13.04.2026
AUFBAU

Schrankerl: Starkes Wachstum im ersten Quartal und Profitiabilität „in Sicht“

Der Monatsumsatz lag zuletzt bei mehr als einer halben Million Euro. Im Mai will Schrankerl erstmals einen Monat EBITDA-positiv abschließen.
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Das Schrankerl-Team | (c) Schrankerl
Das Schrankerl-Team | (c) Schrankerl

Frische, regionale Verpflegung direkt aus dem smarten Kühlschrank im Büro – mit diesem Konzept baut das Wiener Startup Schrankerl seit dem Start 2021 sein Geschäft auf. Und das nicht ohne den klassischen „Startup-Rollercoaster“ (wie brutkasten berichtete), aber durchaus erfolgreich: Auch für das erste Quartal dieses Jahres meldet das Unternehmen wieder starkes Wachstum. „Die Nachfrage wächst schneller als erwartet – und das Team arbeitet bereits am Anschlag seiner aktuellen Kapazitäten“, heißt es in einer aktuellen Aussendung.

Mehr als eine halbe Million Euro Monatsumsatz

Konkret habe man zuletzt im März 520.000 Euro Umsatz erzielt – zehn Prozent Wachstum gegenüber dem Vormonat. Im gesamten Geschäftsjahr 2025 hatte man 4,5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, wie brutkasten berichtete. Und in den Monaten April, Mai und Juni würde nun mehr als 20 neue Schrankerl bei österreichischen Unternehmen dazukommen, heißt es vom Startup. Im Vertrieb setzt man dabei auf „Testessen“, um Unternehmen direkt geschmacklich von einem Vertrag zu überzeugen.

Profitabilität im Tagesgeschäft für Mai erwartet

Damit will man auch den nächsten geschäftlichen Meilenstein erreichen: Die Profitabilität sei „in Sicht“, heißt es vom Unternehmen. Erstmals soll Schrankerl im Mai einen Monat EBITDA-positiv abschließen. Das bedeutet Profitabilität im Tagesgeschäft – bis zu schwarzen Zahlen im Jahresabschluss kann es freilich noch länger dauern. „Die Kombination aus steigenden Umsätzen, optimierten Prozessen und einer treuen, wachsenden Kundenbasis bildet das Fundament für die nächste Wachstumsphase“, heißt es dazu vom Startup.

Und CEO und Co-Founder Stephan Haymerle kommentiert: „Die Nachfrage nach Schrankerl übertrifft selbst unsere hohen Erwartungen. Dass wir im Mai erstmals EBITDA-positiv sein werden, ist ein Beweis dafür, dass unser Modell nicht nur geliebt wird – sondern auch funktioniert.“

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© Envato/Rawpixel - Beispielfoto.

Die Elevatry GmbH hat eine Pre-Seed-Finanzierung über 3 Mio. Euro abgeschlossen. An der Runde beteiligen sich Bayern Kapital, die Unternehmensberatung H&Z sowie mehrere Business Angels, darunter Jan Henner-Theißen, Martin Berr-Sorokin, Mike Simon, Markus Ehrle, Andreas Junck und Alexander Bruehl.

Elevatry und Companions

Der strategische Einkauf beeinflusse Kosten, Qualität, Resilienz und Compliance des gesamten Einkaufsvolumens maßgeblich, doch in der Praxis reiche die Kapazität von Einkaufsteams oft nur, um einen Teil der Lieferanten und Warengruppen aktiv zu managen, heißt es von Elevatry. Somit bleibe dem Unternehmen zufolge ein großer Teil des möglichen Hebels ungenutzt. Ein Großteil der Arbeitszeit im strategischen Einkauf skaliere bisher nicht, denn sie fließe in analytische und anspruchsvolle Arbeit. Hier setzt das Startup an.

Hinter dem Unternehmen stehen drei Gründer. Heiko Schwarz (CEO) bringt rund 25 Jahre Erfahrung im strategischen Einkauf und in Procurement-Software mit; zuvor gründete er riskmethods, das von Sphera übernommen wurde. Christian Ruck (Chief Product Officer & Operations) war Associate Partner bei McKinsey und COO des Procurement-SaaS-Anbieters Orpheus, der an McKinsey verkauft wurde. Tizian Ruck verantwortet als AI Lead die technische Entwicklung der Plattform.

Die Companions der Plattform, u. a. Category Strategist, Negotiation Coach sowie Risk & Integrity Manager, übernehmen die analytischen Arbeiten, Recherchen sowie Szenariobewertungen entlang des gesamten Source-to-Contract-Prozesses. Das reicht von der Bedarfsanalyse über Sourcing-Strategie, Ausschreibung und Lieferantenauswahl bis zu Sollkostenanalyse, Verhandlung, Vertrag und Erfolgscontrolling.

System of Initiative

Elevatry versteht sich als „System of Initiative“ statt als „System of Record“. Die Plattform plant proaktiv, priorisiert nach Impact in Euro und bereitet Vorschläge vor, heißt es. Entschieden wird im Team. Autonomiegrade, Freigaben und Datenhoheit konfigurieren die Kunden selbst, auf einer offenen Multi-LLM-Architektur.

„Strategischer Einkauf ist einer der größten Ergebnishebel im Unternehmen. Gezogen wird er bisher nur dort, wo die Kapazität reicht und entsprechendes Wissen verfügbar ist“, sagt Schwarz, CEO von Elevatry. „Unsere Companions übernehmen komplexe Denkarbeiten und führen Aufgaben auf höchstem Niveau aus. So können Einkaufsteams die Methodik ihrer besten Category Manager auf jede Warengruppe anwenden. Unsere Investoren bringen Kapital, exklusive Einkaufsexpertise und Marktzugang zusammen. Ab jetzt beweisen wir den Impact beim Kunden.“

Und Monika Steger, Geschäftsführerin Bayern Kapital, ergänzt: „Elevatry verbindet ein sehr erfahrenes Gründerteam mit einer klaren Vision für die Zukunft des strategischen Einkaufs. Die KI-native Plattform adressiert einen erheblichen Effizienz- und Wertschöpfungshebel in Unternehmen und schafft durch die intelligente Nutzung von Einkaufswissen und -daten einen unmittelbar nachvollziehbaren Kundennutzen. Gleichzeitig agiert das Unternehmen in einem attraktiven, stark wachsenden Markt für KI-gestützte Procurement-Software.“

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