05.01.2021

Salz Vital: Kärtner Salz-Ofen soll Infrarotkabine ersetzen

Geht es nach dem Klagenfurter Unternehmen Salz+Salz ist sein "Salz Vitalofen" ein wahres Wunderding, das heizt und gleichzeitig therapiert.
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Salz Vital: So siiiieht der Ofen aus
(c) Salz Vital: So siiiieht der Ofen aus

Im Winter soll er als Infrarot-Ofen bis zu 20 Quadratmeter energieeffizient heizen, im Sommer soll er zumindest eine schöne Lichtquelle abgeben. Doch das ist nicht alles, was die Schöpfer des Salz-Vitalofen vom Klagenfurter Unternehmen Salz+Salz versprechen. Die Produkte von Salz Vital – neben dem Ofen gibt es etwa auch eine Variante als ganze Wand, sollen noch viel mehr bieten.

Salz Vital: Meeresklima, aber kein Stauraum

Aus in Pakistan unter – laut Unternehmen – fairen Bedingungen hergestellten und in Kärnten bearbeiteten Himalajasalz-Ziegeln bestehend, sollen Ofen und Wand von Salz Vital etwa durch die Freisetzung von Salzionen für ein „Meeresklima im Raum“ sorgen. Das soll etwa in der Therapie von Atemwegserkrankungen unterstützen. Zudem sollen die nicht ganz einen Meter hohen Salz-Heizungen alle positiven Eigenschaften von Infrarotkabinen mitbringen und auch dadurch therapeutisch eingesetzt werden können. Bloß als Stauraum bei Nichtnutzung seien die Öfen im Gegensatz zu den Kabinen nicht nutzbar, merkt man auf der Website süffisant an.

Zu kaufen sind die Heizkörper, die an einer herkömmlichen Steckdose angesteckt werden können, je nach Modell um 3000 bis 4000 Euro. Die Salz-Vitalwand kostet in voller Ausführung (mit Infrarotheizung und LED-Beleuchtung) 2700 Euro pro Quadratmeter (1700 Euro für jeden weiteren Quadratmeter). Die Wand ist allerdings auch einfach als architektonisches Element ohne Zusatznutzen deutlich günstiger zu haben. Weitere Designelemente können auf Anfrage individuell abgestimmt werden.

Salz Vital tritt in der ersten Folge der neuen Staffel von 2 Minuten 2 Millionen am 5. Jänner 2021 auf.

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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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