Ein deutsches Gründerquintett möchte den Waschmittelmarkt erobern. Nachhaltige Premium-Waschmittel-Pods mit einem Extra: Sie sind versetzt mit hochwertigen Duftstoffen, um der Wäsche „einen exklusiven Touch“ zu verleihen. „Düfte haben einen großen Einfluss auf unsere Stimmung und mit scentme können wir optimal in den Tag starten“, so Peter Knöll, einer der Gründer.
Gemeinsam mit seinen Partnern André Engels, Markus Kessler, Ferdinand Storp und Cornelius Bessler entwickelte er insgesamt acht verschiedene Duftprofile, die laut eigenen Aussagen einzigartig in der Branche sind. Das Thema Nachhaltigkeit ist den Unternehmern hierbei wichtig: In den scentme Produkten sind keine Füllstoffe, kein Mikroplastik und keine Lösemittel enthalten. Auch bei der Verpackung wird auf Plastik verzichtet, stattdessen wird Graspapier verwendet. Durch die gewichtssparende Größe soll das Produkt auch in jeden Briefkasten passen.
„Hochkonzentriertester Wäsche-Pod der Welt“
Scentme begann 2018 mit der Produktentwicklung. Das Startup bezeichnet sein Produkt laut einem Artikel im Magazin der Webseite als „den hochkonzentriertesten Wäsche-Pod der Welt“. Ob Investor:innen diese Begeisterung teilen, ist heute Abend zu sehen. Zur Expansion von scentme sind die Gründer zu Gast in „Die Höhle der Löwen“ auf Vox. Sie bieten zehn Prozent ihrer Firmenanteile für 200.000 Euro an.
Mehr zu scentme heute in der Höhle der Löwen auf Vox. Weiters dabei: Natch, AnimalChat, Vegablum und KitchBo.
Hitzekarte für Wien: infrared.city liefert Klimadaten in Echtzeit
Mit live.infrared.city startet das ClimateTech-Startup infrared.city eine kostenlos abrufbare Echtzeit-Hitzekarte, die das gesamte Wiener Stadtgebiet abdeckt. Die Plattform liefert Daten zur gefühlten Temperatur, zu Wind, Schatten, Hitzeinseln und Niederschlag. Jeder Punkt in Wien kann damit in Millisekunden ausgewertet werden.
Hitzekarte für Wien: infrared.city liefert Klimadaten in Echtzeit
Mit live.infrared.city startet das ClimateTech-Startup infrared.city eine kostenlos abrufbare Echtzeit-Hitzekarte, die das gesamte Wiener Stadtgebiet abdeckt. Die Plattform liefert Daten zur gefühlten Temperatur, zu Wind, Schatten, Hitzeinseln und Niederschlag. Jeder Punkt in Wien kann damit in Millisekunden ausgewertet werden.
Der Hitzestress in Wien wird hier visualisiert. (c) Live.infrared.city
Man konnte ihr in den letzten Tagen österreichweit so gut wie gar nicht entfliehen: Die Rekordhitzewelle hat im ganzen Land Einzug gehalten. In der Hauptstadt wurde in der Nacht auf Montag mit 27,3 Grad die wärmste Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Die anhaltenden Temperaturen sind nicht nur unangenehm, sondern körperlich gefährlich. So hat sich die Hitze mittlerweile als tödlichste Klimagefahr in Europa etabliert.
In den meisten Städten werden Daten zur Hitze an nur wenigen Punkten im gesamten Stadtgebiet gesammelt. Live.infrared.city tritt diesem Problem entgegen.
Echtzeit-Mikroklimadatenschicht
Live.infrared.city ist eine metergenaue Echtzeit-Mikroklimadatenschicht, bei der die Interaktion von Gebäuden, Bäumen, Wind, Sonnenwinkel und Luftfeuchtigkeit in einer Karte zur Verfügung gestellt wird. Auf Basis der Daten, so die Intention des Programms, kann gehandelt werden, um die kühlste Route, die schattigste Straße oder den heißesten Block zu finden. So kann eine gefährdete Person beispielsweise den Spaziergang sicher planen.
„Hitze ist die neue Normalität“
„Hitze ist keine Anomalie mehr; sie ist die neue Normalität, die wir kartieren müssen. Indem wir die gefühlte Temperatur auf Straßenebene erfassen, schaffen wir eine Live-Schicht, die zwei Dinge leistet: Sie hilft sofort, eine kühlere Route zu finden, und sie macht sichtbar, wie jeder Baum und jede Fassade das Klima unserer Städte verändert. Wien ist heute live; wir sind bereit, zu einer globalen Echtzeit-Mikroklimadatenschicht zu skalieren“, sagt Serjoscha Düring, CTO und Mitgründer von infrared.city.
Schattenplätze am Wiener Rathausplatz. (c) Live.infrared.city
Wien als erster Einsatzort
Wien ist der erste Einsatzort; infrared.city plant, diese Datenschicht auf Städte in ganz Europa und darüber hinaus auszuweiten. Die Wiener Mikroklima-Schicht kann bereits erkundet werden. Stadtverwaltungen, Gesundheitsbehörden und Stadtplaner, die daran interessiert sind, diese Schicht für ihre Stadt einzusetzen, sind eingeladen, sich direkt an das Startup zu wenden.
Infrared.city wirbt auch dafür, die Sicherheit bei großen Outdoor-Events über die Plattform zu planen. So könnten beispielsweise für das Donauinselfest dieses Wochenende Daten abgerufen werden. Die Daten werden stündlich aktualisiert und liefern eine 72-Stunden-Vorhersage.
Klimazwilling für die bebaute Umwelt
Infrared.city ist ein in Wien ansässiges Klimatechnologie-Unternehmen, das einen digitalen Echtzeit-Klimazwilling für die bebaute Umwelt entwickelt. Für die Datensammlung werden hybride KI- und Physik-Modelle verwendet. Das Startup entstand durch eine Forschungsgruppe am Austrian Institute of Technology (AIT), die sich mit KI, Stadtentwicklung und Klimaresilienz beschäftigte. Dazu sprach Angelos Chroni, CEO und Co-Founder von infrared.city zuletzt im brutkasten-Interview.
Im Laufe des Jahres soll das Programm auf weitere Städte ausgeweitet werden. Auf der Karte kann man bislang Daten für Wien und Stuttgart sehen, Riad und London sind als nächste Städte geplant.
So funktioniert die Klima-Karte. (c) Infrared.city
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