18.07.2019

Sebastian Kurz trifft Tech-Entscheider im Silicon Valley

Von 20. bis 24. Juli wird Sebastian Kurz (ÖVP) Experten und Top-Manager im Silicon Valley treffen. Der brutkasten wird den Alt-Bundeskanzler in einer Mediendelegation auf seiner Reise begleiten.
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Sebastian Kurz Silicon Valley
(c) fotolia / archjeff

Alt-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird von 20. bis 24. Juli ins Silicon Valley reisen, um die Entscheider und Experten der dortigen Tech-Szene zu treffen. Der brutkasten wird Sebastian Kurz in einer Mediendelegation auf der Reise begleiten und darüber berichten.

+++ Über das Leben im Silicon Valley – MySugr CEO und Co-Founder Frank Westermann +++

Auf der Agenda steht unter anderem ein Besuch auf der Stanford University, wo über das Potenzial der Wasserstoff-Technologie diskutiert wird. Außerdem sind unter anderem Treffen mit Netflix-CEO Reed Hastings, Nick Clegg (Facebook Head of Public Policy) und Peter Hebert, CEO und Co-Founder des auf Nachhaltigkeit und Deep Tech spezialisierten VC-Fonds Lux Capital, geplant. Auch ein Treffen mit Apple CEO Tim Cook ist geplant, da befinde man sich derzeit noch in der „finalen Abstimmung“, heißt es von der ÖVP-Presseabteilung.

Sebastian Kurz: „müssen von den Besten lernen“

„Der digitale Wandel ändert unsere Wirtschaft und Arbeitswelt grundlegend. Europa muss diese Entwicklungen mitgestalten, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze auf unserem Kontinent zu erhalten. Österreich möchte hier mit gutem Beispiel vorangehen und zu den Innovationsvorreitern aufschließen“, sagt Kurz in einem schriftlichen Statement vor Antritt der Reise: „Wenn wir in Österreich den digitalen Wandel mitgestalten wollen, dann müssen wir von den Besten lernen.“

Das Silicon Valley biete weiterhin die größte Dichte an jenen Firmen, die „unser Leben und Wirtschaften weltweit maßgeblich beeinflussen“, so Kurz: „Mit diesen Innovationsvorreitern wollen wir im Austausch stehen – auch um zu sehen welche Antworten es aus Europa braucht.“

Disclaimer: Ein Teil der Reisekosten für den Silicon Valley-Aufenthalt von brutkasten-Herausgeber Dejan Jovicevic wurde von der ÖVP als Veranstalter der Reise übernommen.

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(c) Lebensstimmen

Die Lebensstimmen GmbH, international unter dem Namen „Words that Remain“ unterwegs, hat den Einstieg von Helmut Marko Anfang dieser Woche auf LinkedIn bekanntgegeben. Der als Motorsport-Legende bekannte Unternehmer beteiligt sich als Investor an dem 2026 gegründeten Unternehmen. Über die Höhe der Beteiligung machte das Startup keine Angaben.

„Der Motorsport wurde nie durch Zufall besser, sondern durch den Mut, neue Technologie konsequent in den Dienst der Menschen zu stellen. Genau diese Haltung erkenne ich bei Lebensstimmen“, wird Marko in dem LinkedIn-Posting zitiert.

KI-Trauerrede zu Lebzeiten

Lebensstimmen entwickelt eine Plattform, auf der Menschen zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten können, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können. Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“. Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell.

Von Deepfakes grenzt sich das Unternehmen ausdrücklich ab. Alle Inhalte sollen stilisiert, als KI-generiert gekennzeichnet und von Menschen kuratiert sein, mit Zustimmungs- und Widerrufsregeln, DSGVO-konform und in der EU gehostet. Rechtlich begleitet wird das Projekt von der Kanzlei Scherbaum Seebacher.

„Es geht nicht darum, Menschen digital zurückzubringen. Es geht darum, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, den eigenen Abschied selbstbestimmt zu gestalten – zu Lebzeiten, mit Würde und nach eigenen Vorstellungen. KI macht das erstmals wirklich möglich“, sagt Mitgründer und CEO Philipp Berkessy.

Gründerteam aus der Bestattungsbranche

Hinter Lebensstimmen stehen drei Grazer Unternehmer. Markus Pinter ist Inhaber der Pinter Bestattung, war Geschäftsführer der Bestattung und Friedhöfe Wien und ist Vizepräsident der Europäischen Bestattervereinigung EFFS. Philipp Berkessy führt die Berkessy Consulting GmbH und war zuvor unter anderem Geschäftsführer am Red Bull Ring und COO der DTM. Lukas Stern ist Gründer der Aldea Agency und verantwortet die technische Architektur. Getragen wird das Unternehmen von den drei Gesellschaften der Gründer.

„Auch in der Bestattungsbranche macht Digitalisierung und KI Unmögliches möglich: Die Lebensstimmen ergänzen das Dienstleistungsangebot in einer hochemotionalen Form, ohne die Pietät und Menschlichkeit zu verletzen“, sagt Pinter. Seine Pinter Bestattung fungiert als erster Pilotpartner.

Den Markt beziffert das Startup mit rund 1,4 Millionen Sterbefällen pro Jahr im DACH-Raum, digitale Angebote gebe es bislang praktisch keine. Nach eigenen Angaben liegen bereits mehrere Absichtserklärungen von Bestattungsunternehmen, Versicherern und Verbänden aus dem In- und Ausland vor. Namen nannte das Unternehmen nicht. Anfang September gab Lebensstimmen zudem auf der LEAP in Riad eine Partnerschaft mit dem Tokenisierungsanbieter Green Encoded bekannt: Die zu Lebzeiten lizenzierte Stimme soll damit zu einem verifizierbaren digitalen Asset werden. Die Technologie soll Anfang Oktober auf der Messe Ai Everything in Abu Dhabi präsentiert werden. Danach stehen die GITEX in Dubai und die CES in Las Vegas auf dem Plan. Der internationale Rollout des Lizenzmodells ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

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