12.06.2015

Rücktritt von Twitter-Boss Costolo, Ex-CEO und Co-Founder Dorsey wird Interimschef

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Der Chef des Kurznachrichten-Dienstes Twitter Dick Costolo tritt zurück.

Die Twitter Aktie erlebt gerade wieder Aufschwung. Wieso? Grund dürfte der Rücktritt von Dick Costolo sein: Jener Mann, der das Unternehmen geleitet hat und zuletzt stark kritisiert wurde, ist überraschend (?) zurück getreten. Vorübergehend übernimmt nun Co-Founder Jack Dorsey ab 1. Juli das Ruder.

Twitter war von seinen Anlegern für sein langsames Wachstum in Kritik geraten. Nachdem der Kurs nach den letzten Quartalszahlen um circa ein Fünftel abgestürzt war, erholte er sich nicht. Twitter hatte im ersten Vierteljahr einen Verlust von gut 162 Millionen Dollar zu verzeichnen und die eigenen Umsatz-Erwartungen waren nicht aufgegangen.

Der Kurznachrichten-Dienst Twitter in Zahlen:

  • 302 Millionen monatliche aktive User
  • 500 Millionen gesendete Tweets (Kurznachrichten) – pro Tag
  • 3900 Mitarbeiter weltweit
  • 77 Prozent aller Accounts außerhalb der USA
  • in 33 Sprachen nutzbar

Jack Dorsey wird das Unternehmen tatsächlich nur interimistisch führen, schließlich hat er aufgrund mangelnder Managementfähigkeiten den Chefsessel bereits im Jahr 2008 verlassen müssen. Twitter wurde im März 2006 von Jack Dorsey, Biz Stone und Evan Williams gegründet. Ziel sei es nun, einen dauerhaften neuen Chef zu suchen und zu finden. Was dieser mitbringen muss? Laut Dorsey muss er das Produkt wirklich lieben.

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© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

Details zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

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