29.10.2018

Babypause: Sasa Radic wird Conda Österreich-Geschäftsführer

Der Financial Services-Experte Sasa Radic übernimmt die Geschäftsführung der Conda Crowdinvesting Austria GmbH von Katharina Ehrenfellner, die nach etwas mehr als einem Jahr an der Spitze in die Babypause geht.
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(c) Conda: Sasa Radic kommt für Katharina Ehrenfellner, die in die Babypause geht
(c) Conda: Sasa Radic

„Nach knapp fünf Jahren bei Conda ist es ein großer Schritt für mich, nun in Babypause zu gehen. Jedoch weiß ich unsere Firmenkunden und Crowdinvestoren in den kompetenten Händen von Sasa Radic und meinen KollegInnen gut aufgehoben. Wir sind überzeugt davon, dass Sasa mit seiner beruflichen Vorerfahrung im Bereich Financial Services gut zu Conda passt“, sagt Katharina Ehrenfellner. Seit 2014 bei Conda hatte sie vor etwas mehr als einem Jahr den CEO-Posten der neu geschaffenen Österreich-Tochter der Conda übernommen. Für sie kommt mit 1. November der Financial Services-Experte Sasa Radic.

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Sasa Radic: Physiker mit Beratungserfahrung

Der Absolvent eines Physikstudiums an der Uni Wien weist mehrere Jahre Erfahrung als Unternehmensberater in diesem Bereich vor. Vor einem Sabbatical, das er für eigene Projekte und Reisen nutzte, war er zuletzt bei PricewaterhouseCoopers in Zürich beschäftigt. Er hat in seiner Laufbahn bereits zahlreiche Projekte in den Bereichen Risiko, Strategie und Steuerung bei Banken im deutschsprachigen Raum, CEE und NY/USA begleitet.

„Katharina Ehrenfellner hinterlässt große Fußstapfen“

„Ich habe die österreichische Startup-Szene schon seit längerer Zeit mit Begeisterung verfolgt und weiß daher auch, dass Katharina Ehrenfellner große Fußstapfen hinterlässt. Mit ihrem Input der letzten Wochen, einem tollen Team in Österreich und mit meinen Erfahrungen aus der Unternehmensberatung werden wir bei Conda Österreich weiterhin alles daransetzen, tolle Unternehmen und InvestorInnen zusammenzubringen, um innovative Projekte zu finanzieren“, sagt Radic.

Horak und Pöltner bleiben ganz oben

Die Unternehmensgründer Daniel Horak und Paul Pöltner stehen wie bisher der Conda AG vor und sind ebenfalls weiterhin Geschäftsführer der GmbH. Mit der Schaffung der Österreich-Tochter vor etwas mehr als einem Jahr war das operative Geschäft des Crowdinvesting-Unternehmens neu strukturiert worden. „Durch die Ausgründung der Conda Österreich GmbH wird die Struktur nach dem Vorbild der Conda-Aktivitäten in anderen Ländern angepasst. Die GmbH wird in unmittelbarer Nähe des heimischen Marktes und seiner Akteure agieren und weiterhin in direktem Kontakt mit Unternehmen und Entscheidern stehen“, hieß es damals von Conda. (PA/red)

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Archiv: Daniel Horak im großen Interview über Conda

Daniel Horak, der Co-Founder von CONDA, über ihren Weg von einer österreichischen Crowdinvesting Plattform zum internationalen Technologieanbieter für den Finanzmarkt der Zukunft, über ihre neue ICO-Plattform Coinvest300, ihren eigenen CONDA – CRWD Token, die besten Fehler, ihre Zukunftspläne uvm

Gepostet von DerBrutkasten am Montag, 15. Januar 2018

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Impeto Impact Gründer Jim Lefébre © Jim Lefébre

Ein Fully-Merchant-BESS (Battery Energy Storage System) ist ein Batteriespeicher, der seine Erlöse vollständig am freien Strommarkt erwirtschaftet, ohne langfristige Verträge, feste Einspeisevergütungen oder staatliche Garantien. Durch den steigenden Anteil an z.B. Photovoltaik und Windkraft kommt es im Netz häufig zu Überschussenergie und starken Preisschwankungen – etwa Negativpreisen zur Mittagszeit im Sommer. Speicherbetreiber:innen nutzen das für Arbitrage: Sie kaufen Strom, wenn er günstig ist, und verkaufen ihn, sobald die Preise wieder steigen. Zusätzlich lässt sich mit einer Batterie auch Regelenergie zur Netzstabilisierung anbieten.

