NÖ Krypto-FinTech Salamantex kooperiert mit der deutschen WEG Bank AG
Das niederösterreichische FinTech Salamantex und der unter dem Markennamen TEN31 agierende FinTech-Arm der deutschen WEG Bank AG haben heute, Dienstag, eine gemeinsame Kooperation bekannt gegeben. Durch die Zusammenarbeit möchte die Bank für Einzelhändler eine neue Form der Kryptobezahlung anbieten.
Das niederösterreichische FinTech Salamantex bietet einen All-in-one Krypto-Payment-Service für Händler an. Dieser soll Kunden das Bezahlen mit Kryptowährungen ermöglichen. Zu den Kunden zählen beispielsweise A1. Seit Sommer diesen Jahres bietet der Mobilfunkanbieter die Payment-Lösung von Salamantex in seinen Shops an, damit Kunden über eigene Bezahl-Terminals mit Kryptowährungen bezahlen können – der brutkasten berichtete.
Wie heute, Dienstag, bekannt wurde, ist Salamantex mit der deutschen WEG Bank AG eine Kooperation eingegangen – genauer gesagt mit dem unter dem Markennamen TEN31 agierenden FinTech der Bank.
Mit dem FinTech vereint die auf Immobilienwirtschaft spezialisierte WEG Bank AG laut eigenen Angaben inbesondere Blockchain basierte Anwendungen. Dafür arbeitet TEN31 mit Startups und Unternehmen aus der FinTech- und Kryptowährungsbranche zusammen – neuerdings auch mit dem niederösterreichischen Startup Salamantex.
Flächendeckende Verbreitung
In einer Aussendung heißt es: „Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen ermöglicht eine flächendeckende Verbreitung des von Salamantex gestellten Bezahlsystems in Verbindung mit dem bankrechtlich, regulierten Rahmen der TEN31.“ Zudem kommt zu Testzwecken ein Sandbox-Modell in enger Abstimmung mit der deutschen BaFin zur Anwendung.
Erste Gespräche mit Interessenten aus dem Einzelhandel werden laut der WEG Bank AG und Salamantex bereits geführt. Bis Ende Oktober nimmt TEN31 Bewerbungen aus dem Einzelhandel entgegen, um als Mitglied in die Testgruppe aufgenommen zu werden.
Salamantex sichert den Kurs
Um Händlern die nötige Sicherheit zu bieten, sichert das System von Salamantex den Kurs der gewählten Kryptowährung innerhalb eines gewissen Zeitraums. Außerdem hat der Händler laut dem FinTech die Möglichkeit frei zu entscheiden, ob er Kryptowährungen halten oder sich die Beträge in Fiat-Geld (Euro) ausbezahlen lassen möchte. Dadurch sollen Händler Kryptobezahlungen nutzen können, ohne auf die Sicherheit des Euros auf ihren Konten verzichten zu müssen, so Salamantex.
Vorstellung der neuen Kryptobezahlung
Die neue Kryptobezahlung wird offiziell im Rahmen einer Gerätepräsentation am 16. Oktober in München vorgestellt. Diese findet um 17:30 Uhr im Vienna House easy München statt. Interessierte können sich für die Produktvorführung unter [email protected] anmelden.
Gegen Ineffizienz im Glasfaserausbau: Die „Zero-Touch“-Lösung des OÖ-Startups fluctus
Der weltweite Glasfaserausbau floriert – doch auf lokaler Ebene bleiben oft Lücken und ineffiziente Systeme bestehen. Das österreichische Startup fluctus von Anna Kurpierz und Christian Sattlecker hat eine „Zero-Touch"-Lösung entwickelt, die offene Netze zentralisiert managen und den Markt für neue Anbieter öffnen soll.
Gegen Ineffizienz im Glasfaserausbau: Die „Zero-Touch“-Lösung des OÖ-Startups fluctus
Der weltweite Glasfaserausbau floriert – doch auf lokaler Ebene bleiben oft Lücken und ineffiziente Systeme bestehen. Das österreichische Startup fluctus von Anna Kurpierz und Christian Sattlecker hat eine „Zero-Touch"-Lösung entwickelt, die offene Netze zentralisiert managen und den Markt für neue Anbieter öffnen soll.
Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.
fluctus mit End-to-End
„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.
Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.
„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“
Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.
Wettbewerb steigern
„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“
Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.
„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“
Zielgruppen von fluctus
Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.
Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.
Hürden überwunden
Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“
Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.
Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.
Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt
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