11.05.2026
IN EIGENER SACHE

Sara Bentsen ist neue Head of Partnerships bei brutkasten

Die Corporate-Partnerships-Expertin bringt jahrelange Erfahrung aus der internationalen Tech- und Innovationswelt mit. Bei brutkasten will sie nun das Partner-Netzwerk auf das nächste Level heben.
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Sara Bentsen ist neue Head of Partnerships bei brutkasten | (c) brutkasten / Haris Dervisevic
Sara Bentsen ist neue Head of Partnerships bei brutkasten | (c) brutkasten / Haris Dervisevic

„Mein Hintergrund ist die Diplomatie“, erzählt Sara Bentsen. Die gebürtige Norwegerin besuchte die diplomatische Akademie in Wien und machte ihren Master in Internationalen Beziehungen an der Queen Mary University in London. „Was Diplomatie und Innovation gemeinsam haben: Ohne Partnerschaften funktioniert nichts“, so Bentsen. Seit Mai ist sie neuen „Head of Partnerships“ bei brutkasten.

Zuletzt im Deep-Tech-Umfeld in Paris

Zuvor war die Corporate-Partnership-Expertin an mehreren Stationen in der internationalen Tech- und Innovationswelt tätig, zuletzt im Deep-Tech-Umfeld in Paris. Dort baute sie auch mit Scale to Global eine europäische GTM-Plattform (Go-to-Market) für Tech-Unternehmen auf und war beim europäischen Business-Angel-Netzwerk Sophia Business Angels tätig.

„Es geht um echten strategischen Mehrwert für alle Seiten“

Ihre umfassende Erfahrung will sie nun bei brutkasten nutzen. „Mein Ziel ist es, ein echtes Partnership-Netzwerk aufzubauen. Das bedeutet, die richtigen Akteure zusammenzubringen — Corporates, die Zugang zum Innovationsecosystem suchen, Gründer:innen, die Sichtbarkeit und Reichweite brauchen, und Investor:innen, die am Puls bleiben wollen“, sagt Bentsen. „Es geht um echten strategischen Mehrwert für alle Seiten — durch Content, Events, Community und langfristige Zusammenarbeit.“

Weit mehr als ein Medienhaus

Dafür biete brutkasten genau die richtigen Voraussetzungen. „brutkasten ist nicht nur ein Medienhaus — es ist der Ort, wo das Innovationsecosystem zusammenkommt. Editorial, Events, Video, Community. Die Bausteine sind da. Was mich begeistert, ist die Möglichkeit, das in Partnerschaften zu übersetzen, die wirklich etwas bewegen“, so Bentsen.

Jovicevic: „Sara versteht, wie Partnerschaften aufgebaut werden, die echten Mehrwert stiften“

Dejan Jovicevic, Gründer und CEO von brutkasten, schlägt in die selbe Kerbe: „Die Rolle als Head of Partnerships ist für uns strategisch sehr wichtig, weil es dabei um weit mehr geht als um klassische Medienleistungen. Unser Anspruch ist es, für unsere Partner den größtmöglichen Nutzen zu schaffen – durch Sichtbarkeit, Positionierung, Vernetzung, Zugang zum Innovationsecosystem und relevanten Wissensvorsprung.“

Sara Bentsen bringe dafür genau die richtige Erfahrung mit, so Jovicevic: „Sie kommt aus einem internationalen Deep-Tech-Umfeld in Paris und versteht, wie Partnerschaften aufgebaut werden, die echten Mehrwert stiften. Das passt perfekt zu unserer DNA: Wir denken nicht in einzelnen Produkten, sondern in langfristigen Beziehungen und wirksamen Lösungen für unsere Kunden.“

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Das Founder-Team von hello again rund um Franz Tretter (2.v.l.) | (c) hello again
Das Founder-Team von hello again rund um Franz Tretter (2.v.l.) | (c) hello again

Mehr als 1.000 Unternehmenskunden mit insgesamt rund 18 Millionen App-User:innen – da steht hello again mit seinem Loyalty-App-Angebot aktuell. Zu den Kunden des Scaleups mit Sitz in Leonding neben Linz zählen große Ketten wie Müller, Deichmann, Klipp, L’Osteria oder Vamed Vitality World ebenso wie zahlreiche kleinere Ketten und Betriebe, wie etwa Leberkas-Pepi.

Im Mittelstand sei man im DACH-Raum Marktführer, sagt Gründer und CEO Franz Tretter gegenüber brutkasten. In der Region liegt bislang auch der klare geografische Fokus. „Wir haben zwar Kunden in 25 Ländern, aber keine Verkaufsteams vor Ort“, erklärt Tretter. Dazu gekommen sei es hauptsächlich über Weiterempfehlung, über Kunden die in weiteren Märkten aktiv sind oder etwa im Fall Südtirols über die kulturelle Nähe.

„Mont Blanc“, noch nicht „Mount Everest“

Doch nun stehen weitere Expansionsschritte bevor. „Wir wollen die Nummer 1 in Europa werden“, so Tretter selbstbewusst. Dafür nahm hello again nun eine größere Summe Kapital auf. Die Münchner Beteiligungsgesellschaft Emeram steigt mit einem nicht konkret bezifferten achtstelligen Betrag ein. Es sei ein „mittlerer“ achtstelliger Betrag, präzisiert Tretter auf brutkasten-Rückfrage. Das Gründer-Team behalte dabei die Mehrheit und bleibe „im Driver-Seat“.

Dabei habe man mehrere konkrete Angebote gehabt und sich letztlich für die Münchner Gesellschaft entschieden: „Es ist der absolute best case“, so der Gründer. „Das ist schon Oberliga. Es fühlt sich an, als hätten wir den Mount Everest bestiegen“, sagt Tretter, um sich gleich selbst auszubessern: „Oder besser den Mont Blanc. Weil fertig sind wir noch lange nicht, es warten noch viele höhere Gipfel.“ Und schließlich sei ihm in den vergangenen Jahren als Unternehmer auch eines immer mehr bewusst geworden: „Der Weg ist das Ziel.“

Spanien oder Polen als nächster Markt

Und dieser Weg soll nun in weitere europäische Fokusmärkte führen. Konkret teste man aktuell bereits die Märkte Polen und Spanien, um die nächsten großen Schritte auszuloten. Tretter betont aber: „Der DACH-Raum bleibt noch unser größter Wachstumsmarkt. Es gibt noch sehr viel Potenzial.“ Schließlich kommen etwa vier der aktuell rund 18 Millionen App-User:innen aus dem Heimatmarkt Österreich. Entsprechend viel ist im mittlerweile wichtigsten Markt Deutschland noch zu holen.

Die geografische Expansion ist aber nicht die einzige aktuelle Entwicklung. So arbeite man etwa seit Kurzem mit netzwerkübergreifenden Prämien. „Es bekommt also zum Beispiel ein Leberkas-Pepi-Kunde einen Benefit bei Sky angeboten. Das ist ein riesiger Reichweiten-Vorteil“, erklärt Tretter.

Ein weiteres Thema, auf das man stark setze, sei Individualisierung durch KI. „Wir können auf Basis anonymisierter Daten zielgenaue personalisierte Angebote verschicken. Die User bekommen Benefits, die genau gerade relevant für sie sind. Das steigert den Umsatz nachweislich um acht Prozent“, sagt der Gründer. Denn diese Personalisierung sei auch eine „absolute Konsumentenerwartung“.

„Wir waren immer bodenständig“

Der Plan steht also. Das Mindset soll dabei das bewährte bleiben. „Wir waren immer bodenständig. Aber die Dampflok rollt und fährt und fährt“, sagt Tretter. Getreu dem zuvor erwähnten Motto – „der Weg ist das Ziel“ – soll es auch weitergehen. „Wird morgen alles einfacher?“, fragt Tretter in den Raum. „Nein, die nächsten Challenges kommen und wir werden gemeinsam weiter wachsen. Nicht nur das Unternehmen sondern auch die Mitarbeiter.“

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