05.01.2022

Sanofi Gesundheitsjahrbuch: Das waren die wichtigsten Health-Trends 2021

Wieviel Solidarität braucht ein Gesundheitssystem? Wie kann man Menschen vor Falschinformationen schützen und die Gesundheitskompetenz steigern? Diese und weitere Fragen diskutieren Expert:innen anlässlich der Präsentation des Gesundheitsjahrbuchs 2021.
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Sanofi-Österreich-Chef Wolfgang Kaps präsentiert das Gesundheitsjahrbuch 2021 © Sanofi/Katharina Schiffl/Montage
Sanofi-Österreich-Chef Wolfgang Kaps präsentiert das Gesundheitsjahrbuch 2021 © Sanofi/Katharina Schiffl/Montage
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Die Corona-Pandemie hat eine breite Debatte über Solidarität im Gesundheitssystem ausgelöst. Ein wesentlicher Faktor, der die Branche seither beschäftigt: die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung. Aber wie erreicht man Menschen mit relevanten und wissenschaftlich belegbaren Informationen, die dafür gerade gar nicht empfänglich sind? Auch die Digitalisierung hat einen großen Einfluss darauf, wie Menschen Gesundheitsinformationen finden, verstehen und anwenden. Welche Strategien braucht es, um alle Altersgruppen abzuholen und um Menschen vor Falschmeldungen zu schützen?

Präsentation des Gesundheitsjahrbuchs 2021

Diese Fragen stehen auch im Zentrum, wenn am 11. Jänner 2022 das druckfrische Gesundheitsjahrbuch 2021 präsentiert wird. Das Buch bietet einen umfassenden Blick auf die österreichische Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft in Österreich und wird von Sanofi gemeinsam mit der WKÖ bereits zum 13. Mal herausgegeben. Insgesamt 40 Gastautor:innen aus der Branche bieten einen kompetenten und kompakten Überblick über die wichtigsten Trends der letzten zwölf Monate.

Diskussion über Solidarität, Kompetenz und Digitalisierung

Umweltmediziner Hans-Peter Hutter nähert sich in einer Keynote der Frage, wie man die Gesundheitskompetenz besonders in jenem Teil der Bevölkerung erhöhen kann, der nicht erreicht werden will. Hutter ist stellvertretender Leiter der Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin am Zentrum für Public Health der Meduni Wien und leitet mit seinem Impulstalk über zu einer Podiumsdiskussion, bei der auch die Rolle der Digitalisierung im Zusammenhang mit der Gesundheitskompetenz erörtert wird.

Cornelia Lass-Flörl, Direktorin des Instituts für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie an der Medizinischen Universität Innsbruck, Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, die Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz und Barbara Klemensich, Vorsitzende Pflegemanagementteam der Vinzenz Gruppe, werden außerdem der Frage nachgehen, wieviel Solidarität in einem Gesundheitssystem der Zukunft Platz hat.

Sanofi Gesundheitsjahrbuch kostenlos bestellen

Das Event wird am 11. Jänner ab 9:30 live aus dem ProSiebenSat.1-PULS4-Studio übertragen und kann nach Anmeldung kostenlos mitverfolgt werden. Registrierte Teilnehmer:innen können während der Veranstaltung auch Fragen an die Expert:innen stellen. Ein kostenloses Printexemplar des Gesundheitsjahrbuchs 2021 kann via Email bestellt werden: [email protected]

Event-Tipp:

Präsentation Gesundheitsjahrbuch 2021
11. Jänner 20212022, 9:30 – 11:00 Uhr
Live-Übertragung nach Anmeldung unter https://gesundheitsjahrbuchprasentation.b2match.io/

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Das Tumbleweed-Team © Tumbleweed

Vier Monate nachdem Tumbleweed mit „Oasis Alpha“ Österreichs ersten kommerziellen Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete ins All geschickt hat, vermeldet das Wiener Jungunternehmen frisches Kapital. In einer 6,9 Millionen Euro schweren Seed-Runde investieren Lead-Investor PactVC, Vanagon Ventures, Prototype Capital, EWOR sowie internationale Business Angels.

