17.09.2020

Ship Snow Yo: US-Startup verkauft Schnee aus Boston für 89 US-Dollar

Kyle Waring hatte das Schneeschaufeln in seinem Hinterhof außerhalb von Boston satt, sodass er auf eine Idee kam, Kapital daraus zu schlagen. Er gründete Ship Snow Yo und verschickt den Schnee in Flaschen oder Kisten an Käufer im ganzen Land. Mit Erfolg. Bis heute hat er mehr als vier Tonnen der weißen Flocken an Kunden bringen können.
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Ship Snow Yo, Kyle Waring,USA, Schnee, Kisten Kyle
(c) SSY - Das US-Startup "Ship Snow Yo" verkauft Schnee aus Massachusetts in Flaschen und als Package in Kisten

Kyle Waring hatte sich einst beim Schneeschaufeln gefragt, ob man denn mit dem Schnee aus seinem Garten nicht Geld verdienen könnte. Einen Geistesblitz später gründeten er und seine Frau Ship Snow Yo und legten sich eine Domain mit dem gleichen Namen an, die „snow as a service“ anbietet.

Fast 90 US-Dollar für 15 Schneebälle

Anfangs hatte er Probleme, als er den Schnee in Halbliter-Flaschen um 20 US-Dollar das Stück versandte, da der Schnee bei Ankunft in wärmere und sonst schneefreie Gefilde geschmolzen war. Er änderte den Vertrieb, packte drei Liter Schnee in Kisten, versandte über Nacht und verlangte 89 US-Dollar dafür. Und es wirkte.

Wie er der Nachrichtenplattform boston.com in einem damaligen Interview mitteilte, konnte das Paket bei Ankunft – und obwohl der Schnee ein wenig geschmolzen war – zehn bis 15 Schneebälle produzieren.

„Ich habe den Schnee in eine Plastiktüte gesteckt und dann in Alufolie gewickelt“, so Waring. „Dann habe ich das Paket in einen isolierten Behälter gelegt, der anderthalb Zoll dick ist, und es über Nacht verschickt.“

Ship Snow Yo als Gag für Unternehmen

Zu seinen Kunden zählen neben der Familie und Bekannten, in deren Gegenden es kaum bis gar nicht schneit – und die Selfies mit Schneebällen und ihren Füßen im Sand schicken – auch Unternehmen, die das Produkt als Gag kaufen.

Kein Laub, dafür über vier Tonnen Schnee

Auch wenn Warings Pläne zur Diversifikation des Startups, etwa der Verkauf von Herbstlaub, noch nicht Früchte getragen haben, das 2015 gegründete Unternehmen existiert noch und hat bis dato in den Wintermonaten über 4500 Kilogramm Schnee in 42 US-Bundesstaaten verschickt.

(c) SSY/FB – Ship Snow Yo verschickt neben dem Schnee auch Zubehör, um einen Schneemann zu bauen.

Und Waring hat sogar sein Produkportfolio erweitert. Im Angebot ist nun neben 20 und 50 Pfund Schnee in einer Kiste, auch ein „Snowman-Kit“, inklusive Hut, Schal, Augen und einer Karotte. Da es sich um ein saisonales Geschäft handelt und sowieso alle Produkte „sold out“ sind, ist der Verkauf gerade auf „hold“. Der Gründer erwartet den nächsten Winter, um sich Schnee aus Vermont, Colorado und Massachusetts zu besorgen. Dann geht der Schneevertrieb weiter.

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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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Ship Snow Yo: US-Startup verkauft Schnee aus Boston für 89 US-Dollar

  • Kyle Waring hatte sich einst beim Schneeschaufeln gefragt, ob man denn mit dem Schnee aus seinem Garten nicht Geld verdienen könnte.
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  • Anfangs hatte er Probleme, als er den Schnee in Halbliter-Flaschen um 20 US-Dollar das Stück versandte, da der Schnee bei Ankunft in wärmere und sonst schneefreie Gefilde geschmolzen war.
  • „Ich habe den Schnee dann in eine Plastiktüte gesteckt und dann in Alufolie gewickelt“, so Waring.
  • „Dann habe ich das Paket in einen isolierten Behälter gelegt, der anderthalb Zoll dick ist, und es über Nacht verschickt.“
  • Mittlerweile konnte er sein Schnee-Portfolio erweitern

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