01.08.2017

Siebenstelliges Investment für Salzburger Authentic Vision

Das 2012 gegründete Salzburger Unternehmen Authentic Vision hat ein System gegen Produktfälschung entwickelt. Von der deutschen Marketing-Firma TAKKT AG gab es nun ein siebenstelliges Investment.
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Authentic Vision
(c) Authentic Vision

Mit Authentic Vision soll das immer größer werdende Problem der Produktfälschung eingedämmt werden. Das Salzburger Startup hat ein digitales Produkt zur einfachen und fehlerfreien Erkennung von Fälschungen entwickelt.

Passioniertes und qualifiziertes Team

Die TAKKT Beteiligungsgesellschaft (TBG), ein deutsches Direkt-Marketing-Unternehmen investierte nun einen siebentselligen Betrag und bezeichnete Authentic Vision nun als „einzige globale Lösung, die eine fehlerfreie Produkt-Authentifizierung mit gleichzeitiger sicherer Verbindung zum Endkonsumenten und seinem Smartphone liefert.“ Man sei von dem passionierten und qualifizierten Team von Authentic Vision sowie der innovativen Technologie begeistert, heißt es von Franziskus Josten, dem Leiter der Unternehmensentwicklung bei TBG.

Redaktionstipps

3-Schritte-Programm

Die Lösung von Authentic Vision besteht aus drei Komponenten: Eine nicht replizierbare Markierung mit einem Hologramm wird am Produkt angebracht. Diese kann von der Check-if-Real-App am Smartphone ausgelesen werden. Über eine Web-Plattform erhalten die Unternehmen dann in Echtzeit Daten zum Scan und wissen, ob gefälschte Produkte in der Region im Umlauf sind.

Ausbau der globalen Kundenliste

Authentic Vision konnte bereits große globale Kunden wie HDMI, Elsewedy Electric, Vulli und Laminatech von ihrem Produkt überzeugen. Nun soll das globale Netzwerk auch nach Nord- und Lateinamerika, Afrika, Asien und in den mittleren Osten weiterentwickelt werden.

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Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger
Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger

In einigen US-amerikanischen und chinesischen Städten gehören Robotaxis bekanntlich längst zum Stadtbild. In Österreich verläuft die Verbreitung des autonomen Fahrens, wie so viele andere Dinge, langsamer. Bereits seit 2017 etwa arbeitet die Initiative SURAAA im Kärntner Pörtschach mit autonomen Kleinbussen (brutkasten berichtete). 2019 starteten die Wiener Linien einen mehrjährigen Testbetrieb autonomer Kleinbusse in der Seestadt Aspern (brutkasten berichtete), beendeten das Projekt aber nach der Testphase. Zu einem größeren Rollout kam es bislang nicht.

100 autonome Busse in zwei Jahren

Doch das soll sich jetzt ändern. Bei einem Termin am Westbahnhof, über den mehrere Medien berichteten, legten unter anderem Infrastrukturminister Peter Hanke, ÖBB-Chef Andreas Matthä und Kerem Erman vom türkischen Mobilitäts-Unternehmen Otokar einen Rollout-Plan dar, der erstmals über Testphasen bzw. stark eingegrenzte Projekte hinausgeht.

Demnach sollen bereits in zwei Jahren bis zu 100 autonom fahrende Busse von Otokar für ÖBB Postbus etwa im Vorarlberger Rheintal oder im oberösterreichischen Zentralraum unterwegs sein. In der spanischen Hauptstadt Madrid befinden sich die „e-Centro“-Busse des türkischen Anbieters, die Platz für bis zu 32 Fahrgäste bieten, bereits im regulären Einsatz.

Gesetze müssen erst angepasst werden

Begleitend soll die heimische Gesetzeslage ab September schrittweise angepasst werden, damit in zwei Jahren dann auch Fahrten ohne die aktuell noch obligatorischen Sicherheitsfahrer:innen (Anm. d. Red.: die das Konzept ad absurdum führen) rechtlich möglich sind. Dabei räumt Minister Hanke, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ein: „Es wird dauern, bis die Bevölkerung diesen Fahrzeugen vertraut. Aber wir wollen zum Regelbetrieb, und nicht nur mit einem Bus, sondern mit einer Flotte.“

Vom ersten Test in Alpbach in den Rollout

Doch nun wird – wie sollte es anders sein – zuerst einmal getestet. Und der erste Test erfolgt in ländlicher, aber durchaus prominenter Umgebung: beim Europäischen Forum Alpbach. Dort wird der Testbetrieb in kleinem Ausmaß auf einer definierten Strecke stattfinden. Unter Bedingungen, die den später geplanten Einsatzbedingungen deutlich näher kommen, findet dann der nächste Testlauf statt. Nach dem Forum Alpbach zieht der Bus weiter in den Industriepark „Campus Wolfurt“ im Bezirk Bregenz in Vorarlberg. Dort wird er dann Campus und S-Bahn verbinden.

Die langfristige Vision ist auch bereits skizziert. Verläuft der oben beschriebene Rollout in den kommenden zwei Jahren nach Plan, soll eine flächendeckende Ausbreitung folgen. Letztlich will man Öffi-unterversorgte ländliche Regionen, wo, wie Hanke es ausdrückt, „keine U-Bahn mehr hinkommt, wo der Bus nicht mehr so groß sein muss“ in ganz Österreich abdecken.

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