Rund 300.000 Euro aus eigenen Reihen

Auffällig ist das finanzielle Engagement der eigenen Belegschaft: Mehr als ein Drittel der 25 Mitarbeitenden steuerte insgesamt rund 300.000 Euro aus eigener Tasche bei. Der Impuls dazu kam aus dem Team selbst. „Als Founder ist das natürlich mehr, als ich mir je erträumt hätte“, sagt Co-Gründer und CEO Julian Rothenbuchner gegenüber brutkasten.

Auf Investorenseite ging die Beteiligung von EWOR auf eine persönliche Empfehlung zurück, wie Rothenbuchner erzählt: Ein befreundeter Investor war unmittelbar eingestiegen und vermittelte den Kontakt zu EWOR-CEO Daniel Dippold. „Tumbleweed hat Österreichs ersten kommerziellen Satelliten schneller in den Orbit gebracht, als die Zertifizierung eines einzigen Experiments normalerweise dauert. Julian hat genau das geliefert, was er uns beim ersten Treffen angekündigt hat — nur schneller“, so Dippold. „Jetzt kann jedes Labor und jeder Hersteller den Weltraum nutzen, ohne selbst zu einem Raumfahrtunternehmen zu werden.“

Von Mars-Plänen zur orbitalen Forschungsplattform

Einer der Tumbleweed-„Pods“ © Tumbleweed

Das ursprünglich mit dem Konzept eines windgetriebenen Marsrovers gestartete Unternehmen konzentriert sich heute auf standardisierte Experimente in der Mikrogravitation. Weil Zertifizierungen für die Internationale Raumstation ISS laut Tumbleweed oft Jahre beanspruchen, entwickelte das Startup vorzertifizierte Nutzlastbehälter („Pods“), die ab 15.000 Euro buchbar sind.

F&E-Teams aus Pharma, Biotech und Materialwissenschaften sollen so Strom- und Datenanbindung im Orbit, ohne eine eigene Satelliteninfrastruktur aufbauen zu müssen, erhalten. Dass dieses Setup im Markt greift, zeigte das Team im Sommer: Die Hardware für Oasis Alpha entstand in unter neun Monaten und flog mit vier zahlenden Kund:innen.

Drei Missionen für 2027 und Kapsel-Rückkehr ab 2028

Vorbereitungen für Oasis Alpha © Tumbleweed

Mit dem frischen Kapital will das 25-köpfige Team mit Standorten in Wien und den Niederlanden drei orbitale Missionen im Jahr 2027 für mehr als zehn Kund:innen finanzieren. Für die Raketenstarts verhandelt Tumbleweed weltweit, setzt künftig jedoch verstärkt auf europäische Partner:innen, heißt es von Seiten des Unternehmens.

„Diese Finanzierung erlaubt es uns, das zu skalieren, was wir mit unserer ersten Mission Oasis Alpha bewiesen haben: dass Mikrogravitation eine breit verfügbare industrielle Ressource sein kann. Wir freuen uns sehr darauf, diese Möglichkeit nun noch mehr Kunden zu eröffnen und letztendlich eine Zukunft zu bauen, in der Mikrogravitation genutzt wird für zehnmal bessere Krebstherapien, zehnmal bessere Halbleiter und eine zehnmal schnellere Pharmaentwicklung“, erklärt Rothenbuchner.

Parallel treibt das Startup die Folgeplattform „Oasis Beta“ voran. Die Vorbereitungen laufen, erste Kundengelder liegen laut CEO Rothenbuchner bereits auf dem Konto. Ab 2028 sollen Experimente zudem physisch zur Erde zurückgebracht werden. Dafür entwickelt das Team seit mehreren Monaten eine Kapsel, die sich im Orbit vom Satelliten trennen und mit einem Fallschirm landen soll.

So soll der Oasis Beta Satellit aussehen © Tumbleweed
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