07.04.2025
AUTOMATISIERUNG

Salzburger Robotik-Firma erwartet Umsatzsteigerung auf 5 Millionen Euro

Das Saalfeldener Unternehmen Mechatronik Austria digitalisiert den Mittelstand mit "intelligenter Vernetzung" von Maschinen und bringt dabei Robotik "aus einer Hand".
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Mechatronik Austria
© Mechatronik Austria - Markus Zehentner von Mechatronik Austria.

Das Tech- und Robotics-Unternehmen Mechatronik Austria aus dem Salzburger Land spezialisiert sich seit 2016 auf Automatisierungstechnik für den Mittelstand. Von der Softwareentwicklung über die Programmierung und Inbetriebnahme von Industrierobotern, den Bau von komplexen Maschinen und der regelmäßigen technischen Inspektion der Anlagen bis hin zur Kuhtracking-Technologie – das alles bietet die Saalfeldener Firma aus einer Hand – brutkasten berichtete bereits 2022.

Mechatronik Austria einst ein EPU im Co-Working

Markus Zehentner gründete Mechatronik Austria 2016 noch in einem Co-Working-Komplex als Ein-Mann-Betrieb, stellte 2018 seinen ersten Mitarbeiter ein und hatte vier Jahre danach 20 Mitarbeiter:innen bei 1,2 Millionen Euro Umsatz.

Heute betreut Mechatronik Austria mehr als 800 Kunden in Österreich und plant für 2025 einen Umsatz von über fünf Millionen Euro, ausschließlich im Bereich Softwarelösungen und Dienstleistungen rund um Robotik.

„Unser Anspruch ist es, Unternehmen nicht nur Technik zu verkaufen, sondern sie auf dem Weg zur optimalen Automatisierungslösung zu begleiten“, sagt Geschäftsführer Zehentner. „Vom Konzept über die Programmierung bis zur Inbetriebnahme und Schulung.“

Aufträge bis 2026

Zu den Kund:innen zählen Betriebe aus den Bereichen Holzverarbeitung, Lebensmittelproduktion, Kunststofftechnik, Logistik und Sondermaschinenbau. Ziel ist es, die eigene Position im DACH-Raum weiter auszubauen – und dabei neue Maßstäbe in puncto „Effizienz, Benutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit“ zu setzen, so Zehentner: „Wir sehen uns als Enabler mit Anpacker- und Ärmelhochkrämplerkultur für den Mittelstand.“ Die Lösungen würden helfen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit nicht nur zu sichern, sondern auch auszubauen. Trotz der anhaltenden Rezession in Österreich und der allgemein wirtschaftlich schwierigen Situation in Europa seien die Auftragsbücher bereits bis Mitte 2026 voll.

„Wir wollen Unternehmen nicht nur automatisieren – wir wollen sie zukunftsfit machen“, so Zehentner weiter. „Dafür investieren wir laufend in Innovation, Ausbildung und vor allem in unsere Kundenbeziehungen.“

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(c) eologix-ping

Im Mai 2024 holte eologix-ping ein Millioneninvestment u.a. von Verbund X – brutkasten berichtete. Im gleichen Jahr führte das Grazer Startup Blitzdetektion ein und erweiterte sein Produktportfolio um Blitzüberwachungssysteme.

Eologix-Ping mit neuer Version

Nun hat Eologix-Ping die Markteinführung von „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ bekannt gegeben, einer neuen satellitengestützten Version seiner Blitzüberwachungslösung für Windturbinen.

Die neue Variante soll es Wind-Asset-Managern in abgelegenen Regionen mit geringer Konnektivität, in denen die Mobilfunkkommunikation unzuverlässig oder nicht verfügbar ist, ermöglichen, zu erkennen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde – konkret geschieht das mittels Myriotas UltraLite-Satellitenkonnektivität.

Use-Case bleibt

Der grundlegende Use Case bleibt bei den Grazern jedoch unverändert: Betreiber wissen zu lassen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde, damit sie Inspektionen priorisieren, die Wartungsplanung verbessern und Unsicherheiten nach Gewitterstürmen reduzieren können.

„Abgelegene Windparks sollten nicht einfach deshalb an operativer Transparenz verlieren, weil die Mobilfunkabdeckung begrenzt ist“, sagt Matthew Stead, CPO und Mitgründer von Eologix-Ping. „Mit ‚Event Lightning Fleet – Satellitenversion‘ erweitern wir die Blitzüberwachung auf Turbinenebene auf Regionen, in denen die traditionelle Kommunikationsinfrastruktur eine Hürde dargestellt hat.“

Einblicke auf Turbinenebene

Blitzeinschläge können erhebliche Blattschäden und Betriebsrisiken für Windturbinen verursachen. In vielen Fällen sind Betreiber gezwungen, nach Gewitterstürmen umfangreiche Inspektionen durchzuführen, ohne klare Anhaltspunkte dafür zu haben, welche Turbinen betroffen waren.

Im Gegensatz zu regionalen Wetterdiensten, die sich auf flächenweite Blitzaktivität konzentrieren, sei „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ darauf ausgelegt, betriebliche Einblicke auf Turbinenebene zu liefern.

Aus dem Archiv: Die Hintergründe zum Millioneninvestment für eologix-ping aus Graz

Das System erkenne Blitzereignisse direkt am Windturbinenturm mithilfe eines Magnetfeldsensors, der im Power and Communication Module (PCM) installiert ist. Der Sensor erfasst das durch den Blitzstrom im Turmgebäude induzierte Magnetfeld und generiert eine Ereignisbenachrichtigung, die in die Cloud übertragen wird.

Eologix-Ping-CEO: „Besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika“

„Wir sind stolz darauf, mit Eologix-Ping zusammenzuarbeiten, um die Blitzüberwachung auf Standorte auszudehnen, die traditionell außerhalb der Reichweite zuverlässiger Konnektivität lagen“, sagte Dan Franklin, Regional Sales Director bei Myriota.

Und Thomas Schlegl, CEO und Mitgründer von Eologix-Ping, ergänzt: „Mit dieser Markteinführung können Betreiber Blitzüberwachung auf Turbinenebene an Standorten einsetzen, die bisher schwer zu verbinden waren. Dies ist besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika, wo abgelegene geografische Lagen und begrenzte Telekommunikationsinfrastruktur nach Blitzereignissen operative blinde Flecken schaffen.“

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