18.02.2026
INVESTMENT

ScyAI: Schweizer Startup mit österreichischem Founder holt 2-Mio.-Euro-Pre-Seed

Der ehemalige GAK-Spieler Bernhard Rannegger gründete in Zürich gemeinsam mit Alex Sidorenko das KI-gestützte Versicherungs-Startup ScyAI. Und erhielt dafür ein Millioneninvestment.
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ScyAI
© ScyAI - Das ScyAI-Team rund um Founder Bernhard Rannegger (m.).

36 Tore in 126 Spielen. So lautet die Erfolgsbilanz des gebürtigen Österreichers Bernhard Rannegger, der nach seiner Fußball-Karriere beim GAK im Nachbarland einen anderen Weg eingeschlagen hat: Sein Schweizer Startup ScyAI hat eine Lösung entwickelt, die KI-gestützte Risikointelligenz für Unternehmen mit großen Real-Asset-Beständen zugänglich machen möchte. Nun hat es zwei Millionen Euro Kapital aufgenommen.

ScyAI mit Unicorn-Gründer als Investor

Im Rahmen der Pre-Seed-Finanzierungsrunde führte AENU die Runde an, mit PT1 als Co-Lead. An der Runde beteiligten sich außerdem die Unicorn-Gründer David Helgason (Unity), Maex Ament und Philip Stehlik (Taulia, Centrifuge) über Earth VC sowie Bela Lainck, Robert Levenhagen, Christoph Aufmhof und Stefanie Gerhart über die Angel-Investoren-Allianz better ventures.

„Wir freuen uns, ScyAI zu unterstützen, während das Team die nächste Generation von KI-nativem Risikomanagement aufbaut. Die Kombination aus großer technischer Ambition, klar messbarem Kundennutzen und einem sehr großen globalen Markt macht das für uns zu einer überzeugenden Chance“, sagt Robert Stoecker, Partner bei AENU.

Auch Tina Dreimann, Gründerin und Geschäftsführerin von better ventures, schlägt in eine ähnliche Kerbe, wenn sie sagt: „ScyAI hat das, was in dieser Kategorie selten ist: echte Versicherungs-DNA plus Produktumsetzung. Das Team baut keine weiteren Klima-Analyse-Tools, sondern Entscheidungsgrundlagen, die in Risiko- und Insurance-Teams wirklich funktionieren. Genau deshalb glauben wir, dass ScyAI hier eine neue Referenz setzen und den Markt mitprägen kann.“

2025 gegründet

ScyAI wurde 2025 von einem Versicherungs- und Risiko-Technologie-Team gegründet: Gründer und CEO Bernhard Rannegger war sechs Jahre in der Technologie- und Produktführung bei Swiss Re, wo er KI-basierte Risikomodelle entwickelte und ein Joint Venture mit Palantir aufbaute, das auf über 50 Enterprise-Kunden skalierte (u. a. Siemens, Petronas und Maersk).

Als „Head of Risk and Insurance AI“ brachte Alex Sidorenko mehr als 20 Jahre Erfahrung im Risiko- und Versicherungsmanagement mit, unter anderem aus seiner Tätigkeit bei Deloitte, PwC und EuroChem sowie zuletzt als „Group Head of Insurance & Risk“ bei Serra Verde.

Klimarisiko im Fokus

ScyAI adressiert konkret das Klimarisiko für Hersteller, Energieerzeuger und Unternehmen mit „Real Assets“. Die Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft Munich Re berichtete für das Jahr 2025 weltweite Naturkatastrophenschäden in Höhe von 224 Milliarden US-Dollar – wobei nur 108 Milliarden US-Dollar davon versichert waren.

Diese Versicherungslücke entstehe unter anderem, weil viele Unternehmen die angebotenen Versicherungsprämien wirtschaftlich nicht rechtfertigen können. Die Preisgestaltung basiere meist auf groben Branchenzuordnungen und regionalen Durchschnittswerten statt auf unternehmensspezifischen Risikoprofilen. Würden belastbare Daten zur Bauqualität, zu Schutz- und Präventionsmaßnahmen oder zur räumlichen Trennung von Anlagen und Vermögenswerten fehlen, dann würden Versicherer defensiv kalkulieren. Unternehmen mit starkem Risikomanagement subventionieren so schwächere Marktteilnehmer – oder tragen mehr Risiko als beabsichtigt, entweder aus eigener Entscheidung oder ohne sich der Lücken in ihrem Versicherungsschutz vollständig bewusst zu sein, meint das Founder-Team.

Genau hier setzt ScyAI an. Die Plattform erstellt quantifizierte, prüfbare Risikoprofile, indem sie operative Unternehmensdaten mit externen Gefahrenmodellen kombiniert. So sollen Unternehmen ihre individuelle Risikoqualität anhand derselben und weiterer Kennzahlen belegen können, auf die sich auch Versicherer stützen.

ScyAI verspricht Prämienreduzierungen von 30 bis 50 Prozent

ScyAI berichtet, dass frühe Anwender dieser Methodik Prämienreduzierungen von 30 bis 50 Prozent erreicht hätten, was sich bei Unternehmen mit starken Versicherungsprogrammen in einer Ersparnis im siebenstelligen Bereich materialisieren würde – bei gleichzeitiger Erhöhung der Deckungssummen und dem Schließen bestehender Deckungslücken, so der Claim.

„Physische Risiken werden für Unternehmen zu einer operativen und finanziellen Kernfrage“, sagt CEO Rannegger. „Unsere Mission ist es, diese Risiken messbar, verständlich und steuerbar zu machen – damit unternehmensinterne Versicherungs- und Risikomanagement-Teams bessere Entscheidungen treffen und die Versicherung von einem reinen Kostenpunkt zu strategischem Resilienzkapital wird.“

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Während die Regierung in vielen Bereichen den Sparstift ansetzt, wächst das Digitalbudget. Das Staatssekretariat rechtfertigt diesen Schritt mit der Hoffnung, dass Technologie-Investitionen langfristig Verwaltungskosten senken sollen. „Einsparungen durch Digitalisierung, nicht bei der Digitalisierung„, lautet die dazugehörige Devise von Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll. Ziel sei es, Österreich vom aktuell sechsten Platz im EU-Digitalisierungsranking in die europäischen Top 3 zu heben.

130 Millionen-Topf 2028

Der Finanzrahmen für die kommenden Jahre wird dafür aufgestockt. Für 2027 sind nun bis zu 117 Millionen Euro budgetiert, 2028 wächst der Topf auf bis zu 130 Millionen Euro. Das Finanzierungsmodell dabei: 20 Prozent jener Einsparungen, die durch Pensionierungen und nicht nachbesetzte Stellen in der Verwaltung entstehen, fließen direkt als Zweckwidmung in IT-Projekte zurück. Bis 2030 rechnet der Bund hier mit zusätzlichen 108 Millionen Euro für die digitale Infrastruktur.

Das Geld fließt primär in bereits bekannte Kernprojekte, allen voran die ID Austria und die Vorbereitung auf die europäische EUDI-Wallet. Die ID Austria ist seit 2023 von einer auf sechs Millionen Nutzer:innen gewachsen. Bis 2030 sollen es neun Millionen werden, womit das System zum flächendeckenden Standard für Behördenwege und wirtschaftliche Anwendungen avancieren würde, so die Hoffnung.

Project X mit Einsparungspotenzial

Im Hintergrund soll zudem unter dem Titel „Project X“ die Dateninfrastruktur nachziehen. Im Fokus steht das Once-Only-Prinzip: Unternehmen und Bürger:innen sollen ihre Daten künftig nicht mehr mehrfach bei unterschiedlichen Behörden einreichen müssen. Für den Ausbau der dafür nötigen Registervernetzung dadeX sind in den nächsten zwei Jahren bis zu 15 Millionen Euro vorgesehen. Dem gegenüber stehen laut Ministerium Effizienzgewinne: Das Projekt soll kurzfristig ein Einsparungspotenzial von rund 160 Millionen Euro heben.

Ein wesentlicher Treiber hinter diesem Budget-Schub ist schlichtweg die Demografie. In den kommenden 13 Jahren gehen 44 Prozent der Bundesbediensteten in Pension. Die Bundesregierung setzt daher auf Public AI und somit auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung sowie für Services gegenüber Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen. Ziel sind sichere, rechtskonforme und breit nutzbare Anwendungen, die Prozesse beschleunigen, Routinetätigkeiten reduzieren und Wissen in der Verwaltung besser verfügbar machen sollen.

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