11.06.2021

Schnittenproduzent Manner begrüßt 800.000 neue Mitarbeiterinnen

In den Produktionsstandorten in Wien Hernals und in Wolkersdorf (NÖ) sind zukünftig 12 Bienenvölker beheimatet, die für die Produktion des neuen Manner Bienenhonigs sorgen. Damit leistet das Traditionsunternehmen erneut einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.
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Manner Bienenprojekt
V.l.n.r.: Imkermeister Thomas Zelenka, Event-Moderatorin und Schauspielerin Kristina Sprenger, Bienenpatin Nina Hartmann, Manner Testimonial Martin Koch, Bienenpate Christoph Fälbl und Manner-CEO Andreas Kutil bei der Präsentation des neuen Bienenprojekts. © Moni Fellner

„Wir freuen uns sehr, 800.000 neue Mitarbeiterinnen bei uns begrüßen zu dürfen“, sagt Neo-Manner-CEO Andreas Kutil heute (Anm.: 11.6.2021) mit einem Augenzwinkern vor Journalisten. Denn seit Kurzem sind an den Produktionsstandorten in Wien und Wolkersdorf (NÖ) 12 Bienenvölker im Einsatz, die künftig für Manner Honig produzieren. Die Betreuung der Bienen übernimmt Imkermeister Thomas Zelenka, dessen Leidenschaft für seinen Beruf schon nach den ersten Minuten im persönlichen Gespräch deutlich zu spüren ist. „Ich finde es großartig, dass sich ein so namhaftes Traditionsunternehmen wie Manner für Bienen einsetzt. Gerade so bekannte Unternehmen haben eine enorme Vorbildwirkung und auch den Hebel, um die nötigen Veränderungen in Bezug auf einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen für unsere Umwelt voranzutreiben“, so Zelenka zur Kooperation. Die Pflanzengestaltung für eine optimale Bienenumgebung liegt in den Händen der Firma Schulte und Schönes.

Klares Nachhaltigkeits-Bekenntnis

Für Manner ist Nachhaltigkeit kein Lippenbekenntnis – der Verantwortung für den Schutz der Umwelt ist man sich als Produktionsbetrieb von süßen Spezialitäten wie der Manner Schnitte, den Casali Rum-Kokos Kugeln oder den Napoli Dragee Keksi durchaus bewusst, wie Kutil im Industry-Talk mit dem brutkasten bereits geschildert hat. So versorgt man in Wien mit der Abwärme der Backöfen rund 600.000 Haushalte in der Umgebung und forciert die Reduktion des eigenen CO2-Ausstoßes mit zahlreichen Maßnahmen. Der Produktionsstandort in Wolkersdorf wurde zur Nutzung der Sonnenergie für die Herstellung der Artikel mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet und in Wien wurde im vergangenen Jahr ein neues Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Auch im Sortiment setzt das Traditionsunternehmen kontinuierlich Schritte für mehr Nachhaltigkeit; aktuell und noch bis Jahresende läuft die Umstellung des gesamten Manner-Sortiments auf Fairtrade Kakao.

Mitarbeiterin regte Projekt an

Die Idee zum Honig-Projekt stammt übrigens von Manner-Mitarbeiterin Karin Frömmel, die – wie sie sagt – schon immer eine Bienenfreundin war und begeistert ist, dass Manner als Arbeitgeber dieses Engagement nun mitträgt und weiter ausbaut. In Summe rechnet man mit einem Ernteertrag von etwa 400 Kilogramm, wobei die meiste Menge in Wolkersdorf zusammenkommen wird, da dort auch mehr Bienenvölker angesiedelt werden. Verkauft wird der biozertifizierte „Manner-Bienenhonig“ ab dem Spätsommer in 250-g-Gläsern vorerst exklusiv in den Manner Werkshops in Wien und Wolkersdorf zum Preis von 7,99 Euro pro Stück.

Bienenstöcke in der Stadt als Botschaft

„Bienenstöcke in der Stadt retten nicht die Welt, aber sie sind wichtig zur Verbreitung der Botschaft, dass Bienen ein unverzichtbarer Teil unseres Ökosystems sind“, erklärt Zelenka, der auch Partnerschaften mit Wiener Museen (z.B. Bienen am Dach des Kunsthistorischen Museums oder am Dach des Kunst Haus Wien) pflegt. Außerdem gibt es auch ein Honig-Projekt mit Almdudler und der Donauinsel. Nur ca. 300m von der U1-Station Reichsbrücke befindet sich bei der Inselinfo ein eigener Bienenstand, an dem der Inselhonig auch gleich gekauft werden kann.
Bienen sind für etwa 80 Prozent der Bestäubung von Blühpflanzen verantwortlich, ihr Lebensraum aber durch Monokulturen und Pestizideinsatz gefährdet. Das Imkern in der Stadt sei laut Zelenka eine Chance, auf die Probleme der individualisierten Landwirtschaft aufmerksam zu machen und die Menschen zu nachhaltigeren Kaufentscheidungen zu bewegen. Dass sich Bienen in der Stadt besonders wohlfühlen, liegt an den im Schnitt um drei bis vier Grad wärmeren Temperaturen und dem reichen Nektarangebot in den zahlreichen Grünanlagen, Alleen und Gärten. Für Manner sind Bienen enorm wichtig, um weiterhin produzieren können, wie Kutil abschließend sagt: „Ohne Bienen gäbe es keine Haselnüsse und ohne Haselnüsse keine Manner Schnitten.“

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Lebensstimmen
Der Fabertar | © Lebensstimmen/Screenshot

Vor rund einem Monat gab das Grazer Startup Lebensstimmen den Einstieg von Motorsportlegende Helmut Marko als Investor bekannt – brutkasten berichtete. Nun präsentierte man seine KI-basierte Plattform und hat dabei weitere prominente Unterstützung.

Lebensstimmen als Vorsorge

Das von Markus Pinter, Philipp Berkessy und Lukas Stern gegründete Startup versteht sich als ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird und für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können.

Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“.

Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell. Die rechtliche Architektur der Plattform wurde gemeinsam mit Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte entwickelt. Technologiepartner ist BLCKs AI.

Fabertar schenkt Worte her

Neben Marko unterstützt nun auch Dompfarrer von St. Stephan, Toni Faber, Lebensstimmen in Fragen von Trauer und Abschied mit einem neuartigen Angebot. Mit dem „Fabertar“ präsentiert das Startup einen gemeinsam mit ihm entwickelten und klar als KI gekennzeichneten Trauerredner. Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder wo kein Redner verfügbar ist.

„Ich begleite viele Menschen im Abschied. Oft ist das, was ungesagt bleibt, am schwersten. Wenn Technik hilft, liebevolle Worte zu bewahren, dient sie dem Menschen und dem Trost. Genau das ist der Gedanke hinter dem ‚Fabertar‘. Er soll niemanden ersetzen“, sagt Faber.

Marktstart Anfang 2027

Und Lebensstimmen-Geschäftsführer Berkessy ergänzt: „Jeder Mensch hat Worte, die bleiben sollen. Mit Lebensstimmen machen wir Vorsorge erstmals persönlich, digital und rechtssicher. Heute beginnt eine neue Abschiedskultur, und sie beginnt in Österreich.“

Nach der offiziellen Vorstellung der Plattform, der dazugehörigen Lebensstimmen-Produkte und dem aktuellen Launch der Website erfolgt in einem nächsten Schritt. Der Marktstart ist für Q1 2027 geplant und soll sowohl österreichweit als auch global erfolgen.

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