dieser Priorisierung liege darin zu verstehen, was eine Störung für das Geschäft bedeutet. Die Prewave-Plattform kombiniert Informationen zu globalen Ereignissen, Lieferantenstandorten, Tier-n-Beziehungen und Rohstoffabhängigkeiten mit den eigenen Lieferketten- und ERP-Daten des Unternehmens. Sie zeige so, welche Lieferanten, Materialien oder Produkte tatsächlich betroffen sind.

Für Nitschinger ist Quantified Resilience der nächste Schritt im Umgang mit zunehmend komplexen Lieferkettenrisiken: „Unseren Kunden fehlt es nicht an Informationen. Im Gegenteil, sie werden mit Warnmeldungen, Ratings und Lieferanten-Updates überflutet. Wir geben ihnen jetzt Werkzeuge an die Hand, die diese Signale in eine konkrete Entscheidungsgrundlage verwandeln: Was verdient meine Aufmerksamkeit? Wo bin ich tatsächlich exponiert? Was steht finanziell auf dem Spiel? Und wo sollten wir Resilienz aufbauen, um die größte Wirkung zu erzielen? Quantified Resilience macht diese Zusammenhänge messbar und damit steuerbar.“

Resilienz von Kostenfaktor soll zur Investitionsentscheidung werden

Über die Priorisierung hinaus berechnet Prewave die finanziellen Auswirkungen einer Störung anhand von Daten wie Lagerbeständen, Stücklisten und Umsatz, heißt es. Damit soll die Resilienz von einem Kostenfaktor zu einer Investitionsentscheidung werden. Unternehmen könnten Ausgaben dorthin lenken, wo sie am meisten bewirken, und sie gegenüber Geschäftsführung und Vorstand mit belastbaren Zahlen untermauern.

Künftig will Prewave diesen Ansatz nutzen, um die Lieferketten seiner Kunden ganzheitlich und proaktiv zu optimieren. Prewave Optimise, ein weiteres Tool aus der „Quantified Resilience“-Strategie, das sich derzeit in der Beta-Phase befindet, soll zeigen, wo Absicherungen über das notwendige Maß hinausgehen und wo gefährliche Lücken bestehen. Ziel ist ein Lieferantennetzwerk, das Kosten und Resilienz entsprechend der individuellen Risikobereitschaft eines Unternehmens ausbalanciert.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Das sind die Sieger:innen des „Innovator of the Year“ 2022

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Das sind die Sieger:innen des „Innovator of the Year“ 2022

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Das sind die Sieger:innen des „Innovator of the Year“ 2022

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Das sind die Sieger:innen des „Innovator of the Year“ 2022

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Das sind die Sieger:innen des „Innovator of the Year“ 2022

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Das sind die Sieger:innen des „Innovator of the Year“ 2022

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Das sind die Sieger:innen des „Innovator of the Year“ 2022

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Das sind die Sieger:innen des „Innovator of the Year“ 2022

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Das sind die Sieger:innen des „Innovator of the Year“ 2022