Dieses Geschäftsfeld zeichnet sich zum einen durch hohe Gewinnchancen bei stark schwankenden Strompreisen, aber auch volles Risiko bei fallenden Marktpreisen oder geringer Volatilität aus. Hinzu kommt, dass ein Speicher gleichzeitig auf fünf Erlösmärkten agiert – darunter Day-Ahead und Regelenergie –, die permanent miteinander konkurrieren und sich gegenseitig Kapazitäten streitig machen. Diese unsichere Dynamik führt für Betreiber:innen wiederum zu erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken. Hier setzt Impeto Impact mit seinem Tool BESS-Invest an.

Modellrechnungen statt Live-Einsatz

„Man kann eigentlich immer nur in einem Markt handeln. Also muss man in der Modellierung entscheiden, in welchem Markt der Strom gekauft und verkauft wird, um letztlich einen plausiblen Business Case zu erteilen“, erklärt Jim Lefébre, Gründer von Impeto Impact. Sein laut eigenen Angben komplett eigenfinanzierte Produkt soll jetzt mehr Transparenz für Investor:innen bringen und setzt bei der Modellierung auf sogenanntes Forwardtesting. „Backtesting beantwortet, was gewesen wäre“, erklärt der Gründer. „Für eine Investitionsentscheidung mit 15 Jahren Laufzeit braucht der Markt eine Antwort auf das, was kommt.“

BESS Invest soll eine fünfjährige Markthistorie mit eigenen Projektionsannahmen zu Preistrends, Reserve-Erlösen und Volatilität verknüpfen. Laut Unternehmensangaben entstünden aus diesem Zusammenspiel simulierte Marktpfade in 15-Minuten-Auflösung – bis hinunter zum eigentlichen Lastprofil der Batterie. Das Modell würde dabei eine Ergebnisbandbreite vom konservativen bis zum optimistischen Szenario abbilden. Verändere sich die Marktlage, ließe sich dies über erneute Simulationen jederzeit anpassen. Dabei handelt es sich laut Lefèbre ausdrücklich um Modellrechnungen und Schätzungen zur Plausibilisierung, nicht um eine Live-Optimierung.

BESS Invest Dashboard © Impeto Impact

Verzicht auf KI

Ursprünglich entstand die Idee aus Lefèbres eigenem Beratungsgeschäft: Der Markt für Großspeicher sei dynamisch, die Kapitalmobilisierung stocke jedoch mangels Transparenz, so Lefèbres Erkenntnis. Gemeinsam mit Jonas Puck von der WU Wien wurde daraus zunächst das Whitepaper „Charging Ahead“ aus dem schlussendlich das Tool mithilfe von Pilotkund:innen aus dem Kreis großer Energieversorger hervorging.

Auf Künstliche Intelligenz wird verzichtet: „Wir arbeiten bei unseren Simulationen strikt ohne KI, weil eine KI auch halluzinieren kann“, so Lefèbre. Ein geschlossener Algorithmus soll stattdessen nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringen.

Vor der Gründung war Lefèbre unter anderem ÖVP-Pressesprecher ehe er 2017 bis 2019 die Position des Pressesprechers im Justiz- und später im Finanzministerium übernahm. Anschließend war er in diversen Positionen für Montana Tech Components des Investors Michael Tojner, sowie den Batteriehersteller Varta tätig. Bis heute vertritt er zudem die von Tojner mitgegründete eXplore!-Initiative. Außerdem fiel Lefébre in der Vergangenheit beim brutkasten mit seinem Corona-Test-Startup auf.

Co-Location und Expansionspläne

Vertrieben wird BESS Invest im Lizenzmodell mit drei Paketstufen, wahlweise als Monatslizenz oder als Berechnungskontingent im 50er-Block. Bislang modelliert die Software den reinen Speicherbetrieb. Als nächsten Schritt will das Team die Integration von Co-Location-Projekten und Industrieanwendungen angehen. Außerdem plant Lefèbre die Expansion nach Deutschland und perspektivisch in Richtung Südosteuropa.

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