21.02.2025
INVESTMENT

Scale Energy: Berliner Startup mit Ö-Co-Foundern holt sich Millioneninvestment

Das Berliner Startup Scale Energy holt sich ein Zwei-Millionen-Euro-Investment. Die Seed-Runde soll die operative Präsenz in Deutschland stärken. Im Founderteam sitzen zwei Wiener.
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v.l.n.r.: Die drei Founder von Scale Energy Christoph Kössler, Elias Aruna und Nikolas Fendel (c) Scale Energy
v.l.n.r.: Die drei Founder von Scale Energy Christoph Kössler, Elias Aruna und Nikolas Fendel (c) Scale Energy

Erst im Mai letzten Jahres holte sich das Berliner Startup Scale Energy ein sechsstelliges Investment. Im dreiköpfigen Gründerteam finden sich zwei Wiener – namentlich Elias Aruna und Christoph Kössler. Gemeinsam mit ihrem dritten Co-Founder, Nikolas Fendel, holten sie sich damals zwei neue Investoren an Bord: Den Berliner VC Antler sowie einen nicht namentlich genannten Business Angel.

Nun holte man sich erneut ein Investment: Eine Seed-Runde wurde in Höhe von zwei Millionen Euro abgeschlossen. Investiert hat u.a. der VC Climentum Capital unter Beteiligung von Vireo Ventures.

Zwei Millionen Euro für Batteriespeicher-Netzwerk

Gestartet hat Scale Energy vor weniger als einem Jahr – im Mai 2024. Wie aus weiteren Medienberichten hervorgeht, will das Startup das größte dezentrale Batteriespeicher-Netzwerk Europas aufbauen. Das soll wie folgt ablaufen:

Anstatt neue Speicherinfrastrukturen zu errichten, nutzt Scale Energy bestehende Netzanschlüsse, um Energie in Batterien zu speichern und das Stromnetz zu entlasten. Durch einen Strommix, der mit Wind und Solar zwar „grün“ aber auch schwankend zur Verfügung steht, sind Batteriespeicher notwendig, heißt es.

Operative Präsenz stärken

Mit der jüngsten Seed-Runde, die nach eigenen Angaben überzeichnet wurde, will das Startup seine operative Präsenz in Deutschland ausbauen und die Umsetzung industrieller Batterieprojekte beschleunigen.

Außerdem beteiligt sind eine „Reihe hochkarätiger Angel-Investoren“, darunter Christine Prauschke, ehemalige Chief Digital Officer bei Enpal und CEO bei leadity, Henning Gebhardt, ehemaliger Global Head of Equities bei der DWS, und Thomas Rüschen, ehemaliger Manager bei der Deutschen Bank. Weitere Fachexpertise kommt von dem in Frankfurt ansässigen Family Office SKR Capital. Auch die Altinvestoren Antler und P3A sind miteingezogen.

Die Batterieprojekte des Startups werden über CapEx – kurz für Capital Expenses oder Investitionsausgaben – finanziert. Das dafür notwendige Kapital wird von einem in der DACH-Region ansässigen, auf Energie fokussierten Infrastrukturinvestor mit einer Zusage für aktuell 100 MW bereitgestellt.

Papier-, Automobil- und Aluminiumproduzenten als Kunden

Scale Energy hat bereits eine Projektpipeline von mehr als einem halben Gigawatt an 100 Industriestandorten entwickelt, insbesondere in Deutschland und Österreich.

Zu den bestehenden Kunden von Scale Energy gehören Papierhersteller, Automobilzulieferer und Aluminiumproduzenten. Jedes Unternehmen, das Zugang zu einem Netzanschluss von mehr als 1.000 Kilowatt hat, kann von den Dienstleistungen von Scale Energy profitieren, heißt es weiter.

