07.11.2019

Strategiewechsel: Steirische Fördergesellschaft SFG wird mehr in Startups investieren

Die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG setzt gemeinsam mit Business Angel Herbert Gartner (eQventure) eine "Risikokapitaloffensive" auf. Je bis zu 150.000 Euro sollen - immer gemeinsam mit Privatinvestoren - in Startups fließen.
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SFG setzt verstärkt auf Startup-Investments
(c) Harry Schiffer: Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Business Angel Herbert Gartner, SFG-GF Christoph Ludwig

Die steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG ist grundsätzlich ein recht aktiver Investor. 50 Beteiligungen an 43 unternehmen hält die Gesellschaft. 38 davon – mit einem Gesamtvolumen von 10,5 Millionen Euro – wurden seit 2015 erworben. Insgesamt ließen sich aber nur drei der derzeitigen Beteiligungen als „Risikokapital“ klassifizieren, schreibt die „Kleine Zeitung“. Sie berichtet von einer „Risikokapitaloffensive“ der SFG, durch die sich das nun ändern soll. Für die Konzeption der neuen Strategie holte man sich Unterstützung von eQventure-Chef und Business Angel Herbert Gartner.

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SFG: Neuer Fokus auf Hightech-Startups im Digitalbereich

Dabei will man auf Hightech-Startups im Digitalbereich fokussieren – also genau auf Gartners bevorzugte „Zielgruppe“. Sie sollen von der SFG Investments zwischen 25.000 und 150.000 Euro bekommen, wobei immer ein Privatinvestor zumindest ebenso viel Kapital einbringen muss. Zusätzlich bietet die SFG den investierten Unternehmen ein besonders „Goodie“: Die Gründer haben die Möglichkeit, den Anteil innerhalb von fünf Jahren zu festgelegten Zinsen zurückzukaufen.

Gartner: „Staat kann langfristig gut verdienen“

„Unsere Offensive soll das große Gründerpotenzial in der Steiermark heben“, sagt SFG-Chef Christoph Ludwig gegenüber der Kleinen Zeitung. „Der Bedarf junger Unternehmen nach Eigenkapital und Investments im Bereich der Digitaltechnologie steigt, darauf reagieren wir“. Herbert Gartner betont im Beitrag die Vorteile für die private und die öffentliche Seite: „Der Staat kann Leute motivieren zu gründen, das Kapital auf einfache Weise verdoppeln und damit langfristig gut verdienen“.

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Johannes Braith, Co-Founder und CEO von Storebox | © brutkasten
Johannes Braith, Co-Founder und CEO von Storebox | © brutkasten

Das Wiener Selfstorage- und Logistik-Sclaeup Storebox baut seine B2B-Sparte – mit der Versandlösung Drop-off – weiter aus. Konkret durch Studienkreis, eine Tochtergesellschaft von GoStudent, als neuen Kunden. Nach einer Pilotphase werden aktuell über 100 Sendungen pro Woche von Storebox abgewickelt.

Storebox-Ziel: Versandprozesse vereinfachen

Mit Drop-off können Pakete nach der Online-Buchung direkt an einem der urbanen Standorte rund um die Uhr abgegeben werden. „Unser Ziel ist es, Versandprozesse radikal zu vereinfachen. Unternehmen sollen flexibel skalieren können, ohne eigene Logistikstrukturen aufbauen zu müssen“, erklärt Johannes Braith, CEO und Co-Founder von Storebox.

Und Marc Ellmer, Head of Purchasing & Real Estate bei Studienkreis, ergänzt: „Mit Storebox haben wir eine Lösung gefunden, die sich nahtlos in unsere Prozesse integriert und uns die notwendige Flexibilität im Versand gibt. Besonders die einfache Abwicklung ist für uns entscheidend.“

Auch weitere Startups Kunden

In der erwähnten Pilotphase wurden mehr als 600 Sendungen über das Storebox-Netzwerk abgewickelt. Nach dem vollständigen Onboarding von Studienkreis rechnet das Unternehmen mit weiter steigendem Versandvolumen.

Laut Storebox wird die Drop-off-Lösung inzwischen von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen genutzt, um Versandprozesse flexibler zu organisieren. Neben Studienkreis zählen dazu unter anderem HelloBello und Journi.

Storebox: Ausbau der Lösung im Fokus

Die Anwendungsfälle reichen dabei von E-Commerce über Bildungsanbieter bis hin zu international tätigen Scaleups. „Viele Anbieter kämpfen mit hohen Kosten und organisatorischer Komplexität. Mit dem Drop-off-Service lösen wir dieses Problem. Unser Angebot ist die Antwort für Unternehmen, die eine agile, schnelle Abwicklung ohne eigene Logistikinfrastruktur suchen und bietet damit eine leistungsstarke Alternative zu traditionellen Postdiensten“, sagt Braith.

In den kommenden Monaten plant Storebox, die Drop-off-Lösung weiter auszubauen und zusätzliche Kund:innen an das Netzwerk anzubinden. Ziel ist es, die bestehende Infrastruktur noch stärker als Plattform für urbane Logistiklösungen zu etablieren und den „Zugang zu effizientem Versand für Unternehmen jeder Größe“ zu vereinfachen.

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