01.04.2026
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SearchPlace.ai: Wiener Immobilien-Startup ermöglicht Wohnungssuche per WhatsApp

Die Allimmo Group erweitert ihre Plattform SearchPlace.ai: Ab sofort können Nutzer:innen Immobilien direkt über WhatsApp suchen, Fragen stellen und Marktinformationen abrufen. Die KI interpretiert die Anfragen und liefert Angebote direkt im Chat.
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Markus Hammerschmid (Software Engineer), Julian Wimmer (Co-Gründer und CTO), Vivienne Pour (Co-Gründerin und COO), Joshua Krick (Co-Gründer und CEO). Foto: SearchPlace.ai, Victoria Pour

Das Gründerteam der Allimmo Group brachte mit SearchPlace.ai eine neue Immobilien-Plattform auf den Markt – brutkasten berichtete. Nun erweitert die KI-Immobiliensuchmaschine ihr Angebot um einen neuen Zugang.

SearchPlace.ai mit semantischer Freitextsuche

Ab sofort können Nutzerinnen und Nutzer direkt über WhatsApp nach Immobilien suchen, Fragen stellen und Marktinformationen abrufen. Damit bringt SearchPlace.ai seine semantische Freitextsuche in einen Messaging-Dienst und möchte damit ermöglichen, die Immobiliensuche (in Echtzeit) so einfach wie eine Chat-Nachricht anzugehen.

Die Immobiliensuche per WhatsApp funktioniert dialogbasiert. User:innen können ihre Wünsche in natürlicher Sprache formulieren so wie sie tatsächlich suchen würden, so der Claim. Etwa: „Ich suche eine helle Wohnung in 1030 bis 1090, ab 80 Quadratmeter, mindestens vier Zimmer und maximal 2.000 Euro Miete“.

Ebenso sei es möglich, Fragen zu Immobilienbegriffen zu stellen oder Informationen zum Immobilienrecht einzuholen. Auch allgemeine Themen rund um Immobilien oder den Markt sind integriert.

Keine externen KI-Modelle

Die technologische Grundlage hinter dem WhatsApp-Service wurde eigenen Angaben nach vollständig von SearchPlace.ai selbst entwickelt. Das Unternehmen nutzte dafür keine externen KI-Modelle, sondern hat die KI im Hintergrund komplett intern aufgebaut. Systeme wie ChatGPT, Gemini oder ähnliche Modelle kommen nicht zum Einsatz, wodurch SearchPlace.ai „die volle Kontrolle über Technologie, Daten und Weiterentwicklung“ behalte.

Die Künstliche Intelligenz interpretiert Suchanfragen semantisch und durchsucht mehrere Immobilienquellen gleichzeitig. Wird eine passende Immobilie gefunden, erhält man als User:in sofort passende Angebote direkt im Chat inklusive erster Eckdaten und dem Link zur Originalquelle des Inserats.

Deutschland-Expansion geplant

Aktuell ist die Funktion auf Österreich beschränkt. SearchPlace.ai arbeitet jedoch bereits an der Integration des deutschen Immobilienmarktes, die in naher Zukunft folgen soll.

„Technologisch setzen wir auf semantische KI, die Inhalte versteht, statt nur Schlagwörter zu matchen“, erklärt SearchPlace.ai-CEO Joshua Krick. „Das erlaubt uns, Suchanfragen wirklich ‚menschlich‘ zu interpretieren. Unser Ziel ist es, die modernste Immobiliensuche Europas zu entwickeln. Mit der Funktion ‚Freitextsuche für Immobilien über WhatsApp‘ sind wir diesem Ziel wieder ein Stück nähergekommen.“

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Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019
Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019 (c) Daniela Matejschek

Interkontinentale Zugreisen einfach und nachhaltig zu ermöglichen, dafür wurde Traivelling vor gut fünf Jahren gegründet. Ursprünglich war das Unternehmen im B2C-Bereich tätig. Privatpersonen sollten ohne großartige Recherche weite Strecken mit dem Zug zurücklegen können. Zuletzt wollte man sich im B2B-Bereich verstärken, doch nun ist das Unternehmen insolvent. Ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien wurde eröffnet.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich“

Zuletzt arbeitete Traivelling daran, eine Softwareschnittstelle im B2B-Bereich anzubieten, über die Tickets weitervermittelt werden sollten. Das Wiener Startup hätte dafür monatliche Fees von B2B-Partnern und eine Provision von Bahnfirmen erhalten. Aus einer Aussendung des Kreditschutzverbands KSV1870 geht hervor, dass Traivelling dadurch Umsätze in einer Größenordnung generieren wollte, die für einen langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend sein sollten. Im Endeffekt war laut KSV 1870 eben diese Softwareschnittstelle für die Nutzung durch Unternehmenskunden, also der B2B-Bereich, die Ursache für die Insolvenz.

Die Entwicklung dieser Schnittstelle konnte nämlich bis dato nicht fertiggestellt werden. Auch ein Rettungsversuch durch Verhandlungen mit Investoren scheiterte. „Es waren unüberbrückbare vertragliche Differenzen zwischen den Investoren und uns“, erklärt Geschäftsführer Elias Bohun, der die Namen der Investoren nicht nennen möchte.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich. Am Ende ist uns leider das Geld ausgegangen, obwohl wir jeden Tag Buchungen hatten. Wir hätten aber ein Vielfaches gebraucht“, sagt Bohun. Bereits gebuchte Tickets würden ihre Gültigkeit behalten. Das Unternehmen hatte zwei Mitarbeiter.

Die Verbindlichkeiten betragen laut Kreditschutzverband 435.000 Euro, rund 200 Gläubiger seien betroffen. Die Zahl der Gläubiger sei so groß, weil Traivelling sich unter anderem mittels Crowdfunding finanzierte.

Crowdfunding und FFG-Förderung

Das Startup konnte im Jahr 2025 über eine Crowdfunding-Aktion 200.000 Euro einsammeln (brutkasten berichtete). Um diese Summe zu erreichen, habe es laut Geschäftsführer Elias Bohun nur zehn Tage gebraucht. Zusätzlich erhielt das Wiener Startup eine FFG-Basisförderung. Insgesamt konnten man eine Finanzierung in Höhe von rund 600.000 Euro aufstellen.

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