„Energieverbrauch neu definieren“

Elias Aruna, Co-Founder und CEO des Startups, erklärt: „Wir bei Scale Energy haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Industrie dabei zu unterstützen, ihren Energieverbrauch neu zu definieren. Wir liefern Lösungen, die die Energiekosten senken, das Netz stabilisieren und die Dekarbonisierung vorantreiben.“

Dörte Hirschberg, General Partner bei Climentum Capital, ergänzt: „Scale Energy löst nicht nur ein enormes Problem der Energiewende, sondern das Team löst auch die Herausforderungen der finanziellen Skalierung. Nur wenigen Unternehmen gelingt es, Venture- und Infrastruktur CapEx-Finanzierung frühzeitig in einer überzeugenden Struktur zu bündeln, die attraktive Angebote für Industriekunden ermöglicht.“

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vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media
vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media

Anfang 2025 war Dream mit einer 100 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde zum Unicorn geworden (brutkasten berichtete). Nun holte sich das Scaleup erneut frisches Kapital. Mit einem Investment von 260 Millionen US-Dollar erreicht es in seiner Series-C-Kapitalrunde eine Bewertung von drei Milliarden US-Dollar. Die Runde wurde von den Investmentfonds Bicycle Capital und Group 11 angeführt, gemeinsam mit Beteiligung von Bain Capital, Tru Arrow Partners, Antler „und weiteren globalen Investoren“.

„Wir sind noch ein junges Unternehmen, aber wir sind sehr dankbar, dass sich alles in die richtige Richtung entwickelt und wir schnell wachsen. Wir arbeiten weiter hart daran, dass es sich auch in den nächsten Jahren weiter so positiv entwickelt“, kommentiert Co-Founder und Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz, der als President von Dream fungiert.

Auch Co-Founder mit bekannter Vorgeschichte

Nicht nur sein Name ist ein klingender. Auch Mitgründer und CEO Shalev Hulio erlangte bereits zuvor internationale Bekanntheit. Als Co-Founder und Ex-CEO des Unternehmens NSO hatte er mit dessen Spionagesoftware Pegasus, die an Staaten vertrieben wurde, weltweit für Kontroversen gesorgt. Mit Dream wechselte Hulio vom Cyber-Offensiv- in den Cybersecurity-Bereich. Die Zielgruppe hat aber eine große Überschneidung: Staaten und Betreiber kritischer Infrastruktur. In diesem Bereich ist freilich auch der Ex-Kanzler bestens vernetzt.

Digitale Souveränität als neues Verkaufsargument

Im Produkt setzt Dream mit seinem „Cyber Language Model“ voll auf Künstliche Intelligenz, im Narrativ mittlerweile auch auf Digitale Souveränität, die zuletzt vor allem in Europa zum großen Thema wurde. „Die entscheidende Frage für Staaten ist nicht mehr, ob sie Künstliche Intelligenz einsetzen werden, sondern ob sie diese auch besitzen, betreiben und vollständig kontrollieren. Andernfalls begeben sie sich in eine kritische Abhängigkeit von anderen Staaten, wie beispielsweise China oder den USA“, sagt Kurz.

Und Hulio legt nach: „Wer die Kontrolle über seine KI verliert, verliert langfristig auch einen Teil seiner staatlichen Souveränität. So wie es undenkbar wäre, die Kontrolle über Verteidigung, kritische Infrastruktur oder die Innere Sicherheit aus der Hand zu geben, wird es künftig undenkbar sein, keine vollständige Kontrolle über die eigenen KI-Systeme zu haben.“ Dass KI-Modelle, auf denen zentrale Elemente staatlichen Handelns abgestützt sind, über Nacht abgestellt werden können, sei keine theoretische Debatte, wie man zuletzt bei „Fable“ von Anthropic gesehen habe, argumentiert man beim Unternehmen.

Cybersecurity: KI als Herausforderung und Lösung

Und wie will Dream das konkret lösen? Die KI-Systeme des Scaleups arbeiten laut Unternehmen „in einer völlig souveränen und sicheren Umgebung“. Dort biete man unter anderem einen umfassenden Cyber-Abwehr-Schirm, strukturiere sensible Daten als Entscheidungsbasis und decke noch unbekannte Cybersecurity-Schwachstellen („Zero Days“) auf. „Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat sich Cybersicherheit grundlegend verändert. Herkömmliche Systeme können keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Nur durch den konsequenten Einsatz von KI auch in der Cyber-Abwehr ist ein Schutz auch in der Zukunft möglich“, sagt Hulio.

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