27.02.2024

SAP-Manager nun bei Wiener Scaleup: Reinhard Harter wird CCO bei Tset

Erfahrung bei SAP, Oracle und Texas Instruments - nun soll er die Bekanntheit des Wiener Software Scaleups Tset steigern: Reinhard Harter wir neuer CCO.
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Reinhard Harter mit den Tset-Gründern Andreas Tsetinis und Sasan Hashemi (v. l. n. r.). (c) Tset

Seit Jänner 2024 ist Reinhard Harter – der zuvor über fünf Jahre als Vice President & Head of Sales for Customer Experience CEE bei SAP tätig war – nun Chief Commercial Officer (CCO) beim Wiener Software-Scaleup Tset. Nach seinen Tätigkeiten bei SAP und Oracle, wo er unter anderem als Sales Director CX Central Europe tätig war, will er nun das Wachstum von Tset vorantreiben.

Ex-SAP-Manager soll Bekanntheit von Tset steigern

Reinhard Harter soll beim Wiener Software-Scaleup vor allem im Bereich IT, Kundenberatung und Vertriebsführung Expertise einbringen, heißt es in einer Aussendung. Indes stehe der Aufbau eines Partner- sowie Vertriebsnetzwerkes auf dem Programm. Auch die Marketingstrategie des 2018 gegründeten Software-Unternehmens soll von Harter weiterentwickelt werden. Ziel sei es, die Bekanntheit der Marke zu steigern und neue Kund:innen zu gewinnen.

„Es begeistert mich, Teil eines österreichischen Unternehmens zu sein, das wirklich etwas bewegt“, sagt Reinhard Harter zu seiner neuen Position und meint weiter: „Besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist es unser Ziel, Effizienz und Umweltbewusstsein zu einer Einheit zu verschmelzen.“

Kosten- und CO2-Effizienz optimieren

Tset hat sich seit seiner Gründung von Andreas Tsetinis und Sasan Hashemi als Experte für softwarebasierte Produktkosten- und CO2-Analysen positioniert. Das Unternehmen sitzt aktuell in Wien und im Salzburger Kuchl. Momentan zählt Tset 70 Mitarbeitende. Die Software des Scaleups bietet Kostenmanagement für kosten- und CO2-effiziente Produktentwicklung, Produktion und Beschaffung in der fertigenden Industrie.

Dies soll auf Basis der Analyse von Primär- und Sekundärdaten „der jeweiligen Lieferketten“ passieren. Die verwendeten Daten klassifiziert das Wiener Scaleup als „sicher“ und beruft sich dabei auf die erworbene TISAX-Zertifizierung für Informationssicherheit in der Produktion.

Die Software-Lösung von Tset wird cloudbasiert und als SaaS-Produkt angeboten. Verwendung findet die Software bereits in den Bereichen White Goods (Haushaltsgeräte), Yellow Goods (Materialien für das Baugewerbe), Automotive (Automobilindustrie), in der Medizin- und Elektrotechnik sowie im Luft- und Raumfahrtmanagement.

13 Mio. Euro Investment im April 2023

Erst im April des vergangenen Jahres erhielt das Wiener Scaleup ein 13-Millionen-Euro-Investment – brutkasten berichtete. Zu den strategischen Investoren zählen unter anderem die Venture-Capital-Gesellschaft des deutschen Automobilzulieferers Brose, Brose Ventures, sowie das Industrieunternehmen ZF und der Impact-Investment-Experte Alois Flatz. Brose Ventures kam als strategischer Investor an Bord des Wiener SoftwareTechs.

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Smatrics
© Smatrics EnBW.

Smatrics, der Betreiber von E-Auto-Ladeinfrastruktur in Österreich und ein Tochterunternehmen von VERBUND und EnBW Energie Baden-Württemberg (Joint Venture), verantwortet rund 20.000 Ladepunkte und verbindet mit dem „Smatrics Depot Club“ bereits Logistikunternehmen miteinander. Über die Kooperation mit Fryte soll diese Ladeinfrastruktur nun auch außerhalb des Club-Netzwerks zugänglich werden. Fryte bietet eine Plattform für die Lade- und Routenplanung von E-Lkw.

Smatrics erweitert Ladeangebot für E-Lkw

Über die deutsche Plattform werden sowohl die Standorte des Depot Clubs als auch öffentliche Ladepunkte von Smatrics in die Routen- und Ladeplanung von Logistikunternehmen integriert. Damit sollen Fahrer:innen und Disponent:innen einen Überblick über verfügbare Ladepunkte entlang ihrer Routen erhalten. Für Betreiber von Depot-Ladeinfrastruktur eröffne die Anbindung zugleich die Möglichkeit, ihre Ladepunkte auch für externe Nutzer:innen zugänglich zu machen und dadurch deren Auslastung zu erhöhen.

Technische Grundlage der Zusammenarbeit ist OCPI, ein offener, standardisierter Kommunikationsstandard in der Elektromobilität. Da beide Partner darauf setzen, konnte die Integration der Ladepunkte rasch umgesetzt werden, heißt es: In einem ersten Schritt wurden die Standorte in der Routenplanung sichtbar und nutzbar gemacht. Ab 2027 soll auch die Reservierung ausgewählter Ladepunkte möglich sein. Perspektivisch sollen Reservierungsdaten zudem an das Energiemanagementsystem der Standorte übergeben werden, um Netz- und Ladeprozesse zusätzlich abzusichern.

Über Betreibergrenzen hinweg planbar

„Ladeinfrastruktur für E-Lkw funktioniert nur, wenn sie über Betreibergrenzen hinweg planbar ist – für die Disposition zählt nicht, wer den Ladepunkt betreibt, sondern dass er zur Route passt. Mit Smatrics öffnen wir den Zugang zu Ladepunkten vom Depot bis zur öffentlichen Schnellladesäule in Deutschland und Österreich. Die Reservierung ist der nächste Schritt, an dem wir gemeinsam arbeiten“, sagt Maximilian Zähringer, CEO von Fryte Mobility.

Und Sita Meek, Head of Product bei Smatrics, ergänzt: „Viele unserer Depot-Kunden möchten ihre Ladeinfrastruktur zeitlich gezielt für externe Nutzung öffnen, um ihre Auslastung zu maximieren. Gleichzeitig soll der Zugang aber nur bestimmten Nutzergruppen offenstehen, und sich auf den Lkw konzentrieren. Durch die Kooperation mit Fryte verbessert sich die Sichtbarkeit und die Planbarkeit. Genau so muss ein offenes Peer-to-Peer-Ökosystem in der E-Logistik funktionieren.“

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