02.05.2025
GESUND

Schüler:innen-Ausgründung: Nachhaltiger „Zaubersaft“ aus Salzburg

Schüler:innen der Salzburger HBLA Ursprung haben mit „VitalOxy“ ihr eigenes Startup gegründet. Ihr Produkt: ein „wohltuender Zaubersaft“.
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Die jungen Gründer von "VitalOxy" sind Schüler an der Salzburger HBLA Ursprung. © HBLA Ursprung

Das Getränk, liebevoll als „Zaubersaft“ bezeichnet, soll zwar keine magischen Kräfte entfalten, verspricht aber dennoch eine positive Wirkung. Die Basis bildet „Oxymel“: eine traditionelle Mischung aus Honig, Essig und Kräutern, der eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird. Die Geschäftsidee stammt von Schüler:innen der HBLA Ursprung – einer landwirtschaftlichen Fachschule in Salzburg.

Zaubersaft in verschiedenen Sorten

Oxymel soll durch das Schüler:innen-Startup VitalOxy ein kleines Comeback erleben. Laut Angaben auf der Website des jungen Unternehmens sei die Rezeptur bereits im antiken Griechenland für ihre heilenden Kräfte geschätzt worden. „Das Geheimnis des ‘Ursprunger Honigzaubers’ liegt in den ausgeklügelten Rezepturen und Produktionsverfahren“, erklären die Geschäftsführerinnen Iris Mackinger und Theresa Mühlbacher.

Im Online-Shop von VitalOxy finden sich verschiedene Sorten des Getränks. Jeweils mit spezifischer Wirkung: „Immun“ zur Stärkung der Abwehrkräfte, „Kraft“ für neue Energie, „Kater“ zur Regeneration nach langen Nächten, „Küche“ zur Verfeinerung von Speisen und Getränken, sowie „Darm“ zur Unterstützung der Verdauung. Darüber hinaus bietet das Startup auch saisonale Sondereditionen an.

Nachhaltige Verwertung

Ein besonderes Augenmerk legt das Schüler:innen-Team auf Nachhaltigkeit: Verwendet wird Melezitosehonig (auch als „Zementhonig“ bekannt) – ein Rohstoff, der laut Startup oft ungenutzt bleibt. „Statt diesen wertvollen regionalen Rohstoff zu verschwenden, setzt unser Team auf eine nachhaltige Verwertung“, heißt es seitens des Startups. „Das Ergebnis ist ein natürliches, gesundes und vor allem nachhaltiges Produkt.“

„Mit VitalOxy wollen wir ein Stück Natur zurück in den Alltag bringen – auf gesunde, nachhaltige und zugleich genussvolle Weise“, sagt Mackinger. Dabei stellt man Werte wie Nachhaltigkeit, Regionalität und einen bewussten Lebensstil in den Fokus. Für die jungen Unternehmer:innen sei es besonders wichtig, auf biologische und regionale Zutaten zu setzen – zum Schutz der Umwelt und zur Sicherstellung hoher Produktqualität.

Praxiserfahrung für Schüler:innen

Das Gründungsteam von VitalOxy besteht aus 18-jährigen Schüler:innen, die sämtliche Aufgabenbereiche eines Unternehmens eigenständig übernehmen – von der Produktentwicklung über Marketing und Kundenbetreuung bis hin zur Buchhaltung. Dabei sammeln sie nicht nur wertvolle Praxiserfahrung, sondern setzen auch ihre eigenen Ideen und Visionen um. Für ihren „Zaubersaft“ konnte das Team bereits überzeugen: Beim Jugendwettbewerb „Junior Company“ gewannen sie den Landeswettbewerb Salzburg.

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v.l. Jakob Zenz und Paul Nimmerfall | Foto: EcoNetix

Econetix begründet den Schritt mit der Bedeutung der britischen Hauptstadt für den CO2-Handel. London sei das weltweit bedeutendste Zentrum der CO2-Märkte und neben Genf Heimat der größten Rohstoffhändler und Finanzinstitute. Mit dem neuen Büro positioniere man sich unmittelbar im Ökosystem des wichtigsten Kundensegments, heißt es in der Aussendung.

„London ist der Ort, an dem CO₂-Zertifikate gehandelt, bewertet und strukturiert werden. Wer im regulierten Emissionshandel ernsthaft mitspielen will, muss hier präsent sein. Dieses Büro ist ein konsequenter nächster Schritt, um unsere Beziehungen zur Trading-Community auszubauen und unsere Position als Marktführer weiter zu festigen“, wird Gründer Jakob Zenz zitiert.

Umsatzplus von mehr als 700 Prozent

Laut Econetix folgt die Eröffnung auf ein starkes Wachstumsjahr. Der Umsatz sei im Jahresvergleich um mehr als 700 Prozent gestiegen, absolute Zahlen nennt das Unternehmen in der Aussendung allerdings nicht. Als Treiber führt Econetix drei regulatorische Entwicklungen an, die voneinander zu unterscheiden sind.

  • Erstens CORSIA, das Kompensationssystem der internationalen Luftfahrt: Airlines müssen dort Emissionen oberhalb eines festgelegten Basiswerts mit zugelassenen CO2-Zertifikaten ausgleichen. Das erzeuge laut Econetix eine wachsende, compliance-getriebene Nachfrage.
  • Zweitens das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS), der regulierte CO2-Markt der Europäischen Union. Die Europäische Kommission habe bekräftigt, dass sie CO2-Märkte als zentrales Instrument einer kosteneffizienten Dekarbonisierung betrachte, heißt es in der Aussendung.
  • Drittens internationale Zertifikate nach Artikel 6 des Pariser Abkommens. Hier habe die Kommission Offenheit gegenüber hochwertigen internationalen Zertifikaten auf dem Weg zum Klimaziel 2040 signalisiert. Ob und in welchem Umfang solche Zertifikate in den EU-ETS selbst einfließen sollen, dazu macht die Aussendung keine Angaben.
Die EcoNetix-Gründer in London | (c) EcoNetix

„Wir haben Econetix genau für diesen Moment aufgebaut und unser Wachstum spricht für sich. London verschafft uns die Nähe zu unseren Kunden, die unser Geschäft jetzt erfordert“, so Mitgründer Paul Nimmerfall.

ESC und SK Rapid als Referenzen

Econetix entwickelt und verwaltet nach eigenen Angaben Kohlenstoffprojekte in Afrika, Europa und dem Nahen Osten. Im Vorjahr hatte das Unternehmen seine Seed-Finanzierung auf insgesamt 4,5 Millionen Euro erweitert (brutkasten berichtete). Im März 2026 übernahm Econetix im Auftrag des ORF die CO₂-Bilanzierung und Kompensation beim Eurovision Song Contest (brutkasten berichtete). Seit der Saison 2026/27 ist das Unternehmen zudem offizieller Sustainability Partner von SK Rapid Wien, die Partnerschaft läuft bis 2029/30 (brutkasten berichtete